Schafmilch oder Schafsmilch bezeichnet die Milch von Schafen.
Schafmilch ist ein sehr altes Kulturgut. Joghurt z.B. wurde ursprünglich nur aus Schafmilch hergestellt; im Kaukasus und in vielen anderen Gegenden der Welt waren die genügsamen Schafe dem anspruchsvolleren Rind überlegen.
In Deutschland hat Schafmilch kaum Tradition. Lediglich in Notzeiten wurden Schafe (neben Ziegen) als “Kuh des kleines Mannes” gemolken. Eine kleine Renaissance gab es Anfang der 1980er Jahre, als vermehrt Milchschafe zur Selbstversorgung populär wurden.
Außerhalb des deutschen Sprachraums, wird Schafsmilch beispielsweise zu Schafskäse verarbeitet. Berühmte Beispiele sind der Roquefort und Brocciu aus Frankreich, der italienische Pecorino und der griechische Feta.
Die Kasachische Küche kennt die Schafsmilch als Getränk, wobei dort Kumys - gegorene Stutenmilch - weiter verbreitet ist. In Spanien und dem Baskenland, kennt man Dickmilch aus Schafsmilch unter dem Namen Cuajada. In der Serbischen Küche findet sich neben Jardum, dem Schaum, der bei mit milder Hitze gekochter und gesalzener Schafsmilch entsteht, auch das Gericht Paprike u jardumu – Paprikaschoten in Schafsmilch.
Diese Angaben nach Jüngst 2004 schwanken in Abhängigkeit von Fütterung, Jahreszeit und individuellem Tier. Gesichert ist aber der hohe ernährungsphysiologische Wert der Schafmilch. Besonders der Anteil an Vitaminen ist erwähnenswert: Der Vitamin A-Gehalt ist etwa dreimal höher, als der von Kuhmilch. Außerdem enthält die Schafsmilch fünfmal mehr Orotsäure (Vitamin B13, wirkt regenerierend auf Leber und Magen-Darm-Trakt). Aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen zudem einen gegenüber Kuhmilch mehrfach höheren Gehalt an CLA (konjugierte Linolsäure), einer, im Milchfett enthaltenen, Fettsäure mit gesicherter krebshemmender Wirkung. Klinische Studien in Österreich ergaben zudem einen eindeutig positiven Effekt bei Neurodermitis bzw. endogenem Ekzem. Es ist damit wissenschaftlich bewiesen, dass Schafmilch bei Stoffwechselerkrankungen aufgrund von Kuhmilchunverträglichkeit zur Linderung und Heilung beitragen kann. Sie ist darüber hinaus als diätetisches Lebensmittel in der Ernährung junger und alter Menschen und zur Unterstützung der Rekonvaleszenz geeignet.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Schafmilch".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world