Als Sandalenfilm werden Spielfilme bezeichnet, die in der Zeit der Antike spielen und mit einem mehr oder weniger großen Aufgebot sandalentragender Komparsen arbeiten. In den bedeutendsten Werken dieses Genres haben aber auch Schauspieler von Weltruf mitgewirkt.
Der Sandalenfilm entstand durch die Hollywood-Monumentalfilme in den 1950er und 1960er Jahren, insbesondere nach der Einführung des Cinemascope-Verfahrens. Bekannte Beispiele aus dieser Zeit sind Cleopatra, Ben Hur, Das Gewand, Quo Vadis, Spartacus sowie Der Untergang des Römischen Reiches.
In der Folge entstanden vor allem in Italien und in anderen europäischen Ländern zahlreiche Nachahmungen dieser Produkte mit verringertem Produktionsaufwand und schwächerer schauspielerischer Besetzung, die beim Publikum eine Zeit lang durchaus Anklang fanden. Beliebtes Thema war dabei der Held Maciste und oft absonderliche Variationen wie Kämpfe Herkules gegen Vampire oder Zorro. Ab Mitte der 1960er Jahre verloren Monumental- und Sandalenfilme schnell an Beliebtheit. In jüngster Zeit erlebt der Antikenfilm eine Wiedergeburt in neuen Produktionen wie Gladiator, Troja oder Alexander.
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