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Sargon II and dignitary.jpg Sargon II. war ein bedeutender König des neuassyrischen Reiches. Er herrschte von 722 v. Chr. bis 705 v. Chr.. Sargon II. ist der Begründer der nach ihm benannten achten Dynastie, den Sargoniden. Sein Name bezieht sich auf den Herrscher Sargon von Akkad.

Sein Aufstieg


Sargon II. war der Nachfolger von Salmanassar V. und regierte das Reich der Assyrer von 722-705 v. Chr. Über seine Abstammung gibt es verschiedene Meinungen:

  • Merrill schreibt: „Sargon war wahrscheinlich nicht ein Sohn Tiglat-Pilesers, sondern ein Usurpator“ (Merrill 601)
  • Im „Großen Bibellexikon“ heißt es jedoch: Auch wenn er den gleichen königlichen Namen wie der heldenhafte Sargon I. von Akkad (um 2350 v. Chr. *) trägt, besteht kein Zweifel, dass er der legale Thronfolger war und kein Usurpator. (Das große Bibellexikon 1344)

Da es kurz nach seiner Thronbesteigung zu innenpolitischen Problemen kam, ist es jedoch wahrscheinlich, dass er nicht ein rechtmäßiger Thronfolger war. Von sich selbst berichtet er, in jedem seiner Regierungsjahre bedeutende Feldzüge durchgeführt zu haben und beansprucht auch die Eroberung Samarias als Leistung seines ersten Regierungsjahres. Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass die Eroberung Samarias nicht auf Sargon II., sondern auf Salmanassar V. zurückzuführen ist. Wahrscheinlich war Sargon II. Salmanassars Stellvertreter während dieses Feldzuges. Der RGG behauptet allerdings:

Da Salmanassar V. 722 einer Revolution der hauptstädtischen Aristokratie zum Opfer fiel, konnte erst sein Nachfolger Sargon II. (722-705) Samaria einnehmen und zerstören. Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 2291 (vgl. RGG Bd. 1, S. 652) (c) J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Sicher ist, dass Sargon II. zu den Herrschern gehört, „die die meisten assyrischen Kriege geführt haben“ (Merrill 601). Sargon II. baute nach der Eroberung Samarias eine neue Hauptstadt und einen neuen Palast in der Nähe von Ninive (ca. 130km nordöstlich von Babylon). 720 v. Chr. griff Sargon II. eine Allianz von Babyloniern und Elamitern an, die unter der Führung des Chaldäers Marduk-apla-iddina II. standen, der unrechtmäßig den babylonischen Thron bestiegen hatte. Wolfram von Soden, der sich auf die babylonische Chronik als Quelle bezieht, behauptet allerdings der elamitische König Humbanigash I. hätte die Schlacht gegen die Assyrer angeführt und dort gegen Assyrien gesiegt, der bayblonische König Marduk-apla-iddina II. hingegen zu spät zur Schlacht erschienen sei. Auf jeden Fall beanspruchte jede Partei den Sieg für sich und Sargon II. zog sich wieder zurück.

Seine Regierung


Sargon II. führte fast seine ganze Regierungszeit lang Krieg und versuchte beständig, Assyrien auszudehnen.

  • 720 v. Chr. – der Aufstand in Syrien wurde niedergeschlagen und die Ägypter wurden bei Raphia geschlagen
  • 717 v. Chr. – Karkemisch wird besiegt
  • 716 v. Chr. – Bau eines Stützpunktes an der ägyptischen Grenze; Schlacht bei Wadi El-Arisch
  • 714 v. Chr. – 8. Feldzug gegen Urartu, Niederwerfung der Mannäer, Zerstörung der Hauptstadt von Urartu, Tuschpa, Plünderung von Musasir
  • 711 v. Chr. – ein neuer Aufstand in Palästina wird niedergeschlagen; das Land der Philister wurde zur Provinz Asdod
  • 709 Sieg über die sieben Königreiche der Insel Ia' im Gebiet von Iadnana oder Atnana (Zypern), überliefert durch die Kition-Stele.
  • 705 v. Chr. – Sargon II. fiel im Iran im Kampf gegen die Kimmerer

Sargon war mit Königin Atalia verheiratet, die zusammen mit Yâba, der Gattin Tiglat-Pilesars III. in Kalhu bestattet wurde.

Quellen


  • BibleWorks. Software for Biblical Exegesis and Research. Version 6.0.012a. BibleWorks, LLC, 2003
  • Das grosse Bibellexikon. Hg. Helmut Burkhardt, Fritz Grünzweig, Fritz Laubach und Gerhard Maier. 1. Sonderausgabe 2004. Wuppertal: R. Brockhaus, 1987
  • Digitale Bibliothek: Religion in Geschichte und Gegenwart. Hg. Kurt Galling. 2. elektronische Ausgabe der dritten Auflage. Berlin: Directmedia, 2000.
  • Merrill, Eugene H. Die Geschichte Israels. Holzgerlingen: Hänssler Verlag, 2001
  • Propyläen Weltgeschichte. Hg. Golo Mann, Alfred Heuß und August Nitschke. Bd.2. in 10 Bde. Frankfurt am Main/Berlin: Verlag Ullstein GmbH/Propyläen Verlag, 1962
  • Rogers III., Dr. Cleon L. Vorlesungsskript AT-Einleitung. Wölmersen, 1999
  • Timm, Friedrich. Das moderne Fremdwörterlexikon. Köln: Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH

Mann | König (Assyrien) | König (Babylon)

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