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Bei einigen Ballsportarten wird der Schiedsrichter durch einen oder mehrere Linienrichter unterstützt.

Fußball


Beim Fußball wird zwischen "Linienrichter" und "Schiedsrichterassistent" unterschieden.

Schiedsrichterassistenten sind ausgebildete Fußballschiedsrichter, die den Schiedsrichter bei der Spielleitung unterstützen. Pro Spiel gibt es zwei Schiedsrichterassistenten, von denen jeder für eine der beiden Seitenlinien zuständig ist. Der Schiedsrichterassistent befindet sich jeweils nur an der Seitenlinie einer Spielfeldhälfte, immer auf der linken Verteidigungsseite bzw. der rechten Angriffsseite. Sie sind mit je einer Fahne ausgerüstet, mit der sie dem Schiedsrichter ein Zeichen geben, wenn eine strafbare Abseitsposition, ein Ausball oder ein Foulspiel, welches der Schiedsrichter nicht erkennen konnte, vorliegt.

Linienrichter hingegen kommen lediglich in unterklassigen Spielen vor, in denen der Schiedsrichter ohne neutrale Schiedsrichterassistenten pfeift. Der Schiedsrichter kann dann von beiden Vereinen verlangen, dass jeweils ein Vereinmitglied abgestellt wird, um ihn bei der Spielleitung zu unterstützen. Diese Linienrichter sind ebenfalls mit einer Fahne ausgestattet, dürfen aber lediglich dann ein Zeichen geben, wenn der Ball das Spielfeld verlassen hat. Um dieses Amt zu übernehmen, ist es nicht erforderlich, eine Schiedsrichterprüfung absolviert zu haben. Allerdings dürfen Linienrichter kein Abseits anzeigen.

In Österreich wird in den Unterklassen ein geprüfter Hilfsschiedsrichter als Linienrichter eingesetzt. Diese haben alle drei Jahre eine Schulung durch das Schiedsrichterkollegium, sind aber keine Mitglieder dessen, sondern Mitglieder eines der beteiligten Vereine. Diese Hilfsschiedsrichter dürfen Nachwuchs und Reservespiele leiten und bei der Kampfmannschaft als Linienrichter agieren. Sie müssen Abseits anzeigen, wobei sie den Angriff des eigenen Vereins beobachten.

Tennis


Beim Tennis werden die Linienrichter am Spielfeldrand postiert und rufen "Aus", wenn der Ball außerhalb des Spielfelds aufprallt. Bei modernen Spielfeldern sind oft Sensoren im Boden integriert, die den Linienrichter ersetzen.

Eishockey


Im Eishockey beobachten die beiden Linienrichter (Linesmen) vor allem die blauen Linien um gegebenenfalls Abseits zu pfeifen oder anzuzeigen und führen Bullys durch, die nicht am Mittelpunkt stattfinden. Außerdem achten sie auf unerlaubte Weitschüsse (Icing), unkorrekte Spielerwechsel und können vom Hauptschiedsrichter in strittigen Szenen zur Beratung herangezogen werden.

In unteren Ligen fehlen oft Hauptschiedsrichter. Dann leiten zwei gleichberechtigte Schiedsrichter das Spiel (Zwei-Mann-System). In höheren Ligen tritt dieser Fall nur ein, wenn der Hauptschiedsrichter kurz vor oder während des Spiels ausfällt.

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