WI_Biebrich_Castle.jpgseite]] Das Schloss Biebrich ist die barocke Residenz der ehemaligen Fürsten von Nassau. Es steht am Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich.
Fürstin Charlotte Amalie von Nassau-Dillenburg erwarb das Schloss 1729 aus dem Nachlass von Fürst Georg August. Ihr Sohn, Fürst Karl, ließ den Bau ab 1730 durch Friedrich-Joachim Stengel als Dreiflügelanlage vollenden: 1737 wurde zunächst der Ostflügel anstelle eines früheren eingeschossigen Marstalls errichtet und 1744 schließlich der im Winter beheizbare Westflügel fertig gestellt. Daraufhin verlegte Fürst Karl die Residenz aus dem hinteren Taunus von Usingen nach Biebrich an den Rhein. Bis zur Fertigstellung des Stadtschlosses 1841 in Wiesbaden war Schloss Biebrich Hauptresidenz der nassauischen Fürsten und Herzöge. Danach diente es bis 1866 nur noch als Sommerresidenz.
Nach der preußischen Annexion 1866 blieb das Schloss zunächst im Privatbesitz von Herzog Adolph von Nassau-Weilburg. Zwei Jahre später veräußerte er die 1844 bis 1848 errichteten Gewächshäuser mit dem wertvollen Baum- und Pflanzenbestand. Sie bildeten den Grundstock des Palmengartens in Frankfurt am Main.
Seit 1890 wurde das Schloss von der Luxemburgischen Finanzkammer verwaltet und 1934 an den preußischen Staat verkauft. Die Büchersammlung von Herzog Adolph wurde, nachdem Adolf Großherzog von Luxemburg geworden war, 1934 nach Schloss Berg in Luxemburg transportiert und besitzt mittlerweile 30.000 Bände.
1945 wurde der Ostflügel bis auf seine Außenmauern zerstört und erst 1982 in veränderter Form, spiegelbildlich zum Westflügel, wiederaufgebaut.
Seit dem Wiederaufbau des Ostflügels 1982 befindet sich dort die staatliche Filmbewertungsstelle Wiesbaden, eine Einrichtung der Bundesländer, dessen Vorführsaal als Veranstaltungsort für "Filme im Schloss" genutzt wird.
Seit 1929 findet jährlich an Pfingsten das Internationale Reitturnier im Schlosspark statt.
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