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Die Sarabande ist seit etwa 1650 als höfische Tanzform der Barockmusik ein häufiger, ursprünglich fester Kernsatz der barocken Suite:

AllemandeCourante — Sarabande — Gigue.

Die Sarabande soll sich aus einem andalusischen Fruchtbarkeitstanz entwickelt haben, dessen Herkunft entweder aus der arabischen Refrainform oder aus mexikanischen Quellen abzuleiten ist. Die Bezeichnung tritt erstmals 1569 in Spanien auf im Zusammenhang mit einer Sarabande von Pedro de Trejo, die zum Fronleichnamsfest gesungen und künftig streng verboten wurde, weil es sich bei dieser Form ursprünglich um einen wollüstigen Paartanz gehandelt haben soll, dessen Rhythmus erst später verhaltener wurde.

Kennzeichnende Merkmale der Sarabande sind:

  • Getragen-gravitätischer 3/2- oder 3/4-Takt
  • Punktierung und Betonung der zweiten Zählzeit (ordo artificialis), häufig durch übergebundene Note
  • Einteilung meist in zwei mal 8 Takten, unterteilt in 4 Untergruppen zu 2 Takten: „Stollen, Stollen, Stollen, Abgesang“
  • Bis auf den Anfangstakt beginnt jede Phrase in der Regel mit einem Auftakt
Die Kunst bei der Sarabande ist es, dass der 3er-Takt nicht „kippt“.

Siehe auch: Gesellschaftstanz, Historischer Tanz

Historischer Tanz | Gattungen und Formen (Musik)

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