Unter einem Scanner versteht man in der Lichttechnik einen multifunktionalen Scheinwerfer mit integrierten Effekten und Farbwechlern dessen Lichtstrahl durch einen motorisch beweglichen Spiegel kontrolliert abgelenkt werden kann.
Zwischen Leuchtmittel und Lichtaustrittsöffnung ist eine so genannte "Effekt-Unit" eingebaut, die die Eigenschaften des Lichtstrahles, z.b. in Farbe und Form, verändern kann.
Alle Funktionen sind motorisch bewegt und somit fernsteuerbar.
Die Helligkeit des Scanners ist abhängig von dem verwendeten Leuchtmittel und der Qualität der Optik. So gibt es Leuchtmittel ab 150 W bis hin zu 4000 W.
Da Gasentladungslampen elektrisch nicht dimmbar sind erfolgt die Helligkeitsregelung mechanisch durch Shutter-Bleche, die sich vor dem Leuchtmittel befinden und in den Strahlengang gefahren werden.
Eine eventuell vorhandene Iris-Funktion ermöglicht die Kontrolle der Streuungswinkel. Dadurch kann der erzeugte Lichtkegel entsprechend vergrößert oder verkleinert werden. Ein pulsierender Lichtkegel kann auch als Effekt eingesetzt werden.
Je nach Modell lässt sich die Linse über das Steuersignal oder von Hand scharf stellen, so dass die Projektionen der Muster scharf erscheinen. Diese Funktion wird als Focus bezeichnet.
Eine abschließende Shutter-Funktion ermöglicht die Projektion zu stoppen. Das hat die Vorteile, dass das Leuchtmittel dauerhaft brennen kann, der Scanner seine Projektion schnell ausschalten kann und zusätzlich bei einem schnellen Shutter ein Blitzeffekt erzeugt werden kann, der auch als Strobe-Funktion bekannt ist.
1) Scheinwerfer mit Spiegelablenkung (Scanner)
2) Kopfbewegte Scheinwerfer (Moving Head)
Bei spiegelgesteuerten Scannern trifft die Projektion auf eine Spiegelfläche, die mit Hilfe zweier Motoren seitlich und neigend bewegt wird, so dass der Lichtstrahl auf die Projektionsfläche abgelenkt wird. Dies hat zwar den Vorteil, dass nur ein leichter Spiegel zu bewegen ist und die Projektion daher schnell neu ausgerichtet werden kann, jedoch ist der Bereich von Neigung und Rotation physikalisch limitiert. Aus diesen Gründen werden Scanner für den Disco-Einsatz oder für bestimmte Bühneneffekte bevorzugt, sind aber nicht geeignet, wenn es darum geht, jeden Punkt auf einer Bühne erreichen zu können.
Kopfbewegte Scheinwerfer, oder auch Moving Heads genannt, bewegen das Leuchtmittel inklusive aller Filter. Durch das erhebliche Gewicht sind diese Moving-Heads daher träger als spiegelgesteuerte Scanner, erlauben jedoch auf nahezu jeden umliegenden Punkt im Raum projizieren zu können. Sie eignen sich daher besonders für den Bühneneinsatz. Die Basis-Rotationen eines Moving Heads sind meist auf 540° limitiert während die Neigung oft bei 270° liegt.
Die rotatorischen Scanner sind die Hybriden zwischen den Scannern und den Movingheads. Die Projektion wird durch einen Spiegel in der Neigung abgelenkt, jedoch erfolgt die zweite Ausrichtung durch eine Rotation der gesamten Basiseinheit ähnlich wie beim Movinghead. Dies ermöglicht es, den gesamten Raum unter- oder oberhalb (je nach Aufhängung) des Scanners ausleuchten zu können. Die eingesetzten Rotationsmotoren sind nicht wie den meisten Movingheads auf 540° beschränkt, sondern können unbeschränkt rotieren. Einige Modelle rotieren mit 120 U/min, was diese Scanner extrem schnell macht.
Eine besondere Familie bilden sogenannte TM-Scanner. Hierbei werden zwei Spiegel schräg auf zwei verschiedenen Achsen gegeneinander bewegt und können so nahe zu in alle 360°-Richtungen projizieren.
Da der leichte Spiegel meistens schnelle Bewegungen ausführt sind die meisten Modelle mit einem Kanal für die Pan- und einem Kanal für die Tiltbewegung ausgestattet. Der Wunsch nach genaueren langsamen Spiegelfahrten veranlasste die Hersteller jedoch auch Modelle mit 16bit Auflösung (Je 2 Kanäle) zu bauen. Hierbei handelt es sich oft um größere Modelle, die auch auf große Entfernung sanft fahren können sollen.
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"Scanner (Lichttechnik)".
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