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Der Ausdruck Schädling ist eine Kollektivbezeichnung für Tierarten, die gegenüber dem Menschen und der Kultur Schaden als Überträger von Infektionen, als Zerstörer der Biomasse oder als Nahrungskonkurrent bewirken.

Der Begriff ist somit abhängig von den Wertvorstellungen der Gesellschaft. Die Bewertung des Schadens geschieht dabei aus rein wirtschaftlicher Perspektive des Menschen und ist kein Begriff der Biologie. Teilweise werden aber Neobiota als schädlich für Ökosysteme bewertet.

Eine übertragene Bedeutung hat der Begriff mit dem Ausdruck "Volksschädling" durch die Propaganda des Nationalsozialismus erfahren, der Menschen auf die Stufe niederer und schädlicher Tiere abzuwerten versuchte.

Das Aufkommen von Schädlingen geht einher mit der Entwicklung von Kulturen. Insbesondere die Monokulturen fördern die Entwicklung von Schädlingsarten. Durch klimatische Veränderungen oder Extreme (Hitze, Trockenheit) werden Schädlinge oft begünstigt.

Zu wesentlichen Schädlingen werden u.a. gezählt:

Literatur / Geschichte des Begriffs


Sarah Jansen: "Schädlinge". Geschichte eines wissenschaftlichen und politischen Konstrukts, 1840 - 1920. Frankfurt/Main 2004, ISBN 3-593-36307-0.

Siehe auch


Forstschädling, Vorratsschädling, Holzschädling, Unkraut, Nützling, Schädlingsbekämpfung, Biologische Schädlingsbekämpfung, Biologischer Pflanzenschutz, Quarantäneschaderreger, Computervirus

Ökologie | Schädling | Pflanzenschutz | Schaden

Mor | Pest (animal) | Damaĝbesto | Organisme nuisible

 

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