| grb.gif | Karte Sarajevo_position.png | - | Basisdaten | - | Fläche: | - | Einwohner: | Stadt Sarajevo 297.512, Kanton Sarajevo 401.696 Einw. (Stand 31. Dezember 2003) | - | Bevölkerungsdichte: | 2.470/km² | - | Telefonvorwahl: | +387 33 | - | KFZ-Kennzeichen: | seit 1998 landesweit einheitlich (bis Juni 1998: SA) | - | Webseite: | www.sarajevo.ba |
|---|
Die Stadt Sarajevo hat 297.512 Einwohner (2003), im Großraum Sarajevo, der den gesamten Kanton Sarajevo der Föderation sowie das zur Republika Srpska gehörende Istočno Sarajevo (Ost-Sarajevo, bis 2004 Srpsko Sarajevo/Serbisches Sarajevo) umfasst, leben fast 450.000 Menschen.
Das Stadtzentrum liegt 511 Meter über dem Meeresspiegel. Die Vororte reichen hinauf bis auf über 900 Meter. Die die Stadt umgebenden Berge sind bis zu 2.000 Meter hoch.
Direkt östlich von Sarajevo liegt der Ort Pale, der während des letzten Krieges das Zentrum der bosnischen Serben war.
Die Belagerung von Sarajevo begann am 5. April 1992 und ist die längste Belagerung in der Geschichte der Stadt. Da Bosnien-Herzegowina kurz vor dem Krieg international als selbständiger, unabhängiger Staat anerkannt worden war, ist der Bosnienkrieg als Aggression gegen Bosnien-Herzegowina seitens Serbien-Montenegros zu charakterisieren. Den Aggressoren schloss sich auch ein Teil der bosnischen Serben an. Der Stadtkern von Sarajevo war vollständig umzingelt, jeder Punkt in diesem Gebiet lag von den umliegenden Hügeln und Bergen aus in den Visieren der Todesschützen. Der Belagerung und den Kämpfen fielen nach Angaben der Regierung Bosnien-Herzegowinas 10.615 Menschen, unter ihnen 1.601 Kinder zum Opfer. Durch Granaten, Minen oder Scharfschützen wurden rund 50.000 Menschen verletzt, teilweise schwer.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1991 | 429.672* / Großraum Sarajevo 527.049* |
| 2003 | 552.000 / Großraum Sarajevo 585.000 |
Sarajevo ist Sitz eines Oberhaupts der bosnisch-herzegowinischen Muslime, Metropoliten der serbisch-orthodoxen Kirche und eines Erzbischofs der römisch-katholischen Kirche.
In Sarajevo gibt es eine Vielzahl verschiedener Religionen. In der Stadt findet man Moscheen, Kirchen und Synagogen nicht weit von einander entfernt. Deswegen wird die Stadt gelegentlich Klein-Jerusalem oder auch Europäisches Jerusalem genannt.
große Lücke, Text muss ergänzt werden
Sarajevo unterhält internationale Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Ein Großteil der Partnerschaften kann als „eingeschlafen“ gelten.
Siehe auch: Schüler Helfen Leben - Jugendzentrum in Sarajevo
Vor 1992 war Sarajevo das Handels- und Industriezentrum von Bosnien und Herzegowina, heute gibt es in der Stadt fast keine aktiven Industriekomplexe mehr. In Sarajevo befindet sich das Automobilwerk "Volkswagen" (Tvornica Automobila Sarajevo), in welchem VW-Fahrzeuge für den südosteuropäischen Markt produziert werden.
Es gibt tägliche Bahnverbindungen nach Zagreb, Zenica, Budapest, Banja Luka, Doboj, Belgrad, Mostar und Ploče. Die Verbindung nach Budapest wurde im Frühjahr 2002 wieder aufgenommen.
Die Stadt ist über ein gut ausgebautes Netz von Busverbindungen zu erreichen. Busse von Belgrad fahren nur in den serbischen Teil der Stadt, Istočno Sarajevo.
Als öffentliche Verkehrsmittel existieren in der Stadt Straßenbahn, Trolleybus, Minibus und Autobus.Vor dem Bürgerkrieg wurde eine Metro geplant, doch sie wurde nie gebaut.
Es gibt 10 tägliche Verbindungen nach München, Kopenhagen, Ljubljana, Wien, Zagreb, Budapest, Mailand, Istanbul und Belgrad. Die Deutsche Lufthansa fliegt seit dem 30. März 1998 Sarajevo von München aus täglich an.
Der Flughafen während der Belagerung von Sarajevo:
Die Jugoslawische Volksarmee besetzte in der Nacht vom 4. zum 5. April 1992 den Flughafen Sarajevo. Im Juni 1992 wurde der Flughafen von der UNProFor übernommen. Der Flughafen wurde im Krieg 1992 - 1996 stark beschädigt. Am 16. August 1996 wurde er wieder für den Zivilverkehr geöffnet. 2001 wurde das neue Terminal eröffnet.
Vom Juni 1992 bis 1996 wurde der Flughafen nur von Militärflugzeugen genutzt. Humanitäre Hilfe für Sarajevo, ausländische Journalisten, Künstler, Politiker, Unterhändler, Diplomaten und Einwohner mit UN Presse- oder UNHCR-Ausweisen wurden transportiert. Der Flughafenbetrieb hing sehr stark von den politischen Zielen und militärischen Aktivitäten der Belagerer ab. In Wahrheit kontrollierten aber nicht die französischen Blauhelme, sondern die Belagerer den Flughafen. Vor der Fertigstellung des Sarajevo-Tunnels 1993 haben die Einwohner die belagerte Stadt nur über die Start- und Landebahn verlassen und erreichen können. Der Flughafen wurde durch Stacheldraht, Gräben und weiter Hindernisse der UNPROFOR gesichert. Die fliehenden Bewohner mussten nicht nur den Scharfschützen entkommen, sondern auch den weißen UN-Transport- und Patroillenfahrzeugen, die das Überqueren der Start- und Landebahn verhindern wollten. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten auf der Start- und Landebahn wurde täglich im Radio bekanntgegeben. Mehrere Male während der Belagerung organisierte die UNPROFOR für Zivilisten Transporte über die Start- und Landebahn.
Text muss noch ergänzt werden
Sarajevo hat eine sehr schöne, orientalisch geprägte Altstadt (mehrere Moscheen, Baščaršija-Platz). Die Altstadt wurde nach dem Bürgerkrieg wiederaufgebaut.
In Sarajevo wurden die Olympischen Winterspiele 1984 ausgetragen. Sarajevo hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2010 beworben, wurde jedoch nicht als Kandidatenstadt berücksichtigt. Im Jahre 2009 wird Sarajevo die Speziellen Olympischen Winterpiele austragen.
In der Stadt gibt es zwei Fußballvereine, den FK Sarajevo und Zeljezničar Sarajevo.
Der Basketballverein Košarkaški Klub Bosna Sarajevo gewann die Europameisterschaft 1979.
Vom 26. Februar bis zum 4. März 2006 fanden die 38. EFNS (Europäische Forstliche Nordische Skimeisterschaften) auf der Langlaufloipe (Berg Igman) der Olympischen Winterspiele von 1984 statt. Anwesend war der Hohe Repräsentant Christian Schwarz-Schilling. Teilnehmer: 750 Förster, Waldarbeiter, Waldbesitzer und im Forst Beschäftigte aus Europa.
Hauptort (Bosnien-Herzegowina) | Hauptstadt in Europa
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