Die Schellackplatte ist der Vorläufer der heute noch hergestellten und häufig anzutreffenden Vinylschallplatte. Schellackplatten wurden etwa bis in die 1960er-Jahre hergestellt. Sie hatten meistens die Durchmesser 10 Zoll (~25 Zentimeter) oder 12 Zoll (~30 Zentimeter), dazu überwiegend in Seitenschrift geschriebene Rillen, die mit einem gewöhnlichen Grammophon mit dicker Stahlnadel oder mit einem elektrischen Plattenspieler mit Spezialnadel abgetastet werden konnten. 10-Zoll-Schellackplatten boten maximal etwas mehr als 3 Minuten Spielzeit, 12-Zoll-Schellackplatten etwas mehr als 4 Minuten Spielzeit pro Seite. Letzteres war überwiegend für längere klassische Musikstücke interessant.
Ein weiterer charakteristischer Unterschied ist außerdem noch die Abspielgeschwindigkeit: Es gab unterschiedliche Versuche zwischen 60 und über 100 Umdrehungen pro Minute (UPM), wobei sich allerdings rund 78 UPM durchgesetzt haben.
Im Oktober 1896 gab der Erfinder und Unternehmer Emil Berliner die Verwendung von Hartgummi als Plattenmaterial auf und ersetzte die Substanz durch eine von der Duranoid Co., Newark, New Jersey, hergestellte Pressmasse, die im wesentlichen aus Schellack bestand. Deren Einführung verbesserte die Klangqualität und Haltbarkeit der Platten enorm. Die Schellackplatte war geboren.
Siehe auch
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