Die Schallauslenkung, Formelzeichen ξ, griechisch "xi" (gesprochen "ksi"), manchmal auch Schallausschlag genannt, ist eine der linearen Schallfeldgrößen.
Definition
Unter der Schallauslenkung versteht man die jeweilige Entfernung eines in einem
akustischen Übertragungsmedium (meistens
Luft) schwingenden
Teilchens von seiner stabilen Ruhelage in (
Longitudinalwelle) bzw. senkrecht zur Richtung der Wellenausbreitung (
Transversalwelle). Mit
Amplitude a wird die (maximale)
Auslenkung bzw. Schwingungsweite aus der Ruhelage (Nulldurchgang) bezeichnet. Die Amplitude stellt somit den größten
Abstand eines schwingenden Punktes aus seiner Gleichgewichtslage dar. Die
Elongation y ist der jeweilige Abstand von der Ruhelage.
Die Schallauslenkung ξ in m ist bei ebenen fortschreitenden Schallwellen:
\xi = \int_{t} v\, \mathrm{d}t = \int_{t} \frac{p}{Z}\, \mathrm{d}t
Für sinusförmigen Schall gilt vereinfacht:
\xi =\frac{v}{\omega} = \frac{v}{2 \cdot \pi \cdot f} = \frac{p}{Z \cdot \omega} = \frac{p}{Z \cdot 2 \cdot \pi \cdot f} = \frac{a}{\omega^2}
\xi =\frac{1}{\omega}\sqrt{\frac{I}{Z}} = \frac{1}{\omega}\sqrt{\frac{E}{\rho}} = \frac{1}{\omega}\sqrt{\frac{P_{ak}}{Z \cdot A}}
Damit gilt dann für den Schalldruck:
p = {\xi \cdot Z \cdot \omega} = {\xi \cdot Z \cdot 2 \cdot \pi \cdot f}
p = \frac{a \cdot Z}{\omega} = c \cdot \sqrt{\rho \cdot E}
Hierbei ist:
- {|
! Symbol !! Einheiten !! Bedeutung
| ξ
| m, Meter | Schallauslenkung
|
| v
| m/s | Schallschnelle
|
| = 2 · · f
| Radiant/s | Kreisfrequenz
|
| f
| Hertz | Frequenz
|
| p
| Pascal | Schalldruck
|
| Z = c · ρ
| N·s/m3 | Schallkennimpedanz, Akustische Feldimpedanz
|
| c
| m/s | Schallgeschwindigkeit
|
| ρ
| kg/m3 | Luftdichte, Dichte der Luft (des Mediums)
|
| a
| m/s2 | Schallbeschleunigung
|
| I
| W/m2 | Schallintensität
|
| E
| W·s/m3 | Schallenergiedichte
|
| Pak
| W, Watt | Schallleistung
|
| A
| m2 | Durchschallte Fläche
|
Als Zahlenwertangabe der Schallauslenkung wird der Effektivwert angegeben.
Bei Schallvorgängen ist eine Direktmessung der Schallauslenkung wegen der äußerst geringen Teilchenauslenkungen recht schwierig. Daher bedient man sich überwiegend einer Messung des Schalldrucks p und gibt diesen dann als Schalldruckpegel in Lp in dB an.
Zwischen der Schallauslenkung ξ und dem Schalldruck p besteht bei einer ebenen fortschreitenden Welle eine feste Phasenverschiebung von Δ = 90°. Das gleiche gilt für die Phasenverschiebung zwischen Schallauslenkung ξ und Schallschnelle v.
Siehe auch
Weblinks
Schall
Particle displacement | Hiukkaspoikkeama