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Scheschonq I. (auch Schischak, Shishak) war der Begründer und 1. Pharao der 22. Dynastie. Er regierte um 946 – 925 v. Chr. Er ist nach seinem Onkel Osochor der zweite libysche Herrscher auf dem Thron der Pharaonen.

Seine Titulatur:

  • Horus-Name: Starker Stier, Geliebter des Re, wenn er auszieht als König um die beiden Länder zu vereinigen,
  • Nebti-Name: Der in der Doppelkrone erscheint wie Horus-Sohn-der-Isis, der die Götter mit der Maat zufriedenstellt,
  • Goldname: Mit mächtiger Kraft, der die neun Bogen (die Feinde Ägyptens) schlägt, groß an Siegen in allen Ländern,
  • Thronname: mit glänzender Gestalt, ein Re, Erwählter des Re (meri-Amun Hedj-cheper-Rê)

Schwerpunkte seiner Regierung sind die innere Konsolidierung Ägyptens, der Feldzug nach Palästina und die Bautätigkeit insbesondere in Karnak.

Seine Eltern sind Namilt und Tanetsepeh. Verheiratet ist er mit Karama (I.) und Penreschnes. Söhne Scheschonq I. sind Osorkon I., Namilt (I., Fürst von Herakleopolis) und der Hohepriester von Theben Iupet. Seine Tochter Taschepenbastet ist mit Djedthotiuefanch, 3. Priester des Amun in Karnak verheiratet.

Scheschonq I. stärkt seine Macht, in dem er das Amt des Hohepriesters seinem zweiten Sohn Iupet überträgt. Und auch die Ämter des 2., 3. und 4. Hohepriesters werden mit Vertrauten besetzt. Der ältere Sohn Namilt (I.) wird Statthalter in Herakleopolis. Im 5. Jahr Scheschonq I. stellt der Sohn eine untergebenen Fürsten der Meschwesch(-Libyer) nach Unruhen die Ordnung in der Oase Dachla wieder her und regelt Land- und Wasserstreitigkeiten (Dachla-Stele).

Ein Fixpunkt in der ägyptischen Chronologie ist der Feldzug nach Palästina, bei dem nach allgemeinem Verständnis Scheschonq I. als Schischak im Alten Testament erwähnt wird und in Rehabeams 5. Regierungsjahr den Tempel des Salomon plündern ließ. Dieses Ereignis fand nach der biblischen Chronologie von Edwin Thiele im Jahr 925 v. Chr. statt.

Mann | Pharao

شيشنق | Šešonk I. | Shoshenq I | Sheshonq Ier | שישק הראשון | Hedjkheperra-setepenra | Sheshonq I | Chechonk I | Шешонк I

 

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