Milfordluft.jpg: Hier soll Captain Kidd einen Schatz vergraben haben]]Eine Schatzinsel ist eine Insel, auf der ein Schatz vermutet wird, der dort meistens von zwielichtigen Personen versteckt oder vergraben sein soll. Durch Anlegen von Schatzkarten soll das vergrabene Gut wieder auffindbar sein. Insbesondere gelten Piraten als Anleger solcher Schätze, da man bei diesen keinen Nachweis über den Ursprung der Piratenschätze braucht.
In der Folklore wird gerne angenommen, dass Piraten ihre Schätze (Gold, Juwelen) auf entlegenen Inseln vergraben, um sie später zur Verschönerung ihres Lebensabends wieder auszugraben. Historisch jedoch fand ein solches Vergraben üblicherweise nicht statt. Einzige bemerkenswerte Ausnahme ist der Schatz von Captain William Kidd, der jenen tatsächlich vergrub und die Lage auf einer Karte festhielt. Vermutlich auf dessen Basis übernahm Robert Louis Stevenson die Idee für seinen Roman Die Schatzinsel, der seinerseits möglicherweise der Ursprung der weit verbreiteten Meinung, dass Piraten grundsätzlich ihre Schätze vergruben, ist. Außer Captain Kidd hat aber kein bedeutender Pirat seinen Schatz vergraben.
Die Clipperton-Insel und die Cocos-Insel gelten bei Schatzsuchern als Orte, wo noch nicht gehobene Schätze vermutet werden. Auch um Oak Island gibt es viele Spekulationen. Allerdings haben dort umfangreiche Grabungaktionen alle alten Spuren zerstört, so dass diverse Theorien vertreten werden, wieso bis heute kein Schatz gefunden werden konnte.
Chilenische Schatzsucher vermuten, dass sich auf der Insel Robinson Crusoe im Südpazifik bis zu 800 Tonnen Gold, Silber und Juwelen im Wert von etwa zehn Milliarden Dollar befinden. Die Schätze sollen von Piraten im 18. Jahrhundert auf dem Eiland, das zu den Juan-Fernández-Inseln gehört, vergraben worden sein. Auf ihr war von 1704 bis 1709 auch der Matrose A. Selkirk ausgesetzt gewesen, dessen Geschichte den englischen Schriftsteller Daniel Defoe zu seinem weltberühmten Abenteuerroman Robinson Crusoe anregte.
Das Gold sollen Spanier im früheren Inkareich im heutigen Peru geraubt haben. 1715 sei es dann von den spanischen Seefahrern Juan Esteban Ubilla und Echeverría vergraben worden. Später habe sie der englische Korsar Cornelius Webb ausgegraben und erneut versteckt. Unter den Schätzen sollen sich ein Schmuckhalsband der Frau des letzten Inka-Kaisers Atahualpa, zwei päpstliche Ringe sowie das sagenumwobene Schmuckstück La Rosa de los Vientos (Windrose) befinden.
Schatzinseln sind in der Literatur in die verschiedensten Werke eingegangen.
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