Sulików * (dt. Schönberg) ist ein Ort mit 1.900 Einwohnern im Südwesten Polens. Es liegt 9 km südöstlich von Görlitz am Rothwasser (Czerwona Woda) und gehört dem Powiat Zgorzelecki in der Woiwodschaft Niederschlesien an.
Im Jahre 1572 erhielt Schönberg das Privileg zur Abhaltung eines Jahrmarktes, dabei wurden auch die Stadtrechte bestätigt. 1586 entstanden in Schönberg Handwerkerinnungen. Im Dreißigjährigen Krieg gelangte Schönberg als Teil der Oberlausitz aus der böhmischen und die sächsische Landeshoheit. Einen kleineren Aufschwung erlebte die Stadt durch den Zuzug von Glaubensflüchtlingen aus Böhmen und Schlesien nach dem Krieg. Der Grundherr Wolf Albrecht von Loeben gestattete ihnen die Errichtung eines neuen Stadtteils, der Neustadt, die dann Neuloeben genannt wurde. Im Jahre 1688 vernichtete ein Stadtbrand große Teile der Stadt, in Folge dessen auch die Stadtkirche neu entstand. Zu Beginn der 18. Jahrhunderts wurde die Weberei zum Haupterwerb. Bekannt wurde die Stadt durch das Missolan, ein grobes Leinen- und Wollgewebe, das über Hamburg als Schönberger Zeug in die Welt verschifft wurde. Wenig erfolgreich war ein Erzbergbauversuch aus dem Jahre 1731, der Heiliger Rat und Wille Gottes Erbstolln genannte Vortrieb in den Schönberg wurde schon bald wegen Erfolglosigkeit wieder eingestellt.
Großen Erfolg hatte Schönberg als Bad. Rechts der Straße von Schönberg Richtung Reichenau/Seidenberg liegt die Ruine des Hauses, in dem das (Heil-)Wasser ausgeschenkt wurde. Erste Besucher werden schon im siebzehnten Jahrhundert gemeldet. Das Dominium Schönberg übernahm die Verantwortung für den Ausschank und produzierte auch eigene Flaschen mit eingescholzenem Stempel. Postkartengrüße aus dem endenden neunzehnten Jahrhundert bezeugen diese reiche Einnahmequelle.
Seit der Teilung der Oberlausitz im Jahre 1815 gehörte Schönberg zu Preußen und war von 1816 bis 1945 Teil des Landkreises Lauban. Im 19. Jahrhundert entstanden in der Stadt Teppich- und Baumwollwebereien, auch das Kürschner-, Schuh- und Zigarrenmacherhandwerk erlangte Bedeutung. Um 1920 wurde der Marktplatz des Stadtteils Neuloeben mit einer Siedlung bebaut. 1921 wurden Teile von Nieder Halbendorf nach Schönberg eingemeindet. Erst 1927 erhielt die Stadt durch eine Zweigbahn von Nikolausdorf (Mikułowa) aus einen Eisenbahnanschluss an die Strecke von Görlitz nach Lauban. Diese Strecke wurde 1948 bis Zawidów (Seidenberg) weitergeführt, um diese Stadt mit dem Schienennetz der polnischen Staatsbahn PKP zu verbinden.
Im Jahre 1945 kam die Stadt zu Polen. Der Ort wurde zuerst Szymbark genannt. Ein Kreuz an der Hauptstraße, von Görlitz kommend, zeigt noch diesen Namen. Mit der Namensreform wurde dann Szymbark endgültig Sulików. Sulików verlor seine Stadtrechte. Die Orte Mała Wies Dolna (Nieder Halbendorf) und Mała Wies Gorna (Ober Halbendorf) wurden eingemeindet.
Im Ort ist eine Pappenfabrik ansässig und auf dem Schönberg erfolgt der Abbau von Basalt.