Sazan (albanisch auch Sazani, italienisch Saseno, im Altertum Saso, das z wird als stimmhaftes s gesprochen) ist eine kleine Insel an der albanischen Küste. Die Insel hat eine strategisch bedeutsame Lage am Eingang zur Bucht von Vlora und der Straße von Otranto, dem Übergang von der Adria zum Ionischen Meer. Sazan hat eine Fläche von etwa 5 km² und keine Einwohner.
Geschichte
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Nach dem Untergang des
Osmanischen Reichs sprach die
Botschafterkonferenz der Großmächte von
London, die die Grenzen des albanischen Staats regelte, Sazan Albanien zu.
Italien besetzte im Verlauf des
Ersten Weltkrieges Sazan am
30. Oktober 1914. In einem geheimen Vertrag ließ sich Italien im April
1915 das Umland von Vlora mit der vorgelagerten Insel zusichern. Als nach dem Krieg albanische Truppen die Italiener vom albanischen Festland verdrängten, einigten sich die Konfliktparteien in einem Protokoll am
2. August 1920 darauf, dass wenigstens Sazan unter italienischer Hoheit verblieb. Italien unterhielt auf der Insel einen Militärstützpunkt. Erst nach Ende des
Zweiten Weltkriegs erhielt das jetzt
kommunistische Albanien gemäß dem Friedensvertrag vom
10. Februar 1947 wieder die Kontrolle über die Insel. In der Folge wurde die Insel auch von
sowjetischen Truppen als Stützpunkt verwendet, bis es
1960 zum Bruch zwischen
Tirana und
Moskau kam.
Vom Militärstützpunkt zum Touristenziel?
Heute wird Sazan noch immer vom albanischen Militär als Stützpunkt verwendet. Auch die italienischen Zollbehörden operieren von hier aus gegen albanische Schmugglerbanden. Die Insel kann nicht besucht werden. Das albanische
Tourismusministerium arbeitete jedoch Pläne aus, nach denen die Insel in ein Ferienziel für Urlauber mit Hotels und einem Kasino verwandelt werden soll. Problematisch ist dabei allerdings, dass das Eiland über keine Süßwasserquellen verfügt.
Philatelie
Im Jahr
1923 wurden acht italienische
Briefmarken mit
SASENO überdruckt.
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