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Satellitenfernsehen ist die Übertragung von Fernsehprogrammen über Fernsehsatelliten direkt an den Zuschauer, ohne Umwege über Terrestrische Sender bzw. Kabelnetze.

In Mitteleuropa empfangbare Satelliten-TV-Programme werden beispielsweise von den Astra- oder Eutelsat-Satelliten ausgestrahlt.

Zum Empfang von Satellitenfernsehen wird eine Parabolantenne mit LNB sowie ein Satellitenreceiver benötigt

Da offensichtlich der Träger-Rauschabstand (CNR) bei Satellitenübertragungen sehr niedrig ist – typisch sind 10 bis 18 dB – (das zu übertragende Nutz-Signal ist nur wenig über dem sowieso vorhandenen atmosphärischen "Rauschen" zwischen den Sendern), wird hier in der Regel bei analoger Übertragung das Signal mittels Frequenzmodulation störresistenter gemacht; bei digitaler Übertragung kommen nur Modulationsverfahren wie 2-PSK, 4-PSK und 8-PSK in Frage. Derzeitige Satelliten benutzen 4-PSK und können damit 2 bits pro Symbol (sogenannte Symbol-Rate) übertragen.

Die spektrale Verteilung von FM-moduliertem FBAS-Signal ist allerdings etwas ungünstig, so dass bei schwachen Empfangsbedingungen zwar Bilder mit geringer Farbsättigung noch gut übertragen werden können, jedoch Bilder mit intensiven Rottönen zu sogenannten "Fischen" (schwarze und weiße Striche darin) neigen.

Das in den 80igern entwickelte D2-MAC, das ohne Farbunterträger funktioniert, ist in dieser Beziehung deutlich robuster (auch wenn das nicht das primäre Entwicklungsziel war). Besonders in nördlichen Ländern fand das D2-MAC großen Zulauf. Es wurde aber inzwischen fast vollständig durch DVB-S ersetzt. Die verbleibenden D2-MAC Programme werden bis zum Sommer 2006 abgeschaltet.

Die Empfangsprobleme die sich u.a. in o.g. "Fischen" äußern, konnten mit Fehlerkorrektur-Verfahren der volldigitalen Fernsehtechnik vollständig überwunden werden, siehe hierzu DVB-S..

Ende Februar 2006 wurde bekannt, dass der größte Satellitenbetreiber in Europa, die SES Astra ab 2007 bisher frei empfangbare TV-Sender digital verschlüsseln will. Es soll dafür eine Monatsgebühr von bis zu fünf Euro gefordert werden. Dies wurde mitgeteilt vom Astrachef Ferdinand Kayser. Der Konzern in Luxemburg verhandelt momentan mit den Sendern von ProSieben, Sat1 und RTL über eine Verschlüsselung ihrer Programme. In Zukunft werden Zuschauer demnach eine Karte für den Zugang, sowie ein spezielles Empfangsgerät = Decoder bzw. eine Set-Top-Box benötigen. Von den 34,83 Millionen deutschen Haushalten haben 13,58 Millionen (ca. 39 Prozent)einen Satellitendirektempfang über Individualantenne oder über Gemeinschaftsantenne mit eigenem Satellitenreceiver. Dabei emfingen 2005 4,28 Mio. (31 Prozent) ihr Program Digital über eine Set-top-Box.

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Satellitenfernsehen

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