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Kettenschaltung-einstellen-018.jpg Als Schaltwerk (frz.: dérailleur) bezeichnet man bei einer Kettenschaltung am Fahrrad die hintere Schaltungsvorrichtung. Das Schaltwerk wird üblicherweise an einem Schaltauge befestigt, das sich am hinteren rechten Ausfallende des Rahmens etwas unterhalb der Achsaufnahme befindet. Billige Varianten werden mit einem speziellen Blech mit der Achse geklemmt.

Technisches Prinzip – Entwicklung


Schaltwerke dienen dazu, die laufende Fahrradkette zwischen mehreren unterschiedlich großen Zahnkränzen (umgangssprachlich „Ritzel“) am Hinterrad hin und her zu führen und auf diese Weise wechselnde Antriebsübersetzungen zu realisieren. Die Betätigung erfolgt in der Regel über einen Bowdenzug und einen Schalthebel in Griffweite des Fahrers. Die ersten Schaltwerke kamen nach 1945 auf und schalteten axial (parallel zur Hinterradachse). Wegen der dadurch entstehenden Probleme gab es dabei zunächst nur drei Kränze. Durch die Entwicklung eines Parallelogramm-Käfigs bewegt sich das obere Schaltungsrädchen in etwa in der Schräge der Ritzelkassette und stellt so sicher, dass immer etwa der gleiche Abstand zwischen Schaltungsrädchen und Ritzel eingehalten wird. Dadurch konnte die Anzahl der Ritzel zunächst auf sechs, in den letzten fünfzehn Jahren schrittweise bis auf zehn erweitert werden. Am Schaltwerk angebaut ist gleichzeitig der Kettenspanner, der die sich durch den Schaltvorgang verändernde Kettenlänge ausgleicht. Technisch unterscheiden sich die Schaltwerke durch die Länge der Käfige, die auf unterschiedliche Ritzelpakete zugeschnitten sind. Rennradschaltungen mit kurzem oder mittlerem Käfig können bis zu 26 Zähnen bewältigen, während Mountainbike oder Tourenradschaltungen mit langem Käfig bis zu 34 Zähne schalten können. Dahingegen schaltet jedoch auch ein für 34 Zähne ausgelegtes Schaltwerk 26 Zähne problemlos.

Beim Ziehen am Schalthebel wird der Zug gespannt und der Käfig nach innen in Richtung Nabe gezogen. Die Leitröllchen transportieren dann die Kette auf das nächst größere Ritzel bzw. auf den nächst kleineren Gang. Bei diesem Vorgang wird die Feder im Käfig gespannt. Diese Federkraft wird dazu benutzt, um beim Entspannen des Zuges (beim Schalten in größere Gänge) den Schaltkäfig wieder nach außen zu ziehen und die Kette auf die kleineren Ritzel zu legen. Durch speziell geformte Ritzel (Hyperglide) können die Schaltvorgänge auch unter Last durchgeführt werden.

Moderne Kettenschaltungen sind indiziert. Das bedeutet, dass man in Stufen von Gang zu Gang rastend schaltet. Dieses wird nicht im Schaltwerk selbst, sondern im dazugehörigen Schalthebel bewirkt. Deshalb können diese Schaltungen auch ohne Indizierung mit Reibungsschalthebeln verwendet werden.

Inverses Schaltwerk


Von Shimano gibt es seit einiger Zeit auch sogenannte inverse Schaltsysteme. Das Schaltwerk arbeitet hierbei genau anders herum. Beim Spannen des Zuges wird der Käfig nicht wie beim normalen Schaltwerk nach innen gezogen, sondern nach außen (Zug spannen = höherer Gang) und somit die Feder gespannt.

Die Technik ist noch nicht ausgereift und problematisch: Da das Schalten in kleinere Gänge mehr Kraft erfordert (die Kette muss auf die größeren Ritzel geschoben werden), besteht hier die Gefahr, dass die Feder schneller ermüdet. Kommt noch ein häufiges Fahren in großen Gängen hinzu, ist die Feder dauerhaft stark gespannt und das Ermüdungsproblem wird verschärft.

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Gangschaltung | Dérailleur | Derailleur_gears | Dérailleur | Przerzutka rowerowa

 

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