Als Schleimünde (dänisch: Sliminde) wird heute die Lotsenhalbinsel bezeichnet, die die Schlei von der Ostsee trennt. Schleimünde ist Standort eines Leuchtturms und eines kleinen Nothafens für Sportboote. Sie gehört zum Kreis Schleswig-Flensburg.
Die Halbinsel ist 112 ha groß und kaum 5 Meter höher als der Wasserspiegel. Bei Hochfluten wird die Insel zuweilen ganz unter Wasser gesetzt. Zum 14,3 Meter hohen Leuchtturm (aus dem Jahr 1871) am Südende der Insel führt ein Damm aus Felsen. Etwas weiter nördlich hiervon liegt 3 Meter über dem Wasser das Lotsenhaus. Am Nothafen für Sportboote gibt es eine kleine Gastwirtschaft, "die Giftbude". Lotsen und auch der Leuchtturmwärter wohnen nicht mehr auf der Insel. Das Feuer wird von Travemünde aus ferngesteuert und überwacht. Der größte Teil der Insel ist heute ein Vogelschutzgebiet mit einer Schutzhütte für den Vogelwart, der ca. 8 Monate im Jahr auf Schleimünde Dienst tut.
Die Strandwalllandschaft in der Schleimündung ist seit der letzten Eiszeit in ständiger Veränderung ihrer Form entstanden. Das Gebiet ist aus Sedimenten aufgebaut, die durch Meeresströmungen vor allem vom südlich gelegenen Schönhagener Kliff abgetragen wurden. Der ständige Wechsel von Anlandung und Abtrag (bei Sturmfluten), von Dünenneu und -rückbildung hat hier einen der wenigen noch intakten natürlichen Bereiche der deutschen Ostseeküste geschaffen.
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