| Wappen | Karte |
|---|---|
| wp001.jpg | Karte Pruem in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Regierungsbezirk: | früher: Trier |
| Kreis: | Bitburg-Prüm |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Verbandsgemeinde Prüm |
| Fläche: | 13,35 km² |
| Einwohner: | 1742 (31. Dezember 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 130 Einwohner/km² |
| Höhe: | 400 - 550 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 54614 |
| Vorwahl: | 06553 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | BIT (früher PRÜ) |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 32 304 |
| Offizielle Website: | www.schoenecken.de |
| E-Mail-Adresse: | info@schoenecken.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | 1. Beigeordneter Werner Krämer (CDU) |
Durch die vergleichsweise geringen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, befinden sich im alten Ortskern von Schönecken noch ca. 120 mittelalterliche Gebäude, von denen einige, wie zum Beispiel die "Kellnerei" oder das "Hermann-Von-Hersel-Haus" heute unter Denkmalschutz stehen. Seit dem Jahre 2002 ist Schönecken Mitglied in der Städtebauförderung, darum können in den nächsten Jahren erhebliche Sanierungsmaßnahmen an schützenswerten Gebäuden vorgenommen werden. bellacosta07.jpg | von_hersel0335.jpg | bellacosta04.jpg | amt.jpg
762 schenkt König Pippin dem Kloster Prüm den Hof Wetteldorf. Schutzvögte der Abtei werden die Grafen von Vianden.
933 wird erstmals "Schöneck" im Zinsverzeichnis des Prümer Abtes genannt und mit dem Aufstieg der Prümer Abtei gewinnt auch der Raum Schönecken an Bedeutung.
Die weitere Geschichte des Ortes Schönecken ist vor allem durch die Erbauung und die Besitzverhältnisse der im 12. Jh. errichteten Burg "Clara Costa" geprägt. Diese dürfte mit ca. 120 m Länge und 60 m Breite eine der größten Wehranlagen in der gesamten Westeifel gewesen sein. Auf einem Bergrücken gelegen zeugt sie von einer hohen Wehrfestigkeit.
Im Jahr 1264 nahm Graf Heinrich von Vianden Burg Schönecken zum Wohnsitz und nannte sich Herr von Schönecken. Bis 1480 wechselten die Burg und die Herrschaft über Schönecken mehrmals die Besitzer und gingen erst dann dauerhaft (bis 1803) in das Eigentum des Erzbistums Trier über. Mitte des 16. Jh. wird Schönecken Amtssitz und erhält sogar ein Gericht mit dem Amtmann von Schönecken als Präses. Zum Amtsbezirk zählen ca. 30 Ortschaften und 10 Kirchengemeinden. Beim Ortsbrand 1802 wird die Burg teilweise beschädigt und Steine, Holz und Dachschiefer werden z.T. zum Wiederaufbau des verbrannten Ortes verwendet.
1848 geht die Burgruine in den Besitz des preußischen Staates über; heute gehört sie dem Land Rheinland-Pfalz. 1970-1975 wurden Wehrtürme und Wehrmauern der Burgruine durch die rheinland-pfälzische Schlösserverwaltung saniert.
Die Geschichte der Burg wird ausführlicher unter Burg Schönecken beschrieben.
Bei der Schönecker Eierlage handelt es sich um einen der ältesten Osterbräuche Westeuropas und sie taucht erstmals 1764 urkundlich auf, laut einer Sage ist die Eierlage schon im Jahr 1500 entstanden und ist der Auftakt eines Volksfestes am Ostermontag.
Die Eierlage wird seit Menschengedenken von der Jungesellensodalität, genannt "Zalditschen" ausgerichtet und ist ein regionaler Publikumsmagnet.
Bei der Schönecker Eierlage treten ein Raffer und ein Läufer gegeneinander an. Der Läufer muss zu dem Dorf Seiwerath laufen und mit einer Bestätigung des Barriere-Empfänger zurückkommen, er legt 7,2 km zurück und muss 150 Höhenmeter überwinden. Der Raffer muss in der Zwischenzeit 104 Eier die im Abstand einer Elle in einer Linie am Startpunkt liegen zusammenraffen, also einzeln in einen Korb legen, ohne ein Ei zu beschädigen, er legt hierbei nach der Gaußschen Summenformel 6,6 km zurück (lediglich das letzte Ei darf auf dem Weg zum Ziel auch beschädigt werden, üblicherweise wird es in die Luft geworfen). Sieger ist, wer seine Aufgabe als Erster erledigt hat. Anschließend wird auf einem Festball gefeiert.
kirche0335.jpg | kapelle0335.jpg
Spätgotischer Bau mit stattlichem Westturm. Grabstein von 1592. Turmmonstranz aus St. Vith (1567/68). Vesperbild um 1500. Mehrere Heiligenfiguren des 18. Jh. (Dehio) Aus einem spätgotischen Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor und stattlichem Westturm entstand 1875 bzw. 1882 durch Anbau zweier Seitenschiffe eine basilikale Anlage. 1955/56 wurde an der Südseite der Kirche ein erheblich größerer Neubau angefügt (Kirche "Unserer lieben Frau"), der das südliche Seitenschiff als Empore benutzt. Der zunächst ungenutzte Altbau 1976 aussen und nach 1980 innen grundlegend restauriert und 1995 wieder in Benutzung genommen; das nördliche Seitenschiff schon 1976 für die Verbreiterung der Nimstalstrasse abgebrochen. Die zur Straße gelegene Nordseite zeigt nun wieder das Bild der Zeit um 1500, da die bis zur Traufe reichenden Strebepfeiler in den Arkadenpfeilern erhalten geblieben waren, die Fenster wurden nach Vorbild der 1883 mit zweibahnigem Maßwerk versehenen Chorfenster rekonstruiert. Den Turm unterteilen Gesimse in drei unterschiedlich hohe Geschosse, als Abschluss ein achtseitiger, stark eingezogener Spitzhelm. Im nördlichen Winkel zwischen Turm und Schiff ein polygonales Treppentürmchen. Von der neugotischen, nach 1882 gefertigten Ausstattung sind der Hauptaltar, die Kanzel und ein Teil des Gestühls erhalten. 1921 entstand die Empore im Turmgeschoss und die figürlichen Wandmalereien von Nikolaus Krämer. Im Chor Grabmal des 1592 verstorbenen Hermann von Hersel.
Die Burgkapelle - St. Antonius Kapelle
Im 15. Jh. als Burgkapelle erbaut. Erweiterung von 1790. Ausstattung teils im Barockstil, teils neugotisch. Ehemaliger Altaraufsatz datiert 1622. In der Burgkapelle finden zeitweise Kunstausstellungen statt, unregelmäßig (zum Kapellenfest, oder wegen Hochzeiten) werden auch katholische Gottesdienste zelebriert.
Am ersten Sonntag im Juli findet das Burgkapellenfest am Alten Amt in Schönecken statt.
An Ostermontag eines jeden Jahres findet die traditionelle Schönecker Eierlage in der Von-Hersel-Straße seit Jahrhunderten statt.
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