Die Scheidungsrate wird in Prozent angegeben und gibt das Verhältnis aller im Beobachtungszeitraum (normalerweise ein Jahr) rechtskräftig geschiedenen Ehen zu den im selben Zeitraum geschlossenen Ehen an. Eine theoretische Scheidungsrate von 100% würde also bedeuten, dass exakt so viele Ehen im Beobachtungszeitraum geschieden wie neu geschlossen wurden.
Somit wird damit eine rein statistische Angabe getroffen, die für sich alleine keinen Indikator für die Qualität einer bestehenden oder geschiedenen Ehe darstellt.
Die Scheidungsrate nimmt in den westlichen Gesellschaften seit mehreren Jahrzehnten zu. Faktoren, die die Scheidungsrate beeinflussen sind u.a.:
Die Scheidungsrate in Westdeutschland lag im Jahr 2003 bei 43,6%, in Ostdeutschland bei 37,1%. Die Scheidungsrate von Wiederverheirateten wird (1984) bei Männern mit 61 %, bei Frauen mit 54 % angegeben.
In Österreich wurden im Jahr 2004 46,1 Prozent aller Ehen geschieden - 60,1 Prozent in Wien, 36,5 Prozent in Kärnten.
Die Sichelfunktion steht dem Cumulative-Inertia Axiom gegenüber.
http://www.uni-koeln.de/wiso-fak/fisoz/Mitarbeiter/Wagner/Lehre/WS0203/HS/folien/Folien211102.pdf
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