Ein Schießstand ist der Teil einer schießsportlichen Anlage, der zwischen einem Schützen und der zu treffenden Schießscheibe liegt. Ein Schießstand ist Bestandteil des Schützenstandes. Das ist die gesamte Fläche, die vom Schützen während der Dauer eines Wettkampfes genutzt werden kann, also auch die Fläche hinter dem Schützen.
Der hintere Teil des Schützenstandes, auf dem der Schütze steht, ist in der Regel immer überdeckt, während beim Schießstand unterschieden werden kann zwischen vollkommen offenen, teilgedeckten und vollkommen geschlossenen Anlagen.
Schießstände, bzw. Schützenstände, für Schusswaffen sind meistens Teil eines Schützenhauses. Für Wettkämpfe nach der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes müssen Schießstände verschiedene Kriterien erfüllen (Schießstandrichtlinien) und von einem offiziellen Schießstand-Sachverständigen behördlich abgenommen werden.
Auf Schießständen ist nur das Schießen mit dafür zugelassenen Waffen- und Munitionsarten gestattet. Bei Deutschen Meisterschaften auf 10m (Luftgewehr / Luftpistole / Armbrust 10m / Laufende Scheibe 10m) sind Wettkämpfe nur auf geschlossenen Schießständen erlaubt.
Schießentfernungen für die verschiedenen Schießdisziplinen werden vom Scheibenspiegel bis zu einer Entfernungsmarkierung am Schützenstand gemessen. Als „Spiegel“ wird die Ringanordnung auf einer Schießscheibe bezeichnet. Schießentfernungen liegen bei 10m, 15m, 25m, 30m, 50m, 100m und 300m mit engen Toleranzen. Schießstände müssen gleichmäßig und ausreichend ausgeleuchtet und die einzelnen Schießstände müssen durchnummeriert gekennzeichnet sein.
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