In der Schifffahrt werden Schiffe zu ihrer systematischen Einordnung in verschiedene Schiffsklassen eingeteilt. Im weiteren Sinne versteht man darunter eine Grobeinteilung, bei der Schiffe mit ähnlichem Verwendungszweck oder vergleichbarer Größe zusammengefasst werden. Dann ist jedoch von Schiffstyp die Rede. Meist ist mit Schiffsklasse aber eine Gruppe von Schiffen gemeint, die zur gleichen Baureihe gehören und somit ein ähnliches Aussehen aufweisen.
Unter einer Schiffsklasse versteht man unter anderem die Einteilung von Schiffen in verschiedene Typen und Ausrüstungsstandards. Die Klasse wird vom Reeder ausgewählt abhängig von dem Verwendungszweck des Schiffes. Beispiele:
Die Klassifizierungsgesellschaften haben für die verschiedensten Typen Kurzzeichen festgelegt. Das Klassezeichen ist die Zusammenstellung aus den Kurzzeichen der einzelnen Standards.
Klassifizierungsgesellschaften überprüfen in regelmäßigen Abständen ob die Bedingungen die zu einer bestimmten Klasse gehören auch eingehalten werden. Klassifizierungsgesellschaften sind beispielsweise:
Des Weiteren gibt es auch militärische Schiffsklassifikationen, zum Beispiel in der Bundesmarine. Diese lauten unter anderem Zerstörer, Fregatte oder Schnellboot
In manchen Fällen werden Einheiten, die eine Modifikation der Ursprungsklasse darstellen als eigene Klasse geführt, obwohl die äußeren Unterschiede sehr gering sein können. So wird die USS John F. Kennedy (CV-67) als eigene Klasse geführt, da die Unterschiede zur Kitty Hawk-Klasse bei der internen Konfiguration sehr groß sind.
Der Name einer Klasse kann auch komplett unabhängig von den Einzelnamen der Schiffe sein. So wurde ein britischer Fregattentyp als Tribal-Klasse bezeichnet, weil die einzelnen Schiffe nach Volksstämmen (engl. tribe) benannt wurden. Die russische Kirow-Klasse behielt ihren Namen bei, obwohl die Kirow später in Admiral Ushakov umbenannt wurde.
Während des Kalten Krieges wurden sowjetische Schiffe mit NATO-Codenamen versehen, so erhielten die U-Boote der russischen Akula-Klasse die Bezeichnung Typhoon-Klasse. Gleichzeitig erhielt eine andere russische Klasse den NATO-Codenamen Akula.
In der Deutschen Marine werden Schiffsklassen intern mit einer Nummer bezeichnet. Wie zum Beispiel F124, während informell der Name des Typschiffs Sachsen ebenfalls die Klasse bezeichnet.
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