Die Schlacht bei Torgau war am 3. November 1760 die letzte große Schlacht des Siebenjährigen Krieges. Süptitz_Denkmal.jpg Sachsen war von der Reichsarmee besetzt. Die Österreicher unter Generalfeldmarschall Leopold Joseph Graf Daun wollten bei Torgau Anschluss an die Reichsarmee finden. Daun hatte sich auf den Süptitzer Höhen mit ca. 33.000 Mann und ca. 400 Kanonen festgesetzt. Der Ort war gut gewählt. Waldungen, Verhaue, Gräben, Teiche und Moräste machten jeden Angriff schwierig und verlustreich.
Friedrich II. brauchte aber Sachsen als Drehscheibe für den Nachschub und als Winterquartier für seine Armee. Friedrich II. versuchte hier ein neue Taktik. Um seinen Plan durchführen zu können, teilte er seine Truppen auf. Er führte drei Korps durch die Wälder, um die Höhe zu umgehen, und von Norden die Österreicher anzugreifen.
Währenddessen marschierte Hans Joachim von Zieten mit dem 4. Korps auf den Süden der Höhe zu. Der Angriff der Truppen vom Norden und vom Süden sollte gleichzeitig beginnen.
Zieten griff zu früh an und stieß auf das Kavalleriekorps St. Ignons, welches gefangen genommen wurde. Dieser frühe Angriff wäre fast zur Katastrophe geworden. Friedrich griff jetzt die Höhe auch an, obwohl der größte Teil seiner Korps noch nicht angekommen war.
Als die Kavallerie endlich eingriff, wurde sie von den Österreichern zurückgeworfen. Der zweite Angriff war erfolgreicher. Die österreichische Infanterie wurde auseinandergesprengt. Die österreichischen Reiterei machte den Erfolg aber wieder zunichte.
Inzwischen versuchte Friedrich II. von Norden her mit 10 Bataillonen einen Angriff, der blutig endete. Das Kanonenfeuer von 400 österreichischen Kanonen verursachte innerhalb einer Stunde den Verlust von 5.000 preußischen Grenadieren.
Nach dem Eintreffen der Hauptkolonne griff Friedrich ein zweites Mal vergebens an. Daun setzte jetzt seine Kavallerie ein, die die Preußen in die Wälder zurücktrieb.
Zwischenzeitlich war Daun am Fuß verwundet worden und ließ sich in Torgau behandeln. Das Kommando der kaiserlichen Armee wurde von General Adolf von Buccow übernommen. Friedrich II., dem zwei Pferde unter dem Leib weggeschossen worden waren, war ebenfalls verwundet und glaubte, da er keine Nachricht von Zietens Kampfhandlungen erhielt, die Schlacht verloren. Daun sandte durch seinen Generaladjutanten von Rothschütz eine voreilige Siegesdepesche an Kaiserin Maria Theresia nach Wien.
Aber in der Dämmerung wendete sich das Blatt. Zietens Kolonne eroberte um 18 Uhr die große Batterie der Österreicher. Zieten ließ die Kanonen wenden und beschoss die Österreicher. Zwei Versuche, die Kanonen zurückzuerobern, scheiterten.
Der Sieg der Preußen stand gegen 21 Uhr fest. Aber es war ein teurer Sieg. Mit 16.751 Mann verloren die Preußen fast 40% ihrer Armee, die Österreicher mit 15.200 Mann nur 31%. Die Schlacht war die modernste und die blutigste Massenschlacht des 18. Jahrhunderts.
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Battle of Torgau | Slaget ved Torgau | Bătălia de la Torgau | 托爾高戰役
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