Der San-Bernardino-Pass (in Deutschland veraltet auch Sankt-Bernhardin-Pass; italienisch Passo del San Bernardino) ist ein Alpenpass im Schweizer Kanton Graubünden. Er verbindet die Täler Rheinwald auf der nördlichen Seite und Misox auf der südlichen Seite. Auf dem Pass befindet sich zudem die Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch. Der italienische Name des Passes hat sich auch im deutschsprachigen Raum eingebürgert und ist nicht zu verwechseln mit dem Grossen Sankt Bernhard und dem Kleinen Sankt Bernhard (obwohl der Name genau dies nahelegt).
Seinen Namen bekam der Pass von einer im 15. Jahrhundert gebauten Kapelle zu Ehren des Heiligen Bernhardin von Siena (Bernardino da Siena). Davor wurde der Pass von den Walsern auch Vogelberg genannt. Das Vogelhorn heute Piz Uccello östlich des Passes deutet auch heute noch auf diese frühere Namensgebung hin und bezieht sich auf die Zugvögel die hier alljährlich in grossen Schwärmen vorbeiziehen. Diese haben inzwischen auch den Tunnel als Abkürzung entdeckt. Zu den Hauptzeiten des Vogelzuges muss als der Verkehr jeweils für einige Stunden angehalten werden.
Zudem ist das Misox, eins der vier italienischsprachigen Teile des Kantons Graubünden, seit der Eröffnung des Tunnels wieder ganzjährig mit dem Rest des Kantons verbunden. Die über den 2'065 m hohen Pass führende Kantonsstrasse wird dagegen nur über den Sommer geöffnet.
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