Die Schambeinfuge (Symphysis pubica) ist der vordere Kontaktpunkt, an dem die rechte und linke Beckenhälfte, genauer die Schambeine beider Seiten verbunden sind. Zwischen den knöchernen Anteilen liegt eine Bandscheibe (Discus interpubicus), die die Verbindung flexibel hält. Das ist z.B. bei einer Geburt sehr wichtig. Hormonell gesteuert wird während der Schwangerschaft diese Faserknorpelverbindung besonders weich und flexibel. In seltenen Fällen kann es zu einer Symphysenlockerung während der Schwangerschaft kommen.
Weil an den knöchernen Anteilen der Schambeinfuge auch die geraden Bauchmuskeln (Musculus rectus abdominis) ansetzen, ist die Schambeinfuge oft druckschmerzhaft, wenn man sich eine Bauchmuskelansatzreizung zugezogen hat.
Bei den vierfüßigen Säugetieren bildet die Schambeinfuge nur einen Teil der Verbindung der beiden Beckenhälften. Hier ist auch das Sitzbein in Form einer Symphysis ischiadica beteiligt. Beide Anteile zusammen werden als Beckensymphyse (Symphysis pelvina) bezeichnet.
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