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Der Scheich (auch Sheikh, Shaykh; „Ältester“, „Greis“) ist ursprünglich das Stammesoberhaupt bei den arabischen Beduinen. Der Begriff wird heute häufig als Titel für führende Leute des geistlichen oder geistigen Lebens im arabischen Raum eingesetzt.

Sufismus


Im Sufismus (islamische Mystik) wird dieser Titel auch für das Oberhaupt eines Derwisch-Ordens (Tariqa) und für einen Sufi-Heiligen verwendet.

Jesiden


Bei den Jesiden ist Scheich auch die Bezeichnung für die Angehörigen einer der Kasten dieser Religion, neben der Kasten der Pirs und der Muriden. Muriden sind dort das allgemeine Laienvolk, die Pirs und Scheichs sind die Geistigen, Gelehrten und Adligen unter den Jesiden. Sie begleiten, helfen und klären die Muriden auf. Der erste jesidische Scheich war Scheich Adi aus dem 12. Jahrhundert. Als Scheich kann man nur geboren werden; genau so ist es bei den Muriden und Pirs - man kann somit nicht zum jesidischen Glauben übertreten.

Siehe auch


Weblinks


Islamischer Herrscher | Sufismus | Titel

Šejk | Sheikh | Ŝejko | Shayj | Šeikki | Cheykh | שייח' | Sjeik | Szejk | Xeque (título) | Шейх | Šejk | Shejk

 

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