In der Schlacht bei Riade kämpften im Jahre 933 ein Aufgebot unter Befehl König Heinrich I. gegen ein größeres Heer von Magyaren(Ungarn). Der genaue Ort der Schlacht ist heute nicht mehr bekannt. Es wird vermutet, dass sie bei dem Kalbsriether Ortsteil Ritteburg an der Mündung der Helme in die Unstrut stattgefunden hat. Im Widerspruch dazu reklamiert eine Gedenktafel im Kurpark von Bad Dürrenberg an der Saale diesen Ort als den Platz, auf dem die Schlacht bei Riade stattgefunden haben soll. Am wahrscheinlichsten ist das Schlachtfeld jedoch um Riethgen (auch Riedchen) bei Weißensee/Thüringen zu lokalisieren. Dafür spricht unter anderem auch der Flurname „in der Hunne“ oder „Hunnenfeld“, benannt nach denen so im Volksmund genannten Ungarn.
Die Orte welche für sich in Anspruchnehmen Riade zu sein, haben allerdings Widukinds Schlachtenbericht nicht gelesen, darin steht explizit, daß König Heinrichs Heer bei Riade lagerte, aber die Schlacht bei der Burg des Wido, der ja von den Ungarn belagert wurde, stattfand: Ergo ist das Schlachtfeld dort zu suchen und nicht in Riade!!!
Die Armee der Magyaren bestand aus leichter Reiterei. Es waren hervorragende Bogenschützen, deren Taktik darin bestand, in kleinen Gruppen auf den Feind zuzustürmen, tödliche Pfeile abzuschießen und dann genauso schnell wieder zu verschwinden. Bisher war diese Taktik der Magyaren immer erfolgreich. Heinrich setzte seine in den Ungarnkriegen entwickelte Taktik dagegen: Leichte bäuerliche Reiterei, mit nur einigen Panzerreitern dazwischen, forderte die Armee der Magyaren zum Angriff heraus. Diese folgten und fanden sich alsbald inmitten der zweiten Welle Panzerreiter wieder. Die Panzerreiter waren zwar schwerfällig, aber in der Wucht ihres Angriffs erdrückend. Die Pfeile der Magyaren waren gegen sie ziemlich wirkungslos. Auf dem bei Weißensee gelegenen Kains(Kaisers)- bzw. Königsberg soll Heinrich sein Heer befehligt haben und gleichzeitig den Vorteil der umliegenden Sümpfe gegen die Ungarn genutzt haben. Die Reiterei der Magyaren konnte durch die Sümpfe nicht vorankommen und die vom Berg stürmenden Truppen Heinrichs konnten ihren Angriff erfolgreich durchführen.
Nach der verlorenen Schlacht gelang es großen Teilen der Magyaren-Armee zu entkommen. Ihr Lager wurde von der Armee König Heinrichs eingenommen und die meisten Gefangenen konnten befreit werden.
Die Bedeutung der Schlacht ist darin zu sehen, daß den Ungarn erstmalig ihre jährlichen Beutezüge nach Mitteldeutschland verwehrt wurden. Zur Entscheidungsschlacht kam es erst im Jahre 955 auf dem Lechfeld unter dem Sohn Heinrichs, Otto I..
Der sächsische Geschichtsschreiber Widukind von Corvey überlieferte einen Schlachtbericht.
Ungarnkriege (Schlacht) | Schlacht (Deutschland) | Schlacht (Ungarn) | 933
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