Kettenschaltung-einstellen-018.jpg Als Schaltwerk (frz.: dérailleur) bezeichnet man bei einer Kettenschaltung am Fahrrad die hintere Schaltungsvorrichtung. Das Schaltwerk wird üblicherweise an einem Schaltauge befestigt, das sich am hinteren rechten Ausfallende des Rahmens etwas unterhalb der Achsaufnahme befindet. Billige Varianten werden mit einem speziellen Blech mit der Achse geklemmt.
Beim Ziehen am Schalthebel wird der Zug gespannt und der Käfig nach innen in Richtung Nabe gezogen. Die Leitröllchen transportieren dann die Kette auf das nächst größere Ritzel bzw. auf den nächst kleineren Gang. Bei diesem Vorgang wird die Feder im Käfig gespannt. Diese Federkraft wird dazu benutzt, um beim Entspannen des Zuges (beim Schalten in größere Gänge) den Schaltkäfig wieder nach außen zu ziehen und die Kette auf die kleineren Ritzel zu legen. Durch speziell geformte Ritzel (Hyperglide) können die Schaltvorgänge auch unter Last durchgeführt werden.
Moderne Kettenschaltungen sind indiziert. Das bedeutet, dass man in Stufen von Gang zu Gang rastend schaltet. Dieses wird nicht im Schaltwerk selbst, sondern im dazugehörigen Schalthebel bewirkt. Deshalb können diese Schaltungen auch ohne Indizierung mit Reibungsschalthebeln verwendet werden.
Die Technik ist noch nicht ausgereift und problematisch: Da das Schalten in kleinere Gänge mehr Kraft erfordert (die Kette muss auf die größeren Ritzel geschoben werden), besteht hier die Gefahr, dass die Feder schneller ermüdet. Kommt noch ein häufiges Fahren in großen Gängen hinzu, ist die Feder dauerhaft stark gespannt und das Ermüdungsproblem wird verschärft.
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"Schaltwerk (Fahrrad)".
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