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Wappen Karte
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Wappen
Lage der kreisfreien Stadt Bielefeld in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Regierungsbezirk Detmold
Kreisfreie Stadt: Bielefeld
Geografische Lage:
Höhe: 94 m ü. NN
Fläche: 10,95 km²
Einwohner: 41.647 (31. Januar 2004)
Bevölkerungsdichte: 3.787 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 33609
(alt: 4800)
Vorwahl: 0521
Kfz-Kennzeichen: BI
Stadtbezirksgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Niederwall 23
33602 Bielefeld
Offizielle Website: www.bielefeld.de/de/bz/sch
E-Mail-Adresse: info@bielefeld.de
Politik
Bezirksvorsteher: Detlef Knabe (SPD)
Schildesche ist ein zentraler Stadtbezirk von Bielefeld, direkt nördlich vom Stadtzentrum gelegen.

Geografie


Schildesche liegt im Ravensberger Hügelland nördlich des Teutoburger Waldes auf einer Höhe von 94 m ü. NN.

Stadtbezirksgliederung

Schildesche besteht aus den Ortsteilen Schildesche, Gellershagen und Sudbrack.

Nachbarorte

Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn grenzt Schildesche an die die Stadtbezirke Jöllenbeck, Heepen, Mitte, Gadderbaum und Dornberg.

Geschichte


Im Jahr 939 gründet die adlige und kinderlose Witwe Marswidis, mit der Einwilligung des Bischofs Dudo von Paderborn, ein Frauenkloster. Da sich um dieses Kloster eine Siedlung bildete, wird dies als Gründung von Schildesche angesehen.

König Otto I. und Kaiser Otto II. übernehmen den Schutz für das Kloster, welches Mitte des 13. Jahrhunderts abbrennt. Im Jahr 1244 überträgt Bischof Bernhard IV. von Paderborn dem Grafen Ludwig von Ravensberg die Verwaltung und Gerichtsbarkeit über das Stift Schildesche um die neu erbaute gotische Stiftskirche.

1810 endet die Existenz des Stifts. Es wird, gemäß der im Reichsdeputationshauptschluss festgesetzten Bestimmungen, vom Königreich Westphalen, zu dem Schildesche seit 1807 gehörte, augelöst und sein Grundbesitz wird versteigert. 1813 fällt Schildesche zurück an das Königreich Preußen. Die bis dahin zum Verwaltungsbezirk Schildesche gehörenden Dörfer Laar, Diebrock und Eickum werden 1816 dem Kreis Herford zugeschlagen.

Am 1.April 1901 werden die Bielefelder Kreisbahnen eröffnet. Schildesche erhält eine Bahnverbindung (Schmalspur) nach Bielefeld, Werther und Enger mit Anschluss an die Herforder Kleinbahn. Die Bahn wurde 1954 eingestellt.

1930 verliert Schildesche seine Selbständigkeit durch die Eingemeindung nach Bielefeld.

Die Ortschaft wird am 26. November 1944 während des Luftkrieges durch einen Großangriff auf den benachbarten Schildescher Viadukt schwer beschädigt. Der Höhepunkt der Zerstörungen wird am 14. März 1945 erreicht, als auf den Viadukt eine 10 Tonnen schwere Bombe abgeworfen wird. Als Folge der gewaltigen Detonation starben in Schildesche mindestens 50 Einwohner.

Politik


Bezirksvertretung

Auf Grund der letzten Kommunalwahl 2004 setzt sich die Bezirksvertretung Schildesche wie folgt zusammen:

Bezirksvorsteher

  • Detlef Knabe (SPD)
  • stv.: Ursula Bernecker CDU

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Schildesche an der Stiftskirche.jpg | Schildescher Stiftskirche Südseite.jpg

Bauwerke

  • Ev. Pfarrkirche, ehem. Johannes Baptist. Kirche eines bereits 939 gegründeten Frauenstiftes. Der erste Kirchenbau 960 wurde geweiht. Zur mittelalterlichen Ausstattung gehören ein großer spätgotischer Schnitzaltar und ein spätgotisches Sakramentshäuschen.

  • Alte kath. Pfarrkirche (jetzt Neuapostolische Gemeinde). Die turmlose Saalkirche, die im Inneren ein Kreuzrippengewölbe in gotisierenden Formen aufweist, wurde 1688 begonnen. Die ursprüngliche barocke Ausstattung befindet sich jetzt großenteils in der neuen katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist (siehe dort).

  • Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Erbaut 1911/12 in neugotischen Formen. Der Erweiterungsbau stammt von 1967. In der Kirche finden sich einige ältere Ausstattungsstücke, darunter ein um 1700 Beichtstuhl. Der etwa gleichzeitig entstandene, ursprünglich für die alte katholische Pfarrkirche geschaffene Hochaltar befindet sich seit 1951 als Leihgabe in der Paderborner Kapuzinerkirche.
  • Im Ortskern sind noch mehrere ältere Fachwerkhäuser vorhanden, darunter:
    • An der Stiftskirche 12 - (Welscher) Speicherähnlicher Bau, das Erdgeschoss massiv, 1708 errichtet.
    • An der Stiftskirche 14 - Zweigeschossiger Fachwerkbau, errichtet 1781.
    • An der Stiftskirche 5 - Traufenhaus des 16. Jh. mit beschnitzten Knaggen und schöner klassizistischer Haustür
    • Huchzermeierstr. 11 - (Ehem. Pfarrhaus), 1771 errichtet.
    • Hermann Schäffer Str. 8 - Dreiständerbau mit altertümlichen Kopfbändern, 1655 bezeichnet.
    • Im Stift 1 - Dreiständerbau von 1769, die Außenwände z.T. massiv erneuert.
    • Im Stift 5 - Dreiständerbau von 1747.
    • Johannisstr. 9 - Dielenhaus von 1708.
    • Johannisstr. 11 - (Erbsenkrug) Zweigeschossiges Traufenhaus von 1711.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Die Stadtbahn Linie 1 fährt auf der ehemaligen Kleinbahntrasse bis zur Endhaltestelle Schildesche. Dort bestehen Busanschlüsse nach Jöllenbeck, Brake, Herford, Heepen und in Richtung Universität. Die Stadtbahn Linie 3 fährt auf der Jöllenbecker Straße bis nach Babenhausen. Außerdem wird Schildesche noch von einer Quartiersbuslinie (entlang der Apfelstraße) und mehreren regulären Buslinien bedient. Schildesche kann daher neben dem Stadtteil Mitte als der am Besten mit dem öffentlichen Personennahverkehr erschlossene Stadtteil Bielefelds gelten.

Persönlichkeiten


Literatur


  • Ulrich Andermann (Hrsg.): Stift und Kirche Schildesche 939 - 1810. Festschrift zur 1050-Jahr-Feier der Ev.-Luth. Stiftskirchengemeinde. Bielefeld 1989
  • Erich Forwick: Stiftskirche in Schildesche (Westfälische Kunststätten, Heft 24). Münster 1983
  • Uli Kahmann: Die Geschichte des J.F.A. Lampe. Ein Beamtenleben in Schildesche um 1800. Bielefeld 1995
  • Heimatverein Schildesche (Hrsg.): Schildesche - unser Dorf in Bildern. 2. Aufl. Leopoldshöhe 1990
  • 1000 Jahre Schildesche : 939 - 1939 - 1930 nach Bielefeld eingemeindet. Reprint der Ausgabe von 1939, Leopoldshöhe 1995

Weblinks


Stadtteil (Bielefeld)

 

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