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Fountain Paint Pots in Yellowstone-750px.JPG | Mud Pot.jpg

Ein Schlammtopf (auch Schlammsprudel, teilweise irrtümlich auch als Schlammvulkan bezeichnet, englisch mud pot), ist eine heiße Quelle, welche in geothermal aktiven Gebieten bei schwachem Grundwasserzufluss entsteht.

Grundwasser speist die Quelle; ein großer Teil davon verdampft, das restliche Wasser steigt zusammen mit überhitztem Wasserdampf und vulkanischen Gasen an einer Stelle zur Oberfläche auf, wo der Boden reich an Vulkanasche (→ Asche), Ton oder anderen feinen Partikeln ist, die sich mit Wasser zu Schlamm vermischen. Schlammtöpfe stellen somit besondere Erscheinungsformen der Solfataren dar und sind Anzeichen für eine geringe, abklingende vulkanische Aktivität (Postvulkanismus). Die vulkanischen Atmungen (Exhalation) von Fumarolen enthalten im Vergleich zu denen von Schlammtöpfen geringere Mengen an Wasserdampf, es kommt daher nicht zur Bildung von Schlamm.

Der Schlamm nimmt die Gestalt einer zähflüssigen, durch den Wasserdampf häufig blubbernd kochenden Suspension an. Der kochende Schlamm wird häufig über die Ränder gespritzt und so entstehen vulkanförmige Kegel von gewöhnlich nicht mehr als 1 bis 2 Meter Höhe, die oft auch als Schlammvulkan bezeichnet werden. Der Vulkanschlamm ist im Allgemeinen von weißer bis grauer Färbung, manchmal treten auch rote oder rosa Kleckse auf, die durch Eisen erzeugt werden. Quellen mit solchen bunten Farben werden auch paint pots (Farbtöpfe) genannt.

In den geothermal aktiven Gebieten des Yellowstone-Nationalparks finden sich einige bemerkenswerte Beispiele für Schlammtöpfe.

Siehe auch


Weitere postvulkane oder mit Thermalquellen in Zusammenhang stehende Erscheinungen:

Vulkanismus

Solfatara | Mud pot | Solfatara | Solfatare | Solfatara

 

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