Sandomierz (deutsch auch Sandomir), ist eine Stadt in Süd-Ost Polen mit 25.000 Einwohnern (2005).
Die Stadt liegt in der 1999 neu geformten Woiwodschaft Heiligkreuz, vorher in der Woiwodschaft Tarnobrzeg (1975-1998).
Aus Meyers Konversations-Lexikon von 1888:
"Sandomir (Ssandomir), Kreisstadt im polnisch-russischen Gouvernement Radom, an der Weichsel, hat ein altes Schloss auf steilem Felsen, ein Gymnasium, 2 Zuckerfabriken und (1885) 5905 Einwohner. Sandomierz wurde 1236 gegründet. Im 13. Jahrhundert war Sandomierz die Haupt- und Residenzstadt regierender Fürsten; 1240 und 1259 wurde es von den Tataren geplündert und verbrannt. Unter Kasimir den Großen. wieder aufgebaut, schwang es sich durch Handel und Industrie in die Reihe der angesehensten Städte Polens empor, wurde aber 1655 von den Schweden von neuem zerstört. Hier wurde 1570 von den Dissidenten aller Bekenntnisse eine Hauptsynode abgehalten, welche die Abfassung der unter dem Namen Consensus Sandomiriensis bekannten Bundesakte zur Folge hatte. Ferner wurde hier 1702 eine Konföderation der Anhänger des Königs August gegen Karl XII. geschlossen. 1809 gab es unter den Mauern Sandomirs ein heißes Gefecht zwischen Österreichern und Polen."
Ort der Woiwodschaft Heiligkreuz
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