| Basisdaten | |
|---|---|
| Offizieller Name: | Donostia-San Sebastián |
| Region: | Comunidad Autónoma Vasca (dt.: Autonome Region Baskenland) |
| Provinz: | Gipuzkoa (span. Guipúzcoa) |
| Fläche: | 60,89 km² |
| Einwohner: | 182.930 96.822 Frauen = 53% 86.108 Männer = 47% (Stand 1. Jan.2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 3.004 Einwohner/km² |
| Höhe: | 6 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 20.0XX |
| Geographische Lage: | |
| Gründung: | 1180 |
| WWW-Seiten: | www.donostia.org |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Odón Elorza (PSE-EE/PSOE) |
San Sebastián (baskisch Donostia oder Donosti, offiziell Donostia-San Sebastián) ist die Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa (span. Guipúzcoa) in der spanischen Autonomen Region Baskenland. Sie liegt ca. 20 km westlich der französischen Grenze im Bogen des Golfs von Biskaya.
Das Klima ist maritim mit milden Wintern und kühlen Sommern. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt über 1.500 mm. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 13,1 °C (Monte Igueldo, 218 m über dem Meeresspiegel, gemittelt von 1950 - 1996).
Ab dem Ende des 12. Jahrhunderts wurde San Sebastián auf Betreiben der Könige von Navarra zum zentralen Hafen dieser Provinz ausgebaut, verlor diese Position jedoch Mitte des 14. Jahrhunderts an die Stadt Bilbao. Dies führte zusammen mit der sich entwickelnden Stahlerzeugung in der Region zu einer allmählichen Autonomiebewegung einzelner Ortsbezirke.
Im Januar 1489 legte ein Großbrand die gesamte, damals überwiegend aus Holz gebaute Ansiedlung in Schutt und Asche. Der Neuaufbau wurde dazu genutzt, San Sebastián zum Stützpunkt der kantabrischen Kriegsflotte zu machen, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder gegen französische, niederländische und britische Armadas kämpfen musste.
König Philipp IV. verlieh San Sebastián 1662 das Stadtrecht.
1719 wurde die Stadt von einem französischen Heer erobert und diente anschließend als Garnison für etwa 2.000 französische Soldaten, bis sie im Rahmen des Friedensvertrages von Haya vom 25. August 1721 an Spanien zurück gegeben wurde. Nach einer weiteren Besetzung der Stadt 1813 durch französische Truppen führte ein Befreiungsversuch am 31. August des gleichen Jahres zwar dazu, dass sich die Besatzer letztendlich am 8. September ergaben, in den dazwischen liegenden Tagen brannte San Sebastián jedoch erneut fast bis auf die Grundmauern nieder.
1863 ließ Königin Isabella II. die Stadtmauern abreißen. Dadurch wurde der Weg für einen großzügigen Ausbau der Stadt Richtung Süden, zum heutigen Stadtzentrum, frei.
Maria Christina von Österreich, Witwe von König Alfons XII. und Königin von Spanien bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Alfons XIII., machte San Sebastián ab 1886 zu ihrer ständigen Sommerresidenz und verhalf der Stadt damit zu einem starken gesellschaftlichen Aufschwung.
Im Jahr 1914 entwickelte sich San Sebastián mit Einsetzen des Ersten Weltkriegs zum kosmopolitischen Zentrum Europas. Im damals weltberühmten Casino der Stadt verkehrten Persönlichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel.
Von 1940 bis 1975 war San Sebastián jedes Jahr im August die Sommerresidenz des spanischen Diktators Francisco Franco. In den 1950er-Jahren residierte dort auch Juan Carlos de Borbón, der heutige spanische König Juan Carlos I..
Heutzutage ist der Tourismus eine Haupteinnahmequelle der Stadt, Hotelburgen und ähnliche Merkmale des Massentourismus gibt es jedoch nicht.
Jedes Jahr am 20. Januar (Tag des Sankt Sebastian) feiern die Donostiarrak das Fest Tamborrada. Um Mitternacht hisst der Leiter des Festes auf der Plaza de Constitucion die Fahne von San Sebastián, und für 24 Stunden erfüllt der Klang von Trommeln die Stadt.
Eines der herausragendsten Ereignisse ist das seit 1953 jedes Jahr im September statt findende weltberühmte San Sebastián International Film Festival, das regelmäßig Prominente aus der internationalen Filmindustrie in die Stadt lockt.
Jeden Sommer, meistens im August, findet die Festwoche Semana Grande Donostiarra (dt.: Großes Fest der Stadt Donostia, bask.: Aste Nagusia), u.a. mit einem Wettbewerb der Feuerwerker mit internationaler Beteiligung, statt.
Am 21. Dezember wird der Día de Santo Tomás (dt.: Tag des heiligen Thomas) gefeiert. Auf der Plaza de Constitución wird ein traditioneller Markt mit Haustieren, frisch geschlachtetem und zubereitetem Fleisch, und viel Sidra (dt. Apfelwein) zelebriert.
Einen ausgesprochen guten Ruf haben die Pinchos (bask.: Pintxo), die in sehr vielen Gaststätten, insbesondere in den Kneipen der Altstadt, zu finden sind.
In San Sebastián und Umgebung, (z.B. in den Vororten Astigarraga, und Usurbil, sowie in der Nachbarstadt Hernani) wird im Herbst Sidra hergestellt und zu Jahresbeginn während der Sidrasaison in Sidrerien verkostet.
Viele wichtige Firmen sind im Technologiepark Miramon ansässig.
San Sebastián liegt an der A 1 Madrid-Irun (ehemals N I), der Hauptverkehrsverbindung von Frankreich über Nordspanien, und an der AP 8 Bilbao-San Sebastián.
Der im Stadtzentrum gelegene Hafen von San Sebsatián hat seine frühere Bedeutung verloren und dient seit den 1970er Jahren nur noch der Fischerei und dem Sport. Der nächstgelegene Handelshafen befindet sich im Vorort Pasaia (span. Pasajes).
Der rund 20 km entfernte Flughafen von San Sebastián in Hondarribia hat im Wesentlichen regionale Bedeutung.
Ort im Baskenland | Ort mit Seehafen
Donostia | Sant Sebastià | Donostia | Donostio | San Sebastián | Donostia | San Sebastián | Saint-Sébastien (Espagne) | Donosti-San Sebastián | San Sebastián | San Sebastian (Spanje) | San Sebastián | São Sebastião (Espanha) | San Sebastián | San Sebastián | 圣塞瓦斯提安
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