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Scandinavia in 1219.GIF In der Schlacht bei Bornhöved besiegte am 22. Juli (Tag der Hl. Maria Magdalena) 1227 ein Koalitionsheer unter Adolf IV. von Schauenburg und Holstein den dänischen König Waldemar II.

Mit der schweren Niederlage Waldemars zerbrach das dänische Großreich an der Ostsee; die Grenze zwischen Dänemark und dem Heiligen Römischen Reich verschob sich im Nordwesten wieder von der nördlichen Elbe zurück an die Eider, wo sie bis 1806 blieb.

Waldemar der Siegreiche und sein Vorgänger Knut VI. hatten in den Jahrzehnten vor der Schlacht den dänischen Herrschaftsbereich erheblich ausgeweitet. Sie hatten Holstein und Stormarn, die Städte Hamburg, Lübeck und Ratzeburg sowie die Küste Pommerns mit Rügen erobert. Ebenso vertrieben sie die seit 1111 mit der Grafschaft Holstein belehnten Schauenburger.

Mit einer Koalition aus norddeutschen Adligen (darunter auch dem Bremer Bischof Gebhard II. zur Lippe), Lübecker Bürgern und Dithmarschern (wobei die letztgenannten ursprünglich vom dänischen König rekrutiert worden waren, um dann aber unmittelbar vor der Schlacht zu ihren deutschen Landsleuten überzulaufen und der Schlacht die entscheidende Wendung zu geben), gelang es Adolf IV., sein Stammland Holstein zurückzuerobern. Das blutige Gefecht gilt dabei als eine der letzten großen Ritterschlachten des Mittelalters. Auch in Pommern fielen bis auf Rügen alle dänischen Eroberungen an das Heilige Römische Reich zurück.

Die deutschen Truppen stellten sich laut Ausweis der Quellen folgendermaßen zusammen: 2.000 Ritter, 1.000 leichte Reiter, 5.000 Fußsoldaten, 3-4.000 Landsknechte und Bogenschützen sowie zusätzlich gut 1.000 Dithmarscher, die vorwiegend als Nahkampf-Infanteristen eingesetzt wurden.

Insgesamt - mit dem Dithmarscher Kontingent - verfügte die Fürstenkoalition also über zwischen 11.000 und 12.000 Mann.

Der dänische König hatte die folgenden Truppen zur Verfügung: 3.000 Ritter, 5.000 Fußsoldaten, 5.000 Landsknechte und 1.000 Bogenschützen vorwiegend aus Südschweden (wohl aus Schonen).

Ohne das Dithmarscher Kontingent zählte das königliche Heer also etwa 14.000 Mann.

Die Verluste bei den norddeutschen Truppen beliefen sich auf etwa 3.000 Tote und etwa 1.000 Verletzte, die ihren Wunden später erlagen. Bei den Dänen waren es sogar 6.000 Tote und 2.000 Verletzte, die an ihren Wunden starben. Die meisten Toten waren wohl unter den Infanteristen zu beklagen, während insgesamt "nur" etwa 90 Ritter umkamen. Allerdings wurden um die 60 (63?) dänischen Ritter mit ihrem Gefolge gefangen genommen und erst später gegen Lösegeld freigelassen.

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