| Basisdaten Sauerland | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bundesländer: | Nordrhein-Westfalen, Hessen | |||
| Regierungsbezirke: | Arnsberg, Kassel | |||
| Höchster Punkt: | 843 m ü. NN (Langenberg) | - bgcolor="#FFFFFF" | Niedrigster Punkt: | 99,5 m ü. NN, bei Iserlohn-Hennen |
| Kfz-Kennzeichen: | HSK, MK, OE, SO, KB | |||
| Gliederung: | mehrere Landkreise | |||
| Karte | ||||
Direkt über den Gipfel des Langenbergs verläuft die Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Der Hegekopf, der komplett auf hessischem Gebiet liegt, ist die höchste Erhebung in ganz Nordhessen. Der Kahle Asten wird oft fälschlich als der höchste Berg im Sauerland und Rothaargebirge bezeichnet. Tatsächlich aber haben dieses Attribut die oben erwähnten nahezu gleichhohen Berge - Langenberg und Hegekopf - inne, von denen der Langenberg sogar die höchste Erhebung im gesamten Nordwestdeutschland ist.
| Bevölkerungsentwicklung der Kreise 1950-2005 | |||||
| Gebiet | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2004 |
| Hochsauerlandkreis | 226.063 | 237.565 | 263.920 | 260.265 | 277.715 |
| Märkischer Kreis | 343.600 | 399.213 | 432.405 | 421.321 | 451.421 |
| Kreis Olpe | 97.831 | 108.138 | 119.184 | 125.142 | 142.140 |
| Kreis Soest | 222.459 | 231.687 | 257.030 | 266.693 | 309.013 |
Insgesamt lässt sich hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung und Siedlungsdichte ein deutliches West-Ost-Gefälle ausmachen. Das früh industrialisierte Gebiet des heutigen Märkischen Kreises erlebte im 19. Jahrhundert auch durch Zuwanderung aus dem übrigen Sauerland ein beachtliches Bevölkerungswachstum. Dies war zwar geringer als im benachbarten Ruhrgebiet lag aber deutlich höher als in der übrigen Region. Vor allem nach 1870 unterschied sich der Westen des späteren Hochsauerlandkreises (v.a. in Neheim und Hüsten) kaum von der Entwicklung in der Mark.
Dagegen waren die gering industrialisierten Gebiete in den heutigen Kreisen Hochsauerland, Olpe und Soest zeitweise Aus- und Abwanderungsgebiete mit einer entsprechend niedrigen Bevölkerungszunahme. Der Landrat von Brilon schätze zu Beginn der 1870er Jahre, dass allein von 1845 bis 1864 über 500 Personen nach Amerika ausgewandert seien. In der Phase der Hochindustrialisierung verlor die Überseewanderung zu Gunsten der Abwanderung in die benachbarten Industriegebiete an Bedeutung. Bereits zu Beginn der 1860er Jahre zählte man im Kreis Brilon nur etwa 180 Auswanderungen nach Übersee, aber über 600 Umzüge innerhalb des preußischen Staates. Hauptzielgebiete waren die Industrieorten im westlichen Teil des Sauerlandes und das Ruhrgebiet.
| Siedlungsdichte im Jahr 2004 | |
| Kreis | Einw. pro qkm |
| Hochsauerlandkreis | 141,8 |
| Märkischer Kreis | 426,3 |
| Kreis Olpe | 200,0 |
| Kreis Soest | 232,8 |
| Nordrhein-Westfalen | 530,3 |
Wenngleich im 20. Jahrhundert die wirtschaftlichen Unterschiede abgenommen haben, ist die Bevölkerungsdichte noch immer außerordentlich unterschiedlich. Während der Märkische Kreis nur wenig unter dem Durchschnitt für Nordrhein-Westfalen liegt, ist die Bevölkerungsdichte vor allem im Hochsauerland um ein mehrfaches geringer.
Bei der Suche nach der Bedeutung des Namens „Sauerland“ findet man eine weitere Erklärung des unter Fachleuten bekannten Forschers Dr. Hans Bahlow. Dieser weist auf ein prähistorisches Wort „sur“ hin, welches soviel bedeutet wie „Quell- und Sumpfwasser“. Tatsächlich gibt es in ganz Deutschland mehrere Flüsse, die einen ähnlichen Namen tragen, so zum Beispiel fließt im Elsaß eine Sauer, die Sure ist ein Nebenfluss der Mosel und man findet einige Bäche mit den Namen Sur in der Schweiz. Laut Bahlow bezeichnet das Wort „sur“ ein von Natur aus feuchtes, sumpfiges, schwer zu durchquerendes Gebiet.
Da es im Sauerland viele Ortsnamen gibt, die ebenfalls auf alte Bezeichnungen für Gewässer zurückgehen, ist es naheliegend, diese Erklärung als richtig anzusehen. So bezeichnet die Wortendung „becke“ oder „mecke“ einen kleinen Bach. Ein weiterer Ortsname, der auf Gewässerbezeichnungen beruht, ist der Name Elspe, dessen Ursprünglicher Name „Alisapa“ aus zwei Wortteilen zusammengesetzt wurde, Alisa und Apa. Beide Wortteile sind sehr alten Ursprungs und stammen wahrscheinlich noch aus vorgermanischer Zeit.
Unabhängig davon, woher der Name ursprünglich stammt, ist er nur bedingt ein historischer Begriff. Wirklich gebräuchlich war er weder im Mittelalter noch in der Frühen Neuzeit. Wichtiger waren die Namen der jeweiligen Territorien (v.a. Grafschaft Mark und Herzogtum Westfalen). Erst seit dem 19. Jahrhundert setzte sich der Begriff Sauerland allmählich als Selbst- und Fremdbeschreibung durch. Dabei wurde er zunächst vorwiegend als Synonym für das katholische ehemalige Herzogtum Westfalen verwendet. Während die einheimische Bildungselite den Begriff positiv besetzte, haben ihn Aussenstehende gerade aus märkischen Raum und dem Ruhrgebiet als Bezeichnung für eine wirtschaftlich und kulturell scheinbar rückständige Region verwendet. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und im 20. Jahrhundert nahm die Reichweite des Begriffes immer mehr zu. Dabei spielten die als negativ empfundenen Folgen der Industrialisierung eine beträchtliche Rolle. Stattdessen begann man sich nach der scheinbar natürlichen Lebensweise, wie sie im oberen Sauerland herrschte, zu sehnen. Eine Rolle spielte dabei auch der Wunsch, an die Erfolge der dortigen Tourismuswirtschaft anzuknüpfen.
Gegen Ende des 7. Jahrhunderts lebten im Gebiet des Sauerlandes noch nichtsächsische germanische Stämme (teilweise) fränkischer Herkunft wie die Brukterer. Durch die Schwäche des merowingischen Königtums wurde die sächsische Expansion in diesen Raum möglich. An ihrem Ende stand die Ausdehnung des sächsischen Gebietes bis an die untere Ruhr (Unterwerfung der Brukterer 693/695).
Nach der endgültigen Zerschlagung des sächsischen Widerstands gehörte das Sauerland seit dem Ende des 8. Jahrhunderts n.Chr. dann zum Machtbereich des karolingischen Großreiches. Zwar wurde der sächsische Adel nicht beseitigt, aber seit dem Reichstag in Lippspringe (782) wurde das Land in die Gerichts- und Verwaltungseinheiten der Grafschaften eingeteilt.
Mit der Eroberung durch die Franken begann auch die Christianisierung und der Ausbau der Kirchenorganisation der Region. Am Anfang stand die Einteilung des sächsischen Gebiets in Missionsbezirke. Für das Sauerland und Hellwegraum war danach der Erzbischof von Köln zuständig. Auch Klostergründungen sollten die christliche Religion weiter festigen. Zu den frühen Gründungen gehörte etwa ein Kloster in Meschede. Wichtiger noch war die Gründung von Pfarreien. Zu den ältesten Urpfarreien (gegründet bis 785) gehören Wormbach (bei Schmallenberg) und Eresburg (Marsberg). Bis 800 kamen Menden, Attendorn, Velmede und Medebach hinzu. Es folgten bis 830 Hüsten und Altenrüthen (bei Rüthen).
Nach der Amtsenthebung von Heinrichs des Löwen 1188 kam es zur Aufteilung des Herzogtums Sachsen. Große Gebiete des Sauerlandes wurden dabei dem Erzbistum Köln zugesprochen. Der den Erzbischöfen nunmehr zufallende Titel eines Herzogs von Westfalen vergrößerte ihren Einfluss noch. Zu ihren Rechten gehörte damit auch das Recht, die Anlage von Burgen und Gründung von Städten der Grafen zu erlauben oder zu verbieten. Allerdings entschied letztlich die tatsächlich vorhandene Macht, ob die Erzbischöfe diese Rechte auch durchsetzen konnten. Sie konnten etwa nicht verhindern, dass Graf Engelbert I. von der Mark auf die Gründung der grenznahen kölnischen Stadt Menden mit der Stadterhebung Iserlohns antwortete.
Dem Vordringen Kölns widersetzten sich vor allem die Grafschaften Arnsberg und Mark mit wechselnden Erfolg. Zu einem festen Bündnis gegen Köln kam es jedoch nicht, zu groß war der Konkurrenzkampf untereinander. Vor allem gegen die Expansionsversuche des Erzbischofs Siegfried von Westerburg entwickelte sich Widerstand. Abgesehen vielleicht von den Bischöfen von Minden und Münster waren daran fast alle Territorialherren Westfalens beteiligt, unter ihnen auch Graf Eberhard II. von der Mark. Die Entscheidung fiel in der Schlacht von Worringen (1288), in deren Verlauf der Bischof gefangen genommen wurde. Als Ergebnis der Schlacht wurde der weitere Aufstieg Kölns in Westfalen gebrochen. Schwelm und Hagen fielen an die Grafschaft Mark. Die Burgen Volmarstein und Raffenberg wurden zerstört. Der Erzbischof war von nun an nur noch ein Landesherr neben anderen. Dagegen gewannen die Grafen von der Mark deutlich an Einfluss.
Im Laufe der Zeit geriet vor allem die Grafschaft Arnsberg in die Defensive. Als sich im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts abzeichnete, dass der Graf Gottfried IV. von Arnsberg kinderlos sterben würde, standen Kurköln und die Grafschaft Mark als Konkurrenten um das Erbe gegenüber. Dabei setzte sich Köln durch. Der Erzstuhl kaufte dem Grafen sein Territorium ab und ermöglichte ihm als einzigem weltlichen Fürsten ein Begräbnis im Kölner Dom.
Mit diesem Erwerb hatte die Expansion Kölns in Westfalen ihren Höhepunkt erreicht. Insbesondere die Grafschaft Mark konnte ihre Unabhängigkeit bewahren. Eine erhebliche Schwächung der Kölner Position war zweifellos der Verlust der reichen Handelsstadt Soest. Diese erkannte im Jahre 1444 die Oberhoheit des Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers nicht mehr an und unterstellte sich dem Herzog von Kleve. Daraufhin kam es zur Soester Fehde (1444-1449) zwischen dem Erzbischof von Köln und der Stadt Soest. Auf der Seite von Soest standen neben Kleve auch die mit diesem Gebiet dynastisch eng verbundene Grafschaft Mark, aber auch der Herzog von Burgund und zahlreiche westfälische Städte. Bei dieser Auseinandersetzung ging es nicht mehr nur um die Rechte einer Stadt, sondern um die Machtverteilung im südlichen Westfalen insgesamt. 1447 wurde die Soest von einem 12.000 Mann starken Söldnerheer belagert, konnte aber nicht eingenommen werden. Soest und sein unmittelbares Umland, die Soester Börde, verblieben beim Herzog von Kleve beziehungsweise der Grafschaft Mark. Dagegen behielt Köln die während des Krieges eingenommen Gebiete um Fredeburg und Bilstein. Damit war Territorialentwicklung des "Herzogtums Westfalens" weitgehend abgeschlossen. Aber mit dem Gewinn von Soest war auch für die Grafen der Mark der Höhepunkt ihrer Expansionsphase erreicht.
Die jahrhundertelange Auseinandersetzung zwischen den Erzbischöfen von Köln und den Grafen von der Mark waren seit der Schlacht von Worringen und endgültig nach der Soester Fehde zu Gunsten der Grafschaft Mark entschieden.
Wirtschaftlich allerdings gab es durchaus Berührungspunkte, aber auch erhebliche Gegensätz. Die gebirgigen Teile des Herzogtum Westfalen und der Grafschaft Mark bildeten zusammen mit dem Siegerland eine frühe montanindustrielle Verdichtungszone mit einer innerregionalen "Arbeitsteilung". Freilich waren Ausmaß und Ausrichtung von Erzförderung und -verarbeitung sehr unterschiedlich. Grundlage war in allen drei Territorien die reichlich vorhandene Wasserkraft, Holz zur Kohleerzeugung und Erzgruben. Zwar gab es in allen Regionen Bergbau, Eisenerzeugungs- und Weiterverarbeitungsbetriebe, aber alle Gebieten spezialisierten sich doch auf bestimmte Bereiche. Im Siegerland dominierte die Eisengewinnung und -erzeugung, im kurkölnischen Sauerland wurden diese Produkte zu Stahl und Blechen weiterverarbeitet, die dann im märkischen Sauerland zu Fertigwaren veredelt wurden. Vor allem die immer stärke Abholzung der Wälder hat bereits am Ende des 18. Jahrhunderts die Eisenverarbeitung verteuert. Mit der Ausbeutung der Kohlegruben im Ruhrgebiet verloren die Standortfaktoren Wasser und Holz dann endgültig ihre Bedeutung.
Durch die Ehe Herzog Johanns III. mit einer Tochter des Herzogs Wilhelm III. von Jülich und Berg kam es 1521 zur Vereinigung der Herzogtümer Kleve, Jülich und Berg sowie der Grafschaften Mark und Ravensberg. Nach dem Tod von Herzog Johann Wilhelm im Jahr 1609 begann der "jülich-klevische Erbfolgestreit", der zu gänzlich neuen Territorialverbindungen auch im südlichen Westfalen führte. Ein Ergebnis brachte erst der Vertrag von Xanten im Jahr 1614. Danach fielen Jülich und Berg an Pfalz-Neuburg, während das Herzogtum Kleve sowie die Grafschaften Mark und Ravensberg an Brandenburg übergingen. Vier Jahre später begann der Dreißigjährige Krieg, der die Wirtschaft zwar in eine Krise führte, die Machtverhältnisse aber kaum änderte.
Der Übergang an Preußen hatte auf längere Sicht allerdings erhebliche Auswirkungen. Ähnlich wie Minden-Ravensberg wurde das märkische Sauerland immer stärker in den vergleichsweise zentralisierten preußischen Staat integriert. Zwar konnten sich einige ständische Relikte behaupten, aber tendenziell setzte sich der preußische Absolutismus durch.
In der frühen Neuzeit nahm im gebirgigen Teil der Mark die Bedeutung der Herstellung von Eisen- und später auch Metallfertigwaren zu. Dagegen verlor die Verhüttung und Herstellung von Halbfertigwaren an Bedeutung. Das märkische Sauerland war im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts zweifellos eine gewerbliche Verdichtungszone erster Ordnung.
Die ehemalige Grafschaft Arnsberg wurde zum eigentlichen Zentrum des Herzogtums Westfalens. Die Stadt Arnsberg war neben Bonn eine der Residenzen des Kurstaates. Politisch war die Entwicklung des Herzogtum geprägt von ständischen Beharrungstendenzen der einheimischen Eliten aus Bildungsbürgertum, Adel und Klerus einerseits und den Versuchen des Kurfürsten einen unmittelbaren Einfluss zu gewinnen andererseits. Im Jahr 1437 kam es nicht nur zur Arnsberger "Reformation der Feme", sondern eine erste "Erblandesvereinigung" zwischen Kurköln, den Nebenländern Vest Recklinghausen und dem Herzogtum Westfalen versuchte einen Ausgleich der widerstreitenden Interessen herbeizuführen. Dies war nur bedingt gelungen und 1463 wurde eine zweite Erblandesvereinigung zwischen Kurfürst, Domkapitel und Ständen abgeschlossen. Diese Vereinbarung wurde mehrfach bestätigt. Obwohl die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches versuchten, ihren Einfluss auszuweiten, blieb der Erfolg gering. Dazu trug auch bei, dass alle Beamten und Funktionsträger aus dem Herzogtum selber stammen mussten. Gegen den Widerstand der meist in Arnsberg tagenden Landständeversammlung mussten alle Versuche, einen absolutistischen Staatsaufbau durchzusetzen, scheitern. Das Herzogtum Westfalen blieb daher im Kern ein nur teilweise in den Kurstaat integrierter Ständestaat. Während die bildungsbürgerliche Elite im frühen 19. Jahrhundert diesen Zustand gewissermaßen als Anknüpfungspunkt für eine künftige liberale Gesellschaft priesen, sahen die inzwischen an eine straffe preussische Regierung gewöhnten Industriebürger der Mark am Ende des 18. Jahrhunderts die Situation der Nachbarregion als anachronistisch an. Kurfürst Max Friedrich von Königsegg-Rothenfels.jpg
Insbesondere behaupteten Reisende, dass die urtümliche Verfassung das Wirtschaftsleben behinderte. Tatsächlich war die wirtschaftliche Lage im Herzogtum Westfalen nicht mit dem protoindustriellen Aufschwung in der Grafschaft Mark zu vergleichen. Weite Teile der auch landwirtschaftlich wenig ergiebigen Region verfügten nur über eine gering ausgeprägte gewerbliche Entwicklung. Der Versuch der kurfürstlichen Regierung, durch die Einführung von "Industrieschulen" das Textilgewerbe zu fördern, trug nur an wenigen Orten Früchte. Notdürftig versuchte man sich mit Besenbinden oder der Herstellung von Holzwaren über Wasser zu halten. Auch die große Zahl von Wanderhändlern vor allem in den höher gelegenen Regionen zeugt von fehlenden lokalen Erwerbsmöglichkeiten.
Die Beobachter von außen übersahen allerdings vielfach, dass es daneben auch ganz beachtliche überwiegend eisen- und metallindustrielle Verdichtungsgebiete gab. Verschiedene Bergordnungen regelten und förderten den Abbau von Silber, Kupfer und Blei. Im Unterschied zu den strikt obrigkeitlichen Bergordnungen der Grafschaft Mark stieß ihre Durchsetzung freilich auf erhebliche Probleme.
Insgesamt war die Fertigwarenherstellung - abgesehen vielleicht von heimgewerblichen Nagelschmieden in einigen Orten - wenig ausgeprägt. Bedeutender war der Bergbau im Sauerland, die Herstellung von Schmiedeeisen durch Hammerwerke und Halbfertigwaren. Von Bedeutung waren an der Grenze zur Grafschaft Mark die Eisen- und Metallförderung und -verarbeitung bei Balve ("Luisenhütte"). Hinzu kamen der Bergbau bei Sundern, Warstein, Brilon, Marsberg, Winterberg-Silbach oder Schmallenberg. Das gewerbliche Zentrum des Herzogtums lag jedoch in der Gegend von Olpe. Dort konzentrierte sich vor allem die Herstellung von Blechen. Gemeinsam war den meisten Produktionsstätten, dass sie nicht zuletzt für den Bedarf der bergischen und märkischen Fertigwarenindustrie arbeiteten.
Zunächst überwiegend im Grenzbereich zum Siegerland und märkischen Sauerland kam es zu nennenswerten industriellen Entwicklungen. Dazu zählten insbesondere die Stadt Neheim ("Leuchtenindustrie"), Hüsten (Schwerindustrie "Hüstener Gewerkschaft"), Warstein (Eisenverarbeitung - Achsenherstellung), Olpe (industrielle Blechproduktion). Vor allem in den Kreisen Meschede (Kreis Meschede) und Brilon (Kreis Brilon) blieb die industrielle Entwicklung punktuell. Der Bergbau konzentrierte sich auf Eisenerze (z.B. Sundern, Balve, Warstein) und Metallerze, hier sind vor allem Ramsbeck, Meggen, und Marsberg zu nennen. Ein Großteil des übrigen Gebiets war im Wesentlichen auf Land- und Forstwirtschaft angewiesen. Sofern man nicht als Pendler oder Saisonarbeiter zusätzlich Geld verdienen konnte, waren insbesondere die unterbäuerlichen Schichten zur Aus- oder Abwanderung gezwungen.
Zwar kam es vor allem während des Kaiserreichs gerade im Westen des ehemaligen Herzogtums Westfalens (Neheim, Hüsten, Sundern und Warstein) zu einer Angleichung der Wirtschafts- und Sozialstruktur an die Entwicklung im märkischen Sauerland, allerdings blieben die kulturellen und konfessionellen Unterschiede wirkmächtig. Dies zeigte sich insbesondere im Bereich der politischen Kultur. Im märkischen Sauerland waren der preussische Liberalismus und Konservatismus lange Zeit die stärksten politischen Kräfte. Dies zeigte sich etwa während des "Iserlohner Aufstandes" im Jahr 1849. Hinzu kam seit den 1860er Jahren bereits die sozialistische Bewegung. Deren Versuch in den 1870er Jahren auch ins ehemals kurkölnische Sauerland vorzustoßen scheiterte allerdings kläglich. Der Grund war, dass dort spätestens mit dem Kulturkampf annäherend alle Bevölkerungsgruppen über Jahrzehnte fast geschlossen die Zentrumspartei wählte. Politische Konflikte zwischen sozialen Gruppen spielten sich dort fast ausschließlich innerhalb des katholischen Milieus (katholisches Milieu) ab. Im Wesentlichen erst nach der Jahrhundertwende gelang es den Sozialdemokraten in bescheidenen Ausmaß auch in den Indutrieorten des östlichen Sauerlandes Fuß zu fassen.
| Reichstagswahl vom 5. März 1933 (in %) | ||||||||
| Gebiet | NSDAP | SPD | KPD | Zentrum | DNVP | DVP | DDP | Sonstige |
| Kreis Iserlohn | 40,35 | 16,36 | 16,01 | 16,58 | 6,39 | 0,68 | 0,46 | 3,18 |
| Stadt Lüdenscheid | 32,75 | 20,79 | 22,85 | 6,87 | 9,19 | 1,61 | 1,63 | 4,32 |
| Kreis Meschede | 23,14 | 3,06 | 6,49 | 60,99 | 5,68 | 0,25 | 0,13 | 0,28 |
| Kreis Olpe | 14,34 | 6,88 | 5,83 | 69,12 | 3,29 | 0,24 | 0,09 | 0,22 |
Wie in Deutschland insgesamt waren die Erfolgsmöglichkeiten der Nationalsozialisten in den eher protestantisch geprägten Gebieten der Region weit größer als in den katholischen Teilen des Sauerlandes. Während die NSDAP im Kreis Iserlohn bei der Reichstagswahl von 1933 mit etwa 40% die mit Abstand stärkste Kraft war, blieb sie in den Kreisen Olpe und Meschede deutlich hinter der noch immer dominierenden Zentrumspartei zurück.
Während der nationalsozialistischen Diktatur gehörte das Sauerland zum "Gau Westfalen Süd" (das im Wesentlichen dem Gebiet des Regierungsbezirks Arnsberg entsprach.) Gauleiter war lange Zeit Joseph Wagner. Eine Folge der Gleichschaltung in den Jahren von 1933 bis 1945 war, dass regionale historische Aspekte hinter den allgemeinen Entwicklungen deutlich zurückblieben. Gewisse Unterschiede lassen sich vielleicht allenfalls noch im Bereich des Widerstandes ausmachen. Während im märkischen Kreis sich daran vor allem kommunistische und sozialdemokratische Arbeiter beteiligten, kam im östlichen Teil der Region Kritik vor allem aus dem katholischen Lager. Ansonsten unterschied sich die Praxis der Gleichschaltung, politischen und rassischen Verfolgung kaum von den allgemeinen Tendenzen.
Dies betrifft insbesondere auch die Judenverfolgung. Auch aus dem Sauerland wurde ein Großteil der jüdischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges in die Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Nur wenige wie Hans Frankenthal haben diese Zeit überlebt, kamen zurück und haben über ihre Erlebnisse bericht. Hemer-StalagVIA1-Bubo.JPG Während des Krieges wurden auch im Sauerland zahlreiche Kriegs- und Zwangsarbeitslager (wie z.B. das Arbeitserziehungslager Hunswinkel oder das Stalag VI A) errichtet. Verstärkt während der zweiten Kriegshälfte wurde auch das Sauerland von den Kriegseinwirkungen vor allem durch alliierte Bombenangriffe direkt betroffen. Dazu gehört auch die Zerstörung des Möhnestaussees im Jahr 1943. Gegen Kriegsende kam es im Zusammenhang mit dem Ruhrkessel auch in der Region zu direkten militärischen Auseinandersetzungen.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg gehörte der Regierungsbezirk Arnsberg zum neuen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Zunächst änderte sich an der seit 1816 fast unveränderten Kreiseinteilung nichts Wesentliches. Dies änderte sich mit der großen Gemeindegebietsreform. Das Gesetz für den Bereich des Sauerlandes (Sauerland/Paderborn-Gesetz) trat 1975, für die sauerländischen Teile des Kreises Soest schon 1969 in Kraft. Zum Teil gegen den Widerstand von Bürgern und Kommunalpolitikern wurden zahlreiche zuvor selbstständige Orte zu größeren Gemeinden zusammengelegt. Ähnliches geschah auch auf der Ebene der Kreise. Relativ ungeschoren kam der Kreis Olpe davon. Der heutige Märkische Kreis setzt sich weitgehend aus einem Großteil des ehemaligen Kreises Iserlohn, der vormals kreisfreien Stadt Iserlohn und dem ehemaligen Kreis Lüdenscheid zusammen. Aus den Kernbestandteilen der Kreise Arnsberg, Meschede und Brilon entstand der Hochsauerlandkreis.
Während das märkische Sauerland seit jeher mehrere wirtschaftliche Zentren aufzuweisen hatte, lag der wirtschaftliche Schwerpunkt des Hochsauerlandkreises lange Zeit im Gebiet der heutigen Stadt Arnsberg. Zwar haben auch hier nur wenige ältere Unternehmen (wie die Firma BJB oder Cronenberg) die Wirtschaftsgeschichte der letzten Jahrhunderte überlebt, aber als Nachfolgeunternehmen oder Neugründungen existieren auch heute noch zahlreiche Betriebe mit überregionalem Bekanntheitsgrad. Dazu gehören etwa der Leuchtenproduzent Trilux, die Haushaltswarenproduzenten Wesco und Berndes, der Papierhersteller Wepa oder der Gurthersteller Schroth.
Weitere gewerbliche Schwerpunkte sind Sundern (Severin Haushaltsgeräte) und Meschede (Honselwerke). Aber auch in den ehemals agrarischen Gemeinden haben sich nach dem zweiten Weltkrieg zahlreiche meist kleinere produzierende Betriebe angesiedelt.
Auch mit Blick auf den Bekanntheitsgrad sauerländer Produkte, spielen die Brauereien eine besondere Rolle. Neben zahlreichen kleinen Brauereien sind vor allem Warsteiner und Veltins im Mescheder Stadtteil Grevenstein überregional bekannt. Damit liegen zwei der größten Brauereien Deutschlands nur wenige Kilometer entfernt voneinander. Erwähnenswert ist auch die Privatbrauerei Iserlohn mit ihren Bierspezialitäten aus dem Grüner Tal in Iserlohn.
Allen sauerländer Kreisen gemeinsam ist die mittelständische, innovationsfähige Wirtschaftsstruktur. Diese ließ sie im 19. und frühen 20. Jahrhundert gegenüber den Großbetrieben des Ruhrgebiets zwar deutlich ins Hintertreffen geraten, auf lange Sicht erwiesen sich mittelbetrieblichen Strukturen aber als wesentlich anpassungsfähiger. Die Industrie und Handelskammer in Arnsberg betonte etwa an der Wende zum neuen Jahrtausend mit Stolz, dass der Kammerbezirk einen stärkeren Anteil gewerblicher Arbeitskräfte aufweise als das Ruhrgebiet. Negativ schlägt insbesondere im Hochsauerlandkreis zu Buche, dass der wissensbasierte Dienstleistungssektor relativ schwach ausgeprägt ist. Dieser wird im Wesentlichen nur von einigen Fachbereichen der Fachhochschule Südwestfalen vertreten. Anders sieht es im Bereich des Tourismus aus. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde vor allem das obere Sauerland Ziel von Erholungssuchenden Bewohnern des Industriereviers und der Großstädte. Diese neue Verdienstmöglichkeiten trugen dazu bei, die hohen Abwandererzahlen dieser Gebiete zu verkleinern. Vor allem nach dem zweiten Weltkrieg wurde das (obere) Sauerland zu einem Zentrum des Tourismus. Die Wälder und die kleinen Städte machen es zum Wandern sehr attraktiv, und viele Städte sind wegen ihrer guten Luftqualität Kurorte. Die höheren Erhebungen sind zudem beliebte Wintersportgegenden, vor allem für niederländische Touristen. Weltweit bekannt sind die Bob- und Rodelbahn in Winterberg und das Skispringen im hessischen Willingen. Insbesondere nach der Jahrtausendwende wurde in diesem Bereich stark investiert. Es entstand die Wintersportarena Sauerland mit zahlreichen Schneekanonen, eine Mountainbikearena oder der 154 Kilometer lange Rothaarsteig der Sauer-, Siegerland und das Dill-Bergland verbindet.
Diese Bahnlinie, von der 1864 in Letmathe eine Zweigstrecke nach Iserlohn – damals „eine der bedeutendsten Fabrikstädte Westphalens“ (Baedeker 1846) - abging, erreichte im Lennetal weiter aufwärts 1860 Altena. Im Jahre 1861 wurde von dort der Hauptteil der Ruhr-Sieg-Strecke über Plettenberg, Finnentrop und Altenhundem bis zum Endpunkt in Siegen vollendet. Von Finnentrop aus erschloß eine Nebenbahn das Biggetal 1874 bis Attendorn und 1875 bis zur Kreisstadt Olpe. Ab 1880 war Rothemühle im Süden des Kreises Endpunkt der Bahn.
Die bedeutende Stadt Lüdenscheid wurde 1874 ebenfalls von Hagen durch eine Bahn im Volmetal erschlossen, die zunächst Brügge, dann 1880 die auf der Höhe liegende ehemalige Beistadt der Hanse erreichte.
In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts erschloß die BME auch den Norden des Sauerlandes durch die Obere Ruhrtal-Bahn. Von Schwerte her führte der Schienenstrang 1870 bis zur Bezirkshauptstadt Arnsberg mit einer 1872 eröffneten Zweigbahn von Fröndenberg nach Menden. Entlang der Ruhr konnten die Eisenbahnzüge 1871 bis zur Kreisstadt Meschede fahren, 1872 bis Bestwig und im Jahr 1873 jenseits des Gebirgszuges im Diemeltal abwärts über Marsberg weiter in Richtung Warburg. Die letzte Bahnstrecke im Sauerland, die noch von der BME geplant worden war, wurde 1882 von Menden bis Hemer in Betrieb genommen und 1885 über den neu errichteten Iserlohner Ostbahnhof bis Iserlohn weitergeführt.
Als die preußische Verkehrspolitik die Verstaatlichung der großen Privatbahngesellschaften betrieb, konnte auch die BME nicht mehr länger selbständig bleiben. Mit Beginn des Jahres 1882 übergab sie die Betriebsführung an die Preußische Staatsbahn, die ab 1. Januar 1886 auch Eigentümerin geworden ist. Die Strecken unterstanden nunmehr der Eisenbahndirektion in Elberfeld.
Außerdem führten Stichbahnen seit 1912 im Hönnetal von Menden über Balve nach Neuenrade und seit 1915 von Plettenberg nach Herscheid. Die Strecke Meinerzhagen - Krummenerl entstand erst 1927 unter der Regie der Deutschen Reichsbahn.
Von der parallel zu der uralten Handelsstraße des "Hellwegs" im Norden des Sauerlandes im Jahre 1850 durch die Preußischen Staatsbahn in Betrieb genommenen Bahnlinie Hamm - Soest - Lippstadt – Paderborn führte seit 1883 die „Warstein-Lippstadter Eisenbahn-Gesellschaft“ ins Bergland hinein. Nach der Umbenennung in Westfälische Landes-Eisenbahn AG kam in den Jahren 1898/99 die Strecke Brilon Stadt – Soest hinzu, die mit der Warsteiner Bahn in Belecke kreuzte.
Die Kreis Altenaer Schmalspur-Eisenbahn AG (KAS) eröffnete 1887 von der Ruhr-Sieg-Strecke her zwei Schmalspurbahnen nach Lüdenscheid, die "Rahmedetalbahn" von Altena und die "Versetalbahn" von Werdohl, deren letztes Stück ab Augustenthal erst 1905 vollendet wurde. Im Jahre 1888 hatte die KAS noch die "Hälvertalbahn" Halver – Schalksmühle in Betrieb genommen.
Eine weitere Verdichtung des Eisenbahnnetzes brachte das Preußische Kleinbahngesetz von 1892, das den Bau von Klein- und Straßenbahnen erheblich vereinfachte und verbilligte:
Die seinerzeit noch selbständige Stadt Neheim-Hüsten wurde Bahnknotenpunkt, als die AG Ruhr-Lippe-Kleinbahnen 1898 von hier eine Schmalspurbahn nach Soest mit einer Abzweigung (1908) zum Möhnesee und 1907 eine dreischienige Linie parallel zur Hauptbahn im Ruhrtal nach Arnsberg Jägerbrücke in Betrieb nahmen. Später wurden die Strecken umgespurt; die verbliebenen Abschnitte gehören heute zur Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG). Als dritte von Neheim-Hüsten ausgehende Kleinbahnstrecke wurde im Jahre 1900 durch die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft AG die Röhrtalbahn nach Sundern eröffnet. Doppelstockbruecke01.jpg
Im Osten der Winterberger Hochfläche führte ab 1902 als weitere Schmalspurbahn die Kleinbahn Steinhelle-Medebach GmbH von Steinhelle zur Stadt Medebach. Bemerkenswert waren die zwei Spitzkehren, mit deren Hilfe die Höhendifferenz von mehr als 300 m überwunden wurde.
Den Anschluss der Stadt Plettenberg mit vielen Industriebetrieben an den Staatsbahnhof im Lennetal besorgte ab 1896 die meterspurige Plettenberger Straßenbahn AG, die 1902/03 noch Zweiglinien in die Seitentäler folgen ließ; jedoch wurde die Bahn auch in späteren Jahren nicht elektrifiziert .
In Stadt und Kreis Iserlohn entstand zwischen 1901 und 1927 ein ausgedehntes Netz elektrischer Klein- und Straßenbahnen, das auch die Städte Altena, Hemer und Hohenlimburg berührte. Bauherr und Betreiber war die Westfälische Kleinbahnen AG, die sich ab 1942, nachdem der Kreis Iserlohn mehr als 50 % des Kapitals übernommen hatte, Iserlohner Kreisbahn AG nannte.
So existiert heute unter der Regie der DB Regio NRW GmbH nur noch ein Grundnetz. Die Feinverteilung im ÖPNV in der Fläche des ländlichen Raumes obliegt in weiten Teilen dem Omnibusverkehr bzw. findet nicht statt.
Zum kulturellen Leben fast jeder sauerländischen Gemeinde gehören in erster Linie die jährlichen Schützenfeste. In nahezu jedem Dorf lässt sich deshalb ein Schützenverein (vor allem in der ehemaligen Grafschaft Mark) oder eine -brüderschaft (vor allem im ehemaligen Kurköln) finden.
In den ehemals kurkölnischen Gebieten ist Karneval ein weiteres beliebtes Volksfest. Höhepunkt einer jeden Session sind die Rosenmontagszüge (teilweise finden die Umzüge wie zum Beispiel in Menden auch am Tulpensonntag statt). Einer der längsten Rosenmontagszüge des Sauerlandes ist der in Warstein-Belecke.
Einzelne Teile des Sauerlandes wurden schon im 19. Jahrhundert von Musikern besungen. Seit den 1980er Jahren gehört das Lied „Sauerland“ von „Zoff“ zum musikalischen Gemeingut der gesamten Region. Auch die Band „Die Ärzte“ griff 1985 in ihrer Single „Zu spät“ das Sauerland auf.
Aus dem Sauerland stammen die bekannten und umsatzstarken Biersorten Warsteiner und Veltins. Erwähnenswert ist auch die überregional aktive Privatbrauerei Iserlohn, die über Produktionsstättten in Iserlohn und Gießen verfügt. Daneben existieren weitere kleinere auf dem regionalen Markt agierende Brauereien.
Iserlohn ist gleichzeitig Standort des Rollhockey-Erstligisten ERG Iserlohn und des Basketball-Zweitligisten C»Press Iserlohn, in Lüdenscheid ist der ehemalige Fußball-Zweitligist Rot-Weiß Lüdenscheid ansässig.
Reitzentren im Sauerland sind Balve, in dem mit dem Balve Optimum jährlich ein international bedeutendes Reitturnier stattfindet und das Heimat des Ehrenvorsitzenden der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Dieter Graf Landsberg-Velen, geworden ist, und Warstein, dessen Brauerei die Warsteiner Champions Trophy austrägt und das den erfolgreichen Springreiter Alois Pollmann-Schweckhorst hervorgebracht hat. Das Springreiten ist dabei die Haupt-Pferdesportart in diesen Orten.
Weitere Sporteinrichtungen zur Freizeitgestaltung sind
Der Sauerländer Gebirgsverein ist der größte Verein der Region mit über 50.000 Mitgliedern. Der SGV für Wandersport und Nordic Walking organisiert Veranstaltungen und engagiert sich im Naturschutz.
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In vielen Gebieten gibt es Höhlen, von denen viele zu Schauhöhlen ausgebaut wurden. Eine der größten im ganzen Bundesgebiet ist die Atta-Höhle in Attendorn. Doch auch im nördlichen Märkischen Kreis kann man einige Tropfsteinhöhlen besichtigen. Bekanntere sind die Dechenhöhle in Iserlohn, die Heinrichshöhle in Hemer und die Reckenhöhle in Balve. Auch die Warsteiner Bilsteinhöhle ist zu besichtigen. Einige Höhlen wie der Felicitas Heilstollen in Bad Fredeburg werden auch aus gesundheitlichen Gründen besucht.
Bekannt ist auch das Felsenmeer in Hemer, das dadurch entstand, dass die dort vorher vorhandene Höhlenlandschaft einstürzte.
Als Ausflugziele auch für Einwohner des Ruhrgebiets beliebt sind die vielen Stauseen, die in erster Linie für die Wasserversorgung der Großstädte gebaut wurden. Der Sorpesee auf Sunderner Stadtgebiet und der Biggesee zwischen dem Märkischen Kreis und dem Kreis Olpe gelten dabei als die beliebtesten. Nach dem Möhne- und dem Diemelsee sind sogar anliegende Gemeinden benannt. Um diese Seen hat sich größtenteils eine gute Tourismus-Wirtschaft mit Gatronomie und Freizeitmöglichkeiten zur Naherholung gebildet.
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, die vom Bundesamt für Naturschutz bzw. von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt finanziert wird, soll bis zum Juli 2006 untersucht werden, ob eine Wiederansiedlung von freilaufenden Wisenten im Rothaargebirge nördlich von Bad Berleburg zwischen den Ortschaften Grafschaft, Oberkirchen und Fleckenberg sowie Aue, Girkhausen, Langewiese und Bad Berleburg möglich ist. Das Projektgebiet, in welchem zunächst 15 Wisente in einem Eingewöhnungsgehege untergebracht werden sollen, ist mit 6900 ha Nordrhein Westfalens am wenigsten zerschnittenes Waldgebiet. Initiator ist der Verein Taurus Naturentwicklung e.V.. Kooperationspartner sind die Wittgenstein-Berleburg'sche Rentkammer und die Large Herbivore Foundation. Die Machbarkeitsstudie erfolgt in Zusammenarbeit mit betroffenen Behörden, Tourismusverbänden, Land- und Forstwirtschaft, Jägern sowie Naturschutzverbänden. Ziel soll die Ansiedlung von ca. 25 frei lebenden Tieren sein. Diese Projekt ist bei einem Teil der betroffenen Anwohner umstritten.
Altena-Burg1-Asio.JPG Das Haus Letmathe im gleichnamigen Iserlohner Ortsteil ist ein Beispiel für einen der vielen Herrensitze im Sauerland. Im Gegensatz dazu ist das Rittergut Listringhausen in Meinerzhagen heute noch immer nicht zu besichtigen. Dennoch gelten beide Gebäude als Wahrzeichen ihrer Stadt. Aus dem ersten Jahrtausend nach Christus ist das Gut Stockhausen in Meschede.
Neben Burgen gibt es im Sauerland auch einige Schlösser. Einige Beispiele besonders bekannter Schlösser: das Schloss Bruchhausen in Olsberg, das Schloss Dahlhausen in Menden, das Schloss Herdringen in Arnsberg, das Schloss Körtlinghausen in Rüthen, das Schloss Laer in Meschede, das Wasserschloss Melschede in Sundern und das Schloss Neuenhof in Lüdenscheid.
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