Ein Bergwerk, also ein unterirdischer Abbau mineralischer Rohstoffe, kann drei Betriebsphasen aufweisen, in Betrieb, stillgelegt und Museumsbetrieb. Meist werden Bergwerke, nachdem sie nicht mehr ergiebig sind, einfach geschlossen. Durch Sicherungsmaßnahmen werden sie zum Teil auch zerstört (verfüllt). Viele Bergbaubetriebe sind aber heute auch für Besucher zumindest teilweise zugänglich.
Man spricht dann von Schaubergwerken, wenn die Besichtigung vor allem das ehemalige Bergwerk betrifft, oder von Bergwerksmuseen beziehungsweise Bergbaumuseen, wenn das Bergwerk lediglich ein Museum ergänzt. Meist werden Schaubergwerke in stillgelegten Bergwerken eingerichtet. In den letzten Jahrzehnten wurden sie aber häufig auch als Folgenutzung direkt im Anschluss an die Stillegung eingerichtet. So konnte ein Teil der Arbeitsplätze erhalten werden, wobei die Finanzierung auf Kultursubventionen und Tourismus beruht, nicht mehr auf den Bodenschätzen.
Schaubergwerke sind kleine Teile der häufig sehr großen Bergwerksanlage, die erhalten, ausgebaut, gesichert und mit didaktischen Einbauten und Ausstellungsstücken versehen werden. Insbesondere werden die Bergwerke meist mit elektrischem Licht ausgestattet, das im Abbaubetrieb nur selten vorhanden ist. Einige wenige Schaubergwerke bieten etwas authentischere Führungen, indem sie auf elektrisches Licht verzichten und stattdessen die Besucher mit Grubenlampen ausstatten.
Sehr beliebt sind erhaltene Grubenbahnen, die notwendig sind, um die weit im Berg befindliche Abbaustelle zu erreichen. Wenige Besucherbergwerke besitzen eine noch betriebene Schachtförderanlege, mit der die Besucher in die Tiefe fahren. Daneben sind sie ein wichtiges Element des Bergbaus, ohne das die Technologie nur unvollständig dargestellt werden kann. Zudem ist die Bahnfahrt für Jung und Alt ein Erlebnis, und stellt damit ein zusätzliches Highlight der Besichtigung dar.
Es gibt in den meisten Nationen der Welt Schaubergwerke, wobei sie natürlich in Industrienationen besonders häufig sind. Je länger die Bergbaugeschichte, um so mehr interessante stillgelegte Bergwerke gibt es. In Deutschland gibt es weit über 100 derartige Schaubergwerke, viele allerdings nur an Sonntagen oder auf Voranmeldung zu besichtigen.
Manche Schaubergwerke sind künstlich angelegt, was bei einer generell künstlichen Struktur eine außergewöhnliche Wortwahl ist. Damit ist gemeint, dass es sich um Bergwerke handelt, die lediglich als Museumskulisse erstellt wurden, also nie zum Abbau von Bodenschätzen gedient haben. Dazu zählen das Bergbaumuseum Bochum und der Barbarastollen an der Hochschule Köln.
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