Schlauch mit Kupplung.jpg Schlauch bezeichnet eine flexible Leitung zur Förderung fester, flüssiger und gasförmiger Stoffe. Wird ein Schlauch mit Kupplungen versehen, spricht man von Schlauchleitung.
Bei der einen werden die Schläuche direkt mit einem Werkzeug hergestellt. Es kommt der fertige Schlauch aus dem Extruder. Diese Schläuche sind in der Regel innen und außen glatt. Man spricht von Glattschläuchen. Pneumatikschläuche werden z.B. auf diese Weise hergestellt, aber auch viele Kunststoffolien, die erst als Blasfolienschläuche hergestellt und dann der Länge nach aufgeschnitten zur Folie werden. Viele auf diese Weise hergestellte Schläuche sind mit einer Gewebeinlage verstärkt.
Bei einer anderen Technik wird nicht der komplette Schlauch extrudiert, sondern ein Endlosprofil, das dann spiralförmig aufgewickelt und entlang der Kante verschweißt wird. Diese Schläuche sind innen und außen oft mehr oder weniger gewellt, je nach Profilform. Oft werden diese Schläuche durch Gewebeeinlagen, Drahtspiralen oder Kunststoffspiralen verstärkt.
Bei Kunststoffschläuchen ist das Verschweißen meist ein Schritt in der Herstellung. Bei extrudierten Schläuchen wird das extrudierte Profil zu einem Schlauch verschweißt. Siehe Oben. Bei Folienschläuchen werden bereits vorgefertigte Kunststoffolien (Breite im Zentimeterbereich) spiralförmig aufgewickelt und überlappend verschweißt. Meist werden diese Schläuche mit einer Stahl- oder Kunststoffspirale verstärkt. Eine oder mehrere Lagen Material werden hier zu einem Schlauch vulkanisiert. Die Schläuche bestehen aus einer Seele (Innenlage) mit den benötigten Eigenschaften, einem Trägermaterial darüber und einer weiteren Schicht auf der Außenseite als mechanischem Schutz. Je nach Anforderung können Aufbau und Zusammensetzung stark variieren. Durch die Auswahl der Materialien kann man so Schläuche für fast alle Ansprüche herstellen. Die Schläuche werden meist erst auf einem Dorn gewickelt und dann vulkanisiert. Anschließend wird der Dorn wieder entfernt. Die Materialien werden spiralförmig oder der Länge nach zu einem Schlauch vernäht.| Anwendung | Materialien |
| Gartenschlauch | Kunststoff, Gummi, Kunstfasern |
| Isolierung für elektrische Leitungen | Kunststoff, Gummi |
| Sanitärarmaturen | Metall, Gummi, Kunststoff |
| Wärmedämmung für Heizungsrohre | Kunststoff |
| Hydraulikanlagen | Metall, Gummi |
| Betonpumpen | Metall, Gummi, Kunststoff |
| Gasanlagen | Gummi, Naturfasern, Kunststoff |
| Gasabsaugung | Naturfasern, Kunststoff, Gewebe |
| Schüttguttransport | Gummi, Kunststoff, Metall |
| Feuerwehr | Gummi, Kunstfasern, Naturfasern, Metall (Saugschlauch) |
Auch beim Auto und sonstigen Fahrzeugen sind Schläuche an vielen Stellen unverzichtbar. Beispiele:
Bei all diesen Belastungen müssen Schläuche flexibel bleiben, dürfen sich nicht zusammenziehen oder ausdehnen, nicht verspröden oder erweichen und müssen resistent gegen chemische Einflüsse sein.
Der Durchmesser eines Schlauches beeinflusst nur die Durchflussmenge; nicht jedoch den Druck. Letzterer nimmt mit zunehmender Länge des Schlauches ab.
Eine der wichtigsten mathematischen Größen eines Schlauches ist der sogenannte Druckverlust. Bei jeder Förderung durch einen Schlauch entstehen Reibungsverluste, die bei der Auslegung berücksichtigt werden müssen.
Diese Reibungsverluste sind abhängig vom Fördergut, dem Schlauchdurchmesser, der Fördergeschwindigkeit, der Oberflächenbeschaffenheit der Schlauchwand, und sehr stark von der Verlegungsform. Ein gerade verlegter Schlauch erzeugt einen erheblich geringeren Druckverlust als einer, der in vielen Bögen verlegt ist.
Bei einseitig offenen Schläuchen wirkt auf den Schlauch nur der Druckverlust. Er ist dann fast unabhängig vom Druck, den das Fördergerät (z.B. eine Pumpe) erzeugen kann.
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