Burning of Sodomites.jpg (Zürich, 1482)]]Der Scheiterhaufen (Scheiter: alte Pluralform von Scheit, althochdeutsch scît: Holzstück) ist ein aufgeschichteter Haufen Holz zur Verbrennung eines Toten oder zur Bestrafung eines Verurteilten durch den Feuertod.
Als Sodomiten, Hexen und Häretiker Verurteilte starben oft auf dem Scheiterhaufen, da nach damaliger Auffassung der Kirche durch das „reinigende Feuer“ ihre Seele gerettet werden sollte. Bei den Sodomiten wollte man außerdem die Flammen von Sodom nachahmen – jener Stadt, die laut Bibel (Gen 18-19) wegen ihrer Sündenverfallenheit unter einem Regen von Feuer und Schwefel begraben wurde. Auch Tiere wurden nach Tierprozessen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Neben der kirchlichen Auffassung des "reinigenden Feuers" lag der Verbrennung des Verurteilten auf dem Scheiterhaufen eine weitere Absicht zu Grunde. Das Verbrechen des zu richtenden Delinquenten wurde von der exekutiven Obrigkeit und der Allgemeinheit als besonders schwer eingestuft, weswegen man es für angebracht hielt ihn komplett vom Erdboden zu tilgen.
Rechtsgeschichte | Todesstrafe | Hexenwesen
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"Scheiterhaufen".
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