| Schachtelhalme | ||||||||||||
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| Equisetum_sylvaticum_240405.jpg (Equisetum sylvaticum)]] | ||||||||||||
| Klassifikation: | Lebewesen |
| Domäne: | Eukaryoten (Eucaryota) |
| : | Pflanzen (Plantae) |
| : | Gefäßpflanzen (Tracheobionta) |
| : | Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta) |
| : | Schachtelhalme |
Die Abteilung enthält nur die Gattung Schachtelhalme (Equisetum), deren Arten mit Ausnahme einer tropischen Art nicht höher als 2 Meter werden.
Schachtelhalme wachsen oft auf feuchten Böden oder gar im Wasser. Der Acker-Schachtelhalm gilt als „Ackerunkraut“, ist aber auch eine bedeutsame Heilpflanze.
Die heutigen Schachtelhalme sind die letzten Überlebenden einer ehemals artenreichen Gruppe innerhalb der Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta), der Equisetopsida. Zu diesem Taxon gehörten die Calamiten (Calamitaceae), die durch Fossilien aus dem Perm und Karbon bekannt sind. Sie waren verholzt, erreichten Wuchshöhen von bis zu 30 Metern und 1 Meter Stammdurchmesser und bildeten einen wichtigen Bestandteil der Steinkohlenwälder.
Schachtelhalme sind mehrjährige Pflanzen, die sich vegetativ von ihrem Rhizom ausbreiten.
Sie sind leicht an ihren Sprossen zu erkennen. Jeder Spross ist aus einer Reihe von Knoten (Nodien) mit dazwischenliegenen Internodien aufgebaut. An jedem Knoten entspringen unscheinbare Blätter (Mikrophylle), und bei manchen Arten auch Seitensprosse. Diese sind wirtelig angeordnet.
Der Name Schachtelhalm rührt daher, dass man die Sprossachse aus der von den Blättern gebildeten Scheide herausziehen und wieder zurückstecken kann. Rhizome werden bis 6 m lang. Die Vermehrung ist durch Ausläufer und sogar durch einzelne, zerhackte Sprossstücke möglich.
Die Sporenbehälter (Sporangien) befinden sich zu 5-10 an der Unterseite der Sporangienträger („Sporophylle“), die wie einbeinige Tischchen aussehen. Diese sind schraubig in zapfenförmigen Sporophyllständen an der Sprossspitze angeordnet. Die Sporen sind stets gleich gestaltet, unabhängig vom Geschlecht (Isosporie). Die fossilen Calamiten waren zum Teil heterospor, sodass man davon ausgeht, dass die Heterosporie verloren ging. Sie besitzen an der Außenschicht (Exospor) zwei Bänder (Hapteren) mit spatelförmigen Enden, die im feuchten Zustand um die Spore gewickelt sind. Trocknen die Sporen aus, so entfalten sich die Hapteren und bewirken somit eine Verklettung untereinander. Manche Arten tragen die Sporophyllstände an den grünen Sprossen, andere haben spezielle (nicht grüne) Sprosse ausschließlich für die Vermehrung.
Eine Eigenart der Schachtelhalme ist die Einlagerung von Silikat (als Ligninersatz) in die Zellwand. Die Pflanze enthält bis zu 7 % Kieselsäure. Diese Einlagerungen machen Schachtelhalme zu einem sanften Scheuermittel (Zinnkraut).
Arzneilich werden die unfruchtbaren Sommerwedel als harntreibendes Mittel verwendet; sie werden bei Rheuma, Entzündungen, Nierenleiden, Harngrieß, früher auch bei Tuberkulose eingesetzt. Nach Kneipp haben Schachtelhalme sehr zusammenziehende Kraft; sie reinigen Blut, Magen, Nieren und Blase, sind aber auch äußerlich reinigend und zusammenziehend bei Ausschlag und Wunden.
Da unterschiedliche Arten dieser Gattung fruchtbare Hybride bilden, ist die genaue Anzahl der Arten unter Experten umstritten. Man geht heute von insgesamt 15 bis 20 Arten aus.
Riesenschachtelhalme.jpg | Wutach fg8.jpg
Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches
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