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Die Basilika San Pietro in Vincoli (lat. Sancti Petri ad vincula, dt. St. Peter in den Ketten) liegt am Esquilin-Hügel in der Nähe des Kolosseums.

Die Kirche wurde von Eudoxia der Frau von Valentian III. gestiftet und steht auf Überresten aus dem 2. Jahrhundert. Der Grundstein wurde im Jahr 431 gelegt, 8 Jahre später wurde San Pietro durch Papst Sixtus III. geweiht. Im Laufe ihrer Geschichte erlebte die Kirche mehrere Umbauten, zuletzt durch Francesco Fontana im Stil der Renaissance. Dies geschah unter Kardinal Giuliano della Rovere, der 1503 zum Papst Julius II. gewählt wurde.

Namensgebend für die Kirche waren die Ketten (Vincoli), die in einem Glasbehälter unter dem Altar aufbewahrt werden. Mit diesen soll Petrus angeblich im Marmertinischen Kerker gefesselt gewesen sein.

Bekannt ist die Kirche jedoch durch Michelangelos Statue des Mose, welche dieser für das Grabmal Papst Julius II. fertig gestellt hatte. Diese war ursprünglich, wie auch die beiden Figuren zu seinen Seiten für das Grabmal Julius II. gedacht. Der "gehörnte" Moses geht vermutlich auf einen Abschreibfehler zurück. Aus Moses coronata (der bekränzte oder auch glänzende ) wurde Moses cornuta (der gehörnte).

Im linken Seitenschiff liegt der deutsche Theologe, Philosoph und Kardinal Nikolaus von Kues (Cusanus) begraben, der als der bedeutendste Philosoph des 15. Jahrhunderts gilt.

Literatur


  • Heinz-Joachim Fischer, "Rom. Zweieinhalb Jahrtausende Geschichte, Kunst und Kultur der Ewigen Stadt", DuMont Buchverlag, Köln 2001, ISBN 3-7701-5607-2, S. 311-313

Weblinks


Rom | Kirchengebäude in Rom | Antikes Bauwerk

San Pietro in Vincoli | San Pietro in Vincoli | סנט פייטרו אין וינקולי

 

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