Der Schacht ist im Bergbau ein vertikaler Grubenbau, der dem Transport von Personen (Seilfahrt) und Material, der Förderung der Abbauprodukte sowie der Frischluftversorgung (Bewetterung) dient.
Schächte sind in der Regel seiger, d.h. senkrecht, und können eine Teufe (Tiefe) von mehreren tausend Metern haben. Es gibt auch Schächte, die stark geneigten Lagerstätten (z.B. Erzgängen) folgen und deshalb von der Senkrechten abweichen. Sie werden tonnlägig genannt, weil die Fördertonne auf einer schrägen Bohlenbahn liegt.
Ein Vorteil von tonnenlägigen Schächten besteht darin, dass man bei der Anlage einer weichen Gesteinsschicht folgen kann. Das Abteufen geht dadurch schneller. Ein Nachteil ist, dass der Korb auf Rollen entlang von Führungsschienen herabgelassen wird, dadurch kommt es zu einem höheren Seilverschleiß.
Ein Schacht, der mit der Erdoberfläche in Verbindung steht, heißt Tageschacht. Ein Blindschacht hingegen ist ein Schacht, der nur „unter Tage“ verläuft, er führt nicht bis an das Tageslicht.
Mit der Einführung der Dampfkraft war die Technik des Tiefbauschachts im großen Stile möglich. Die Dampfkraft war notwendig um die in großen Massen anfallenden Grundwasserzuflüsse abzupumpen.
Ein stillgelegter Schacht wird mit Gestein verfüllt und mit einem Deckel aus Beton gesichert. Zur sicheren Ableitung der Grubengase wird eine Protegohaube in den Deckel eingesetzt.
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"Schacht (Bergbau)".
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