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Die Schöpferische Zerstörung ist ein Begriff aus der Ökonomie, der von Joseph Alois Schumpeter popularisiert wurde, in diesem Kontext jedoch von Werner Sombart stammt, von dem ihn Schumpeter auch übernahm; Sombart seinerseits übernahm das allgemeine Konzept von Friedrich Nietzsche.

Seine Kernaussage lautet: Jede ökonomische Entwicklung baut auf dem Prozess der schöpferischen bzw. kreativen Zerstörung auf. Durch die Zerstörung von alten Strukturen werden die Produktionsfaktoren immer wieder neu geordnet. Die Zerstörung ist also notwendig (und nicht etwa ein Systemfehler), damit Neuordnung stattfinden kann.

Auslöser für die schöpferische Zerstörung sind Innovationen, die von den Unternehmern vorangetrieben werden mit dem Ziel, sich auf dem Markt durchzusetzen.

Diese Begriffsbildung bei Schumpeter stammt aus dem siebten Kapitel seines Buches Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie (Original: Capitalism, Socialism and Democracy, Harper & Brothers, New York 1942). Dort schreibt er:

"Die Eröffnung neuer, fremder oder einheimischer Märkte und die organisatorische Entwicklung vom Handwerksbetrieb und der Fabrik zu solchen Konzernen wie dem U.S.-Steel illustrieren den gleichen Prozess einer industriellen Mutation - wenn ich diesen biologischen Ausdruck verwenden darf -, der unaufhörlich die Wirtschaftsstruktur 'von innen heraus' revolutioniert (2), unaufhörlich die alte Struktur zerstört und unaufhörlich eine neue schafft.

Dieser Prozess der "schöpferischen Zerstörung" ist das für den Kapitalismus wesentliche Faktum. Darin besteht der Kapitalismus und darin muß auch jedes kapitalistische Gebilde leben."

(2) "Diese Revolutionen sind nicht eigentlich ununterbrochen; sie treten in unsteten Stößen auf, die voneinander durch Spannungen verhältnismäßiger Ruhe getrennt sind.

Der Prozess als ganzer verläuft jedoch ununterbrochen - in dem Sinne, dass immer entweder Revolution oder Absorption der Ergebnisse der Revolution im Gange ist; beides zusammen bildet das, was als Konjunkturzyklus bekannt ist."

Vgl. auch Destruktivität

Die kreative Zerstörung wird auch in seinem Werk der "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" erwähnt: "They will create something new and destroy the old thing * (Schumpeter 2002 S. 409)

Literatur


  • Joseph Schumpeter: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. In: The American journal of economics and sociology : publ. quarterly in the interest of constructive synthesis in the social sciences under grants from the Francis Nelson Fund and the Robert Schalkenbach Foundation. Vol. 61, No. 2 (2002), S. 405-437

Wirtschaft Wettbewerb | Schaden | Innovation

Creative destruction | Destruction créatrice

 

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