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Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) ist die Beförderung von Reisenden über längere Strecken mit Eisenbahnzügen. Das Gegenstück für kürzere Entfernungen ist der Schienenpersonennahverkehr. Die Reisezeit im SPFV beträgt meistens über eine Stunde, im Mittel etwa drei Stunden.

Deutschland


Die gesetzliche Regelung zieht die Grenze zum Nahverkehr bei einer Reiseentfernung von 50 Kilometern und einer Reisedauer von einer Stunde. Allerdings werden auch kürzere Strecken mit Fernzügen und längere Strecken mit Nahverkehrszügen zurückgelegt.

Fernzüge der Deutschen Bahn AG

ICE_Frankfurt_Flughafen.jpg | IC_Steuerwagen_in_Oldenburg_Hbf.jpg

Die DB Fernverkehr AG (Tochter der Deutschen Bahn AG) bietet Fernzüge folgender Zuggattungen an, die häufig nach einem Taktfahrplan verkehren.

  • InterCityExpress (ICE), der Komfortzug der Deutschen Bahn AG, teilweise als ICE International auch im Verkehr ins benachbarte Ausland (Niederlande, Belgien, Schweiz)
  • InterCity (IC), der auf Nicht-ICE-Strecken eingesetzte Fernverkehrs-Wagenzug
  • EuroCity (EC), der internationale IC
  • Metropolitan (MET), ehem. Luxuszug auf der Relation Köln–Berlin (bis Fahrplanwechsel 11/2005)
  • InterRegio (IR), nur noch auf der Linie Berlin–Chemnitz (zum kleinen Fahrplanwechsel 2006 eingestellt)
  • Schnellzug (D), traditionelle Zuggattung, der nur noch wenige Züge zugeordnet sind

Seit der weitgehenden Einstellung der IR-Linien oder deren Umstellung auf IC wurden von den Ländern gelegentlich Nahverkehrszüge (RE und IRE) als Ersatz für weggefallene IR-Verbindungen bestellt, die dann natürlich auch Fernverkehrsaufgaben wahrnehmen.

In Zusammenarbeit mit ausländischen Bahnen verkehren:

Die Tochtergesellschaft DB AutoZug bietet neben Autozügen (AZ) auch Nachtreisezüge für Reisende ohne Auto:

Eine weitere Tochtergesellschaft für Nachtzüge ist die CityNightLine (CNL) AG.

Fernzüge nichtbundeseigener Eisenbahnen

Das Monopol der Eisenbahnen des Bundes ist bei der Bahnreform 1994 gefallen. Private Konkurrenten konnten sich dennoch bislang kaum auf dem Fernverkehrsmarkt etablieren. Es verkehren nur einzelne eigenwirtschaftliche Zugpaare, und zwar zurzeit auf folgenden Relationen:

Berlin-Night-Express
BerlinMalmö der Georg Verkehrsorganisation (GVG)
InterConnex (X)
Gera–Berlin–Rostock sowie Dresden–Berlin–Stralsund der Ostmecklenburgischen Eisenbahn (OME, Connex-Gruppe)
Vogtland-Express (VX)
PlauenBerlin der Vogtlandbahn (VBG)

Neben Nahverkehrszügen haben einige Länder auch vollwertige InterRegio-Ersatzzüge bei Privatbahnen bestellt, welche alle mit Bistro ausgerüstet sind:

Allgäu-Express (alex)
MünchenOberstdorf

Der Flensburg-Express (Flex), der zwischen Hamburg und Flensburg verkehrte, wurde mit dem Fahrplan 2006 wieder von der Deutschen Bahn AG übernommen. Bistros hatten die Züge jedoch schon seit der Übernahme durch die NOB nicht mehr.

USA


Der Schienenpersonenfernverkehr in den USA erfolgt seit 1971 durch das staatliche Unternehmen National Railroad Passenger Corporation (Amtrak).

Siehe auch


Schienenverkehr

 

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