| Schlacht bei Isandhlwana | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konflikt | Zulukrieg | ||||||||||||||
| Datum | 22. Januar 1879 | ||||||||||||||
| Ort | bei Isandhlwana | ||||||||||||||
| Ausgang | Sieg der Zulu | ||||||||||||||
| Beteiligte | |||||||||||||||
| Zulu | Britisches Empire |
| Kommandanten / Befehlshaber | |
|---|---|
| Ntshingwayo Khoza | Lord Chelmsford |
| Stärke | |
| 22000 Mann | 1400 Mann |
| Verluste | |
| 3000 Mann | 52 Offiziere, 1277 weitere Soldaten |
Die Schlacht bei Isandhlwana war die erste und gleichzeitig eine der größten Schlachten im Zulukrieg (1879) zwischen dem britischen Empire und der der Zulu-Nation. Eine Streitmacht von etwa 22.000 Zulu besiegte eine deutlich kleinere britische Abteilung, die dabei völlig aufgerieben wurde.
Der britische Generalleutnant Lord Chelmsford hatte Anfang Januar 1879 vom britischen Natal aus mit etwa 5.000 regulären Truppen und 8.000 Hilfstruppen die Grenze zum Zululand überschritten. Diese waren in drei Abteilungen aus jeweils zwei Bataillonen organisiert, wobei Chelmsford die mittlere kommandierte. Diese Abteilung schlug nach der Überquerung des Grenzflusses ihr Lager bei Isandhlwana auf. Ihnen entgegen hatte König Cetshwayo die Hauptarmee der Zulus entsandt. Am 21. Januar erhielt Chelmsford Nachricht von den Truppenbewegungen der Zulu und entschied sich am Morgen des 22., ihnen mit einem seiner beiden Bataillone zur Aufklärung im hügeligen Terrain entgegenzuziehen, während das andere, unterstützt von einer hinzugezogenen Abteilung Kavallerie und Hilfstruppen, das Lager bewachte. Tatsächlich befand sich aber die Zuluarmee in ihrer Gesamtstärke wesentlich näher am Lager, als von Chelmsford angenommen. Bei Ausbruch der Schlacht gegen Mittag des 22. Januar befand er sich zu weit entfernt, um eingreifen zu können, den Schlachtenlärm interpretierte er fälschlicherweise als Schießübungen. So standen die etwa 1.400 zurückgelassenen Soldaten einer mehr als zehnmal so starken Zulustreitmacht gegenüber. Die Briten formierten sich zu einer fast zwei Kilometer langen Schützenlinie, während die Zulus in voller Gefechtsformation angriffen. Die regulären Truppen konnten mit ihrem gezieltem Feuer den Ansturm der Zulus eine zeitlang abwehren, während die Hilfstruppen mangels Gewehren schnell die Flucht ergriffen. Die Briten zogen sich daraufhin und bei einsetzender Munitionsknappheit in Richtung des Lagers zurück, wurden aber von den Zulus teils ausflankiert, teils eingeholt und im Handgemenge Speer gegen Bajonett niedergemacht. Bei seiner Rückkehr bei Einbruch der Dunkelheit fand Chelmsford ein Leichenfeld vor. Mehr als 1.300 Verteidiger waren gefallen, während etwa 3.000 Zulukrieger den Angriff mit ihrem Leben bezahlten.
Obwohl die Schlacht eine katastrophale Niederlage für die Briten war, konnte sie am Ausgang des Feldzugs nichts ändern. Der Sieg der Zulus gegen die besser ausgerüsteten und gut ausgebildeten Truppen der Briten war teuer erkauft und konnte von diesen durch Verstärkungen innerhalb weniger Monate ausgeglichen werden. Die Schlacht bleibt dennoch in Erinnerung als eine der vollständigsten Niederlagen einer britischen Feldabteilung überhaupt.
Die Ereignisse um die Schlacht von Isandhlwana wurden 1978 in dem Film "Die letzte Offensive", mit Peter O´Toole in der Rolle des Lord Chelmsford, verfilmt.
Schlacht | Schlacht (Großbritannien) | Schlacht (Südafrika) | Zulu | 1879
Slag van Isandlwana | Battle of Isandlwana | Batalo de Isandhlwana | Batalla de Isandhlwana | קרב איסאנדלוואנה
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