Das Schloss Arnsberg ist heute eine Ruine auf dem 256 m hohen Schlossberg in Arnsberg, NRW.
Die Anlage wurde schriftlich erstmals 1102 als Burg der Grafen von Werl-Arnsberg erwähnt. In diesem Jahr wurde sie erstmals durch Erzbischof Friedrich I. von Köln zerstört, da sich Graf Friedrich der Streitbare während des Investitursstreits auf Seiten von Kaiser Heinrich IV. gestellt hatte. Eine weitere Zerstörung fand unter der Herrschaft von Graf Heinrich I. statt, dessen Ermordung seines Bruders einen Sühnefeldzug von Heinrich des Löwen auslöste. Eine dritte Zerstörung erfolgte 1366 während einer Fehde von Graf Gottfried IV. mit dem Grafen Engelbert III. von der Mark.
Nach dem Verkauf der Grafschaft Arnsberg an Kurköln im Jahr 1368 hatte die Burg zunächst kaum eine Bedeutung auch wenn die Stadt Arnsberg Hauptstadt des Herzogtums Westfalen wurde.
Dies änderte sich erst als unter Kurfürst Salentin von Isenburg im Jahr 1575 eine grundlegende Umgestaltung durchgeführt wurde. Zwar blieb der Wehrcharakter erhalten, aber insbesondere an der Vorderfront mit zwei Ecktürmen beginnt die Umgestaltung zu einem Schloss. In diesem Zusammenhang gehört auch ein großer Festsaal, dessen Trägerwerk - zu dieser Zeit ungewöhnlich - aus Eisen bestand.
In den folgenden Jahrzehnten trug nicht zuletzt der dreißigjährige Krieg zum Verfall der Anlage bei, ehe unter Kurfürst Maximilian Heinrich ab 1654 zunächst eine Instandsetzung und später eine erneute Umgestaltung stattfand. Sowohl Salentin- wie auch Heinrichsbau wiesen deutliche Stilelemente der Renaissance auf. Arnsberg Bild metzger.jpg Die letzte Umgestaltung fand unter Kurfürst Clemens August ab 1729/30 durch den bedeutenden Barockarchitekten Conrad von Schlaun statt. Störende Seitengebäude wurden abgerissen und der Hauptbau verlor seinen Wehrcharakter weitgehend zu Gunsten einer repräsentativen und symmetrischen Barockanlage.
Während des Siebenjährigen Krieges wurde das Schloss im Jahre 1762 in Brand geschossen und zerstört. Aus den Überresten wurde später ein Zuchthaus gebaut, dass in preußischer Zeit als Sitz des Regierungspräsidenten diente und heute das Arnsberger Verwaltungsgericht beherbergt.
Die Schlossanlage selbst ist seither Ruine.
Der Pfarrer und Dichter August Disselhoff soll auf der Arnsberger Schlossruine das Lied "Nun ade, du mein lieb Heimatland" gedichtet haben.
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