Die Seeschlacht bei Abukir war eine der militärisch entscheidenden Schlachten im Rahmen der Koalitionskriege gegen Napoleon. Sie fand am 1. und 2. August 1798 vor der Küste von Abukir, einer ägyptischen Hafenstadt etwa 15 km nordöstlich von Alexandria, statt. Dabei vernichtete eine britische Kriegsflotte unter dem Kommando von Admiral Nelson die von Comte Brueys kommandierte französische Flotte, die zuvor das Expeditionsheer Napoleons nach Ägypten gebracht hatte, in einem Überraschungsangriff fast vollständig.
Mit diesem Sieg sicherten die Briten ihre Seeherrschaft im Mittelmeer, die im Laufe der 1790er Jahre scheinbar verloren gegangen war. Die Bedeutung der Schlacht wird daher in der militärischen Schifffahrtsgeschichte nur noch mit dem Sieg der Japaner über die Russische Flotte in der Schlacht von Tsushima verglichen.
1795 wurden die Niederlande von der französischen Armee besetzt und kontrolliert. Preußen und Spanien schlossen im selben Jahr einen Friedensvertrag mit Frankreich. Unter französischem Druck erklärte Spanien im August 1796 Großbritannien sogar den Krieg. Damit waren die spanischen Häfen an der Atlantikküste und im Mittelmeer für die Royal Navy nicht mehr zugänglich. 1797 musste schließlich Österreich nach mehreren Niederlagen mit Frankreich Frieden schließen. Großbritannien war damit 1798 das einzige einflussreiche europäische Land, das sich noch im Krieg mit der französischen Republik befand. Zu seinen Verbündeten zählten nur noch Portugal, das wenig einflussreiche Königreich von Neapel-Sizilien und die Insel Malta. Russland verhielt sich neutral.
Britische Kriegsschiffe waren seit ca. 1650 ununterbrochen im Mittelmeerraum präsent gewesen. Im Oktober 1796 zog Großbritannien seine Kriegsschiffe jedoch von dort ab, da die britische Regierung zunehmend einen direkten Angriff Frankreichs befürchtete. Zum Schutz gegen eine französische Invasion patrouillierte ein Teil der Royal Navy im Kanal. Ein weiterer Teil kreuzte vor den französischen Marinebasen Brest und Rochefort sowie vor dem spanischen Cádiz, um eine auslaufende französische Flotte rechtzeitig abfangen zu können. Die übrigen Teile der Royal Navy schützten entweder die Häfen der Kolonien in Übersee oder die Handelsflotten.
Außer dem an der Meerenge zum Mittelmeer gelegenen Gibraltar hatte Großbritannien 1798 keine Marinestützpunkte im Mittelmeerraum.
Das Direktorium Frankreichs, hatte - wie von der britischen Regierung befürchtet - eine Invasion Großbritanniens erwogen. Napoleon dagegen war dies zu riskant; er erwog stattdessen, die konkurrierende britische Großmacht zu schwächen, und plante dazu, Indien militärisch zu bedrohen und den regen Osthandel zu unterbrechen. Dies hätte Großbritanniens Fortbestand als Großmacht gefährdet. Als erster Schritt dazu sollte das unter osmanischem Einfluss stehende Ägypten besetzt werden. Von dort aus wollte er die Briten aus allen erreichbaren Besitzungen vertreiben und eine Aufmarschbasis für einen Feldzug gegen Indien schaffen.
Dieser Plan überzeugte Charles de Talleyrand, den damaligen Außenminister des Direktoriums. Denn eine Besetzung Ägyptens erschien leicht zu erringen: Es wurde zwar von einem osmanischen Gouverneur regiert, der aber über keine türkischen Garnisonen verfügte. Widerstand wurde nur von etwa 10.000 Mamelucken erwartet. Deren militärische Stärke lag in der Kavallerie, die damals gegenüber der mit Kanonen ausgerüsteten Artillerie kaum noch militärische Bedeutung hatte. Man konnte eine für diese Expedition ausreichende Truppe aufstellen, ohne Frankreichs militärische Präsenz in Europa nachhaltig zu schwächen.
Nach anfänglichem Zögern billigte das Direktorium Napoleons Plan und beauftragte ihn, seinen Plan durchzuführen, zudem die Landenge von Sues zu durchqueren, um eine französische Dominanz in der Region am Roten Meer zu erreichen, und gemäß der Ideale der Französischen Revolution „das Los der Menschen in Ägypten zu verbessern“.
Am 19. Mai verließ der erste Teil des Expeditionsheeres den Hafen von Toulon. Am 21. Mai schloss sich von Genua aus eine Flotte von 72 Schiffen an. Am 28. Mai stießen von Korsika her 22 Schiffe hinzu, am 30. Mai weitere 56 Schiffe, die von Civita Vecchia aus gestartet waren. Damit war das französische Expeditionsheer komplett und nahm Kurs in Richtung Sizilien. Bereits am 5. Juni umrundete es die Südspitze von Sardinien.
Die Order, die Admiral Nelson von der britischen Admiralität erhielt, nannte diese vier möglichen Ziele und lautete:Warner, S. 148 Nelson wurde ausdrücklich eine Verfolgung der französischen Flotte im gesamten Mittelmeerraum und ins Schwarze Meer erlaubt, sollte sich dies als deren Ziel herausstellen.
Seit April zogen britische Regierungskreise zunehmend auch Ägypten als Ziel des französischen Expeditionsheers in Betracht. Doch bis diese Überlegung Nelson hätte erreichen können, war dieser am 8. Mai schon aus seinem Heimathafen Gibraltar ausgelaufen. Nachrichten mussten per Schiff und durch reitende Boten überbracht werden und benötigten von London nach Gibraltar mehrere Wochen, um ihren Empfänger zu erreichen.
Am 17. Juni ankerte Nelsons Flotte in der Nähe des Hafens von Neapel. Tatsächlich erhielt er dort nicht nur Proviant, sondern von Hamilton auch die Information, dass die französische Flotte in Richtung Malta segelte. Hamilton teilte allerdings nicht mit, dass man vermutete, dass die französische Flotte von dort aus in Richtung Ägypten weiter segeln würde. Obwohl Hamilton diese Möglichkeit in Berichten an die britische Regierung festhielt, war er möglicherweise der Überzeugung, dass ihm dies als bewusste französische Desinformation zugespielt worden war.
In London dagegen war man sich mittlerweile sicher, dass die französische Flotte auf dem Weg nach Ägypten war. Die Wissenschaftler, die auf Einladung Napoleons an der Ägyptischen Expedition teilnahmen, hatten sich als die undichte Stelle erwiesen, die das Ziel der französischen Flotte verrieten. So berichtete beispielsweise der Mineraloge De Dolmineu an den Göttinger Naturwissenschaftler De Luc, dass man für die Expedition Bücher über Ägypten, Persien und Indien sammele. Er teilte ihm auch mit, dass es auch Ziel der Expedition sei, den Handel zwischen Indien und Großbritannien zu unterbrechen. De Luc war allerdings nicht nur Professor der Universität Göttingen sondern auch Mitglied des Hofstaates der britischen Königin Charlotte, der Ehefrau von Georg III.. Die eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten des 18. Jahrhunderts erlaubten es jedoch nicht, Nelson diese Information rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
Nelson erfuhr von der Niederlage Maltas am 22. Juni, als die britische Flotte eine Brigg abfing, die von Ragusa – dem heutigen Dubrovnik – kam und bereits über den Fall von Malta informiert war. Der Kapitän der Brigg gab jedoch an, Napoleon hätte Malta bereits am 16. Juni verlassen. Diese Falschinformation führte dazu, dass Nelson während der nächsten Wochen unterschätzte, in wie großer Nähe er sich bereits zur französischen Armada befand. Mediterranean rel82.jpg Nelson musste nun entscheiden, welches weitere Ziel die französische Flotte nehmen würde. Ein Angriff auf Portugal und Spanien war ausgeschlossen; dazu befand sich die Flotte Napoleons zu weit östlich im Mittelmeer. Denkbare Ziele einer von Malta ablegenden Flotte konnten aber Sizilien oder das Schwarze Meer sein – auch Ägypten bot sich von hier aus als Ziel an. Nach einer Beratung mit seinen Kommandeuren entschied sich Nelson, die französische Flotte vor Alexandria zu suchen. Ausschlaggebend für die Entscheidung, in Richtung Alexandria zu segeln, waren die Windverhältnisse und die Nähe zu Sizilien. Nelson war sich sicher, dass ihn Nachrichten über einen Angriff der Franzosen auf Sizilien bereits erreicht hätten, wäre dieser erfolgt.
Die Windverhältnisse standen für Nelson günstig; während der nächsten sechs Tage legte er mitunter bis zu 150 Seemeilen innerhalb von 24 Stunden zurück. Militärhistoriker vermuten, dass Nelson bereits am 22. Juni nur noch einen Abstand von 30 Seemeilen zur französischen Flotte hatte und an ihr in der folgenden Nacht vorbeisegelte. In den Logbüchern der britischen Flotte ist tatsächlich festgehalten, dass man am Horizont die Masten von vier Schiffen entdeckte, die man wenig später als vier Fregatten identifizierte. Obwohl einige der britischen Kommandeure die entdeckten vier Fregatten als eindeutiges Anzeichen einer in der Nähe segelnden großen Armada ansahen, gab Nelson die Anweisung, diese nicht weiter zu verfolgen, sondern mit größtmöglicher Geschwindigkeit weiter in Richtung Alexandrien zu segeln. Diese Entscheidung Nelsons, die auf Unverständnis bei seinen Kommandeuren traf und auch aus heutiger Sicht schwer nachvollziehbar ist, ist vermutlich auf die fehlenden Fregatten in Nelsons Flotte zurückzuführen. Ohne diese schnellen Schiffe war Nelson nicht in der Lage, eine hinreichende Aufklärung zu betreiben.
Am 28. Juni erreichte die britische Flotte den Hafen von Alexandria – von der französischen Flotte war allerdings nichts zu sehen. Thomas Hardy legte mit der Mutine im Hafen an und kam mit schlechten Nachrichten zurück. Der Kommandant der osmanischen Festung hatte erklärt, dass er bisher keinerlei französische Flotte gesehen hätte und dass sich Frankreich nicht im Krieg mit dem osmanischen Reich befände. Entsprechend dem damaligen Gewohnheitsrecht gestattete der Kommandeur der britischen Flotte, sich mit Trinkwasser zu versorgen. Er forderte sie jedoch auch auf, den Hafen binnen 24 Stunden wieder zu verlassen. Nelson kam zu der Überzeugung, eine Fehlentscheidung getroffen zu haben. Er ließ seine Flotte in Richtung Antalya weitersegeln. Nur 24 Stunden später legte die französische Flotte östlich von Alexandrien an und wenig später betraten die ersten französischen Truppen ägyptischem Boden.
In den nächsten Tagen fing Nelsons Flotte jedoch vor der griechischen Küste mehrere Handelsschiffe ab. Befragungen der Schiffsbesatzungen ergaben ein genaueres Bild der französischen Flottenbewegungen der letzten vier Wochen und bei Nelson verdichtete sich die Gewissheit, dass sich die französische Flotte irgendwo vor der Küste Syriens befinden musste – einem Gebiet, das nach damaligem Verständnis auch den Bereich des heutigen Israels und Libanons umfasste. Am 29. Juli ließ Nelson seine Flotte erneut in Richtung Alexandrien segeln. Am 1. August erreichte man ein zweites Mal den Hafen von Alexandrien. Im Hafen befanden sich wie am 30. Juni erneut keine französischen Schiffe, ein Posten konnte jedoch von seinem Ausguck auf der Goliath Mastspitzen in östlicher Richtung sehen. Wenig später wurde seine Sichtung vom Posten auf der Zealous bestätigt.
Die Abukir-Bucht erstreckt sich in einem Halbkreis über eine Breite von 16 Meilen, von Kap Abukir bis zur Rosettamündung des Nils. Dort wo die antike Stadt Kanopus lag, befand sich das damalige Dorf Abukir. Die Küste fällt hier langsam in das Mittelmeer ab. Deshalb musste die französische Flotte 3 Meilen seewärts verankert werden. Der einzige natürliche Schutz bestand aus der kleinen Abukir-Insel und einigen Felsen und Sandbänken.
Die französische Flotte war in einer Linie zu Küste verankert. Eine solche Aufstellung verwandelte die Flotte in eine lang gestreckte schwimmende Küstenbatterie, die von der Abukir-Insel aus verlief. Die Landenge zwischen der Abukir-Insel und dem Festland hielt Brueys aufgrund unzureichender Seekarten für unpassierbar. Er war außerdem der Überzeugung, dass er seine Schiffe so dicht an der Küste geankert hätte, dass Kriegsschiffe hinter seiner Linie keinen ausreichenden Manövrierraum finden würden.
| Franzosen | Kanonen | Kapitän | - | Le Guerrier | 74 | Jean François Trullet |
| Le Spartiate | 74 | Maurice Emeriau | ||||
| L'Aquilon | 74 | Thévenard † | ||||
| Le Peuple Souverain | 74 | Raccord | ||||
| Le Franklin | 80 | Armand-Simon-Marie de Blanquet du Chayla | ||||
| L'Orient (Flaggschiff) | 120 | Comte Brueys †; Louis de Casabianca † | ||||
| Le Tonnant | 84 | Aristide Aubert Dupetit-Thouars † | ||||
| L'Heureux | 74 | Etienne | ||||
| Le Timoléon | 74 | Trullet | ||||
| Le Mercure | 74 | Cambon | ||||
| Le Guillaume Tell | 80 | Pierre de Villeneuve | ||||
| Le Généreux | 74 | LeJoille | ||||
| La Sérieuse | 36 | Martin | ||||
| L'Artermise | 36 | Estandlet | ||||
| La Justice | 40 | Villeneuve | ||||
| Le Conquérant | 74 | Jean Dalbarade | ||||
| La Diane | 48 | Denis Decrès |
| Engländer | Kanonen | Kapitän | - | HMS Goliath | 74 | Thomas Foley |
| HMS Zealous | 74 | Samuel Hood | ||||
| HMS Orion | 74 | James Saumarez | ||||
| HMS Theseus | 74 | Ralph Willett Miller | ||||
| HMS Audacious | 74 | Davidge Gould | ||||
| HMS Vanguard (Flaggschiff) | 74 | Horatio Nelson; Edward Berry | ||||
| HMS Minotaur | 74 | Thomas Louis | ||||
| HMS Defence | 74 | John Strutt Peyton | ||||
| HMS Majestic | 74 | George Blagdon Westcott | ||||
| HMS Leander | 50 | Charles Thompson | ||||
| HMS Culloden | 74 | Thomas Troubridge | ||||
| HMS Swiftsure | 74 | Benjamin Hallowell Carew | ||||
| HMS Mutine | 18 | Thomas Hardy | ||||
| HMS Alexander | 74 | Alexander Ball | ||||
| HMS Bellerophon | 74 | Henry Darby |
Das britische Geschwader hatte indessen den stehenden Befehl, dass einem vor Anker liegenden Gegner keinerlei Zeit für die Vorbereitung gegeben werden sollte; trotz der Tageszeit begann sofort der Angriff. Um 15 Uhr wurde das Signal "Klar zum Gefecht" gehisst. Um 17:30 Uhr standen die britischen Schiffe aus Nordwest kommend in Kiellinie querab von der Abukir-Insel. Die Schlacht begann kurz nach 18 Uhr, als das Tageslicht schon nachließ.
Foley, der die Goliath kommandierte, hielt anders als der französische Admiral Brueys die Landenge zwischen der Abukir-Insel und der Festlandküste für manövrierbar. Er besaß möglicherweise einen französischen Atlas, der nur zwanzig Jahre alt war und die Tiefen in der Bucht angab. Auch dass die französische Flotte in der Lage gewesen war, die Schiffe in einer langen Linie vor der Küste zu verankern, ließ Foley darauf schließen, dass hinter der französischen Linie das Wasser noch eine ausreichende Tiefe hatte, um sein Schiff dort zu manövrieren. Foleys mutige und schnelle Entscheidung, die französische Linie nach innen zu durchbrechen, war genau die Initiative, die Nelson von seinen Kommandanten erwartete; sie bestimmte den ganzen Verlauf der Schlacht. Der Goliath folgten die britischen Schiffe Zealous, Audacios, Orion und Theseus, während der Rest der Flotte in Kiellinie von See aus angriff, was die Wucht des Angriffes verdoppelte.
Nelson erläuterte später Lord Howe seine Taktik:
Das sich weiter ausbreitende Feuer auf der L’Orient ließ eine Explosion des Munitionslagers befürchten. Die meisten der britischen und französischen Kommandeure, deren Schiffe sich in unmittelbarer Nähe befanden, entschieden sich daher, ihre Anker zu hieven und ihre Schiffe in eine größere Entfernung zur L’Orient zu bringen. Die französischen Schiffe Heureux und Mercure strandeten in Folge dessen an der Festlandküste. Wenig später explodierte die L’Orient; Schiffs- und Leichenteile wurden durch die Wucht der Explosion eine Seemeile weit in der Bucht verstreut und der Lärm der Explosion war bis in das neun Seemeilen weit entfernt liegende Alexandria zu hören. Es war der entscheidende Wendepunkt der Schlacht. Die ersten sechs Schiffe der französischen Linie befanden sich in britischer Hand; Heureux und Mercure feuerten zwar noch ihre Kanonen ab, waren jedoch manövrierunfähig.
Villeneuve an Bord der Guillaume Tell entschloss sich angesichts der hoffnungslosen Lage der französischen Flotte zur Flucht und konnte gemeinsam mit der Généreux und den Fregatten Justice und Diane nach Korfu entkommen. Die mittlerweile mastenlosen Tonnant und Timoléon setzten ihren aussichtslosen Kampf bis in den Nachmittag des 2. August fort; danach gab die Tonnant auf; die Crew der Timoléon dagegen setzte ihr Schiff in Brand und ruderte in den Beibooten an Land, um der Gefangennahme zu entkommen.
Die Engländer beklagten insgesamt 208 Tote und 677 Verwundete. Im britischen Geschwader hatte jedes Schiff schweren Schaden genommen: Culloden war im Verlauf der Schlacht auf Grund gelaufen und die Bellerophon und die Majestic hatten ihre Masten verloren. Alle britischen Schiffe konnten aber wieder repariert werden.
Die hohe Anzahl der Opfer, die diese Schlacht forderte, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Schiffe mit der Breitseite zueinander ankerten und aus größter Nähe aufeinander feuerten. Seeschlachten, die auf offener See geführt wurden, hatten aufgrund der höheren Manövrierfähigkeit in der Regel weniger Opfer zu Folge.
Nelson wurde für seinen Sieg in der Schlacht bei Abukir in den britischen Adelsstand erhoben. Die Ostindische Kompanie, welche von Nelson über den Ausgang der Schlacht informiert wurde, indem er einen seiner Offiziere von Alexandrien aus nach Indien sendete, zeigte ihm gegenüber ihre Dankbarkeit durch ein Geschenk von 10.000 Pfund. Zahlreiche Ehrungen erwies ihm auch das Königreich von Neapel-Sizilien, deren Königin Maria Karolina - eine Schwester der hingerichteten französischen Königin Marie Antoinettes - eine entschiedene Gegnerin der französischen Republik war.
Für die Karriere von Napoleon Bonaparte blieb die verheerende französische Niederlage von Abukir nahezu folgenlos. Sie wurde von dem Triumph der erfolgreichen ägyptischen Expedition in den Schatten gestellt.
Ein literarisches Denkmal fand die Seeschlacht auch in Felicia Hemans Gedicht „Casabianca“, dass vielen Briten vor allem wegen seiner ersten, häufig parodierten Zeile „The boy stood on the burning deck“ bekannt ist. Es schildert den Tod des erst zwölfjährigen Sohnes von Louis de Casabianca, der auf dem von seinem Vater kommandiertem franzsösischem Flaggschiff „L’Orient“ Dienst tat und während der Explosion des Schiffes ums Leben kam.
Ein Denkmal, dass an die Seeschlacht von Abukir erinnern soll, befindet sich in der Nähe von Stonehenge. Es besteht aus einer Vielzahl kleiner Birkenhaine, die als „Nile Clumps“ bezeichnet werden. Nach lokaler Legende repräsentieren jeder der Birkenhaine ein Schiff der französischen und britischen Flotte dar. Die Anpflanzung soll auf Emma Hart, die spätere Geliebte Admirals Nelsons zurückzuführen sein. Sie freundete sich nach Nelsons Tod mit der Marquess of Queensbury, einer örtlichen Großgrundbesitzerin an und überzeugte sie gemeinsam mit Thomas Hardy, dieses ungewöhnliche Denkmal zu pflanzen. Nicht alle Birkenhaine stehen mehr. Die meisten befinden sich heute auf Land des Stonehenge Historic Landscape, dass dem britischen National Trust gehört. Zur Zeit bestehen Pläne, einige dieser Birkenhaine wieder anzupflanzen.
Am 18. April 2005 erhielten die in dem Grab gefundenen Toten ein militärisches Ehrenbegräbnis durch die Mannschaft des britischen Schiffs HMS Chatham, das sich zu dieser Zeit in ägyptischen Gewässern aufhielt.
Seeschlacht | Schlacht (Frankreich) | Schlacht (Großbritannien) | Schlacht (Ägypten) Koalitionskriege (Schlacht) | 1798
الحملة الفرنسية على مصر | Battle of the Nile | Batalo de Abukiro | Batalla del Nilo | Abukirin taistelu | Bataille d'Aboukir (1798) | קרב הנילוס | Battaglia di Abukir | ナイルの海戦 | Slag op de Nijl | Batalha do Nilo | Slaget vid Nilen
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