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Hotchkiss H-35.jpeg Der Schützenpanzer Kurz (Hotchkiss) gehört zur Erstausstattung der Bundeswehr mit Panzerfahrzeugen. Der Panzer basiert auf dem französischen Schützenpanzer Hotchkiss TT 6, es wurde aber das Laufwerk um ein Laufrad auf 5 Laufräder verlängert. Von 1959 bis 1964 wurden über 1600 Fahrzeuge in Lizenz Hotchkiss bei Magirus in Mainz gebaut. Die bekannteste Version war der Spähpanzer, der im Trupp mit zwei Wagen zur leichten Aufklärung eingesetzt wurde im Gegensatz zur schweren Aufklärung mit drei Kampfpanzern im Trupp (Leopard oder M48). Zwei Heckklappen mit Alu-Staukästen. In manchen Brigaden ein Staugitter vorne zur Aufnahme des Sturmgepäcks der Besatzung (rechter Panzer im oberen Bild).

Wie auch der HS 30 hatte der Hotchkiss seine Schwächen: zur Aufklärung zu laut und langsam, beim Einfahren in eine Falle rückwärts nur wenig mehr als Schrittgeschwindigkeit und bruchanfällige Steckachsen für die vorne gelegenen Antriebsräder, die bei harter Einfahrt in einen Graben schnell brachen. Durch den nicht-mittigen Einbau der Schnellfeuerkanone im Turm hatte dieser bei der Einstellung auf "Grobtrieb" (zum Drehen durch Hand) die Neigung sich nach links wegzudrehen, was nur schwer mit Handkraft aufzufangen war. Im Winter profitierte nur der Fahrer minimal von der schwachen Heizung, der Rest der Besatzung fror, und das, obwohl mehrtägige Einsätze die Regel waren.

Technische Daten


  • Gefechtsgewicht 8400 kg
  • Länge 4,47
  • Breite 2,34
  • Höhe 2,02 (ohne Antenne)
  • Fahrwerk mit 4 oder 5 Rollen je nach Aufgabe
  • Besatzung gesamt 4 Mann (Kommandant im Turm, Fahrer, Funker hinten links, Beobachter hinten rechts, davor Notsitz für 5. Mann
  • Panzerung 8 mm / direkt nach vorn 20 mm
  • Bei geschlossenen Luken Sicht für Fahrer und Kommandanten durch Periskop, für Beobachter nach rechts durch 50 mm Panzerglas (wegklappbar)
  • 6 Zylinder Benzinmotor, Hubraum 4678ccm 164 PS.
  • Höchstgeschwindigkeit 58 km/h (Rückwärts ganze 8 km)
  • Reichweite ca. 400 km (Straße)
  • Steigfähigkeit 60%
  • Grabenüberschreitfähigkeit 1,50 m
  • normale H-Schaltung
  • Lenkung mit Steuerknüppeln über Kettenbremsen
  • empfindliche Bandbremse als Zusatzfußbremse
  • Watfähigkeit 0,70 m
  • Kletterfähigkeit 0,60 m
  • Inhalt Kraftstoffbehälter 330 ltr
  • Bewaffnung
    • Maschinenkanone (Hispano-Suiza, 20 mm)links neben Kommandant eingebaut im Drehturm mit
    • Sprengbrandzerlegermunition auf Gurt (Weichziele und Flak) und Panzerabwehrgeschosse in Magazinen.
Stan-Bewaffnung der Besatzung: Kommandant mit Pistole Walther P1, Fahrer und Funker mit Maschinenpistole 2 (Uzi), Späher mit Sturmgewehr G3. Der Munitionswechsel für die Maschinenkanone war wegen der engen Verhältnisse im Turm und dem hohen Gurtgewicht schwierig, der Wechsel schloss die Benutzung von Werkzeug ein. Die Turmdrehung erfolgte durch Handantrieb in zwei Übersetzungsbereichen, die Entfernungsmessung durch Schätzung. Schussgeschwindigkeit der Kanone ca. 800-1000 Schuss/min. Maximale Schussentfernung ca. 7.5 km, optimale Kampfentfernung 400-1200 Meter.

Von dem Schützenpanzer kurz gab es verschiedene Versionen:

  • Halbgruppe mit manuellem Drehturm mit 20mm Kanone.
  • Gefechtsfeldradargerät mit Impulsradargerät. Diese Version wurde bis 1967 gebaut und war bis ca 1987 im Einsatz.
  • Krankenkraftwagen mit zwei Feldtragen.
  • Beobachtungspanzer.
  • Panzermörser mit 81mm Mörser,
  • und als Schützenpanzer Kurz Cargo mit verkürztem Laufwerk (4 Laufrollen)

Der Schützenpanzer kurz Halbgruppe wurde unter anderem bei den Panzerspähzügen der Brigaden eingesetzt.

Literatur


  • Werner Oswald: Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr. Motorbuchverlag, Stuttgart, ISBN 3-87943-850-1, 14. Auflage 1992
  • Der Reibert. Handbuch für den Deutschen Soldaten. Verlag E.S. Mittler & Sohn; (ISBN 3-8132-0820-6)

Schützenpanzer SPz 11-2 Kurz

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