Die Schiffmühle oder Schiffsmühle ist eine seltene Bauform der Wassermühle. Es ist historisch belegt, dass die Entwicklung dieses Mühlentyps auf die geniale Erfindung von Vitruv - dem römischen Ingenieur des 1. Jh. v. Chr., zurück zu führen ist. Aufgrund der Belagerung Roms war die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigem Mehl aus den umliegenden Wassermühlen unterbrochen. Auch die Viadukte, die Rom mit Wasser versorgten und einige Stadtmühlen angetrieben haben, konnten nicht mehr arbeiten. Die Lösung war das "umgekehrte Prinzip einer Wassermühle" - die Schiffmühlen, die auf dem Tiber verankert wurden.
Der Begriff Schiffs- oder Schiffmühle ist nicht eindeutig festgelegt und wird in der Literatur immer wieder konsequent zweifach verwendet. Beide Bezeichnungen stehen gleichwertig nebeneinander, wobei im süddeutschen und alpinen Raum vorwiegend das Fugen-S im Wort Schiffsmühle verwendet wird. Schiffmuehle01.jpg | Schiffmuehle02.jpg
Schiffmühlen konnte man bei Bedarf (Schiffsverkehr, Flößerei, Eisgang) an das sichere Ufer ziehen. Die Schiffmühlen waren, wie auch die Wasser- und Windmühlen, im Besitz der Landesherren oder Klöster. Damit war auch die rechtliche Situation entsprechend geregelt (Mühlenrecht). Historische Schiffmühlen haben sich in Mitteleuropa nicht erhalten, da die aufkommende Flussschifffahrt sie zu einem Hindernis machten.
Und dann gibt es noch die Schiffmühlen auf dem Trockenen, d.h. als Denkmal:
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