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Samuel Mitja Rapoport (* 27. November 1912 in der Ukraine; † 7. Juli 2004 in Berlin) war ein führender österreichisch-amerikanisch-deutscher Biochemiker.

Er kam mit seinen Eltern Anfang der 1920er Jahre nach Wien, wo er schließlich Medizin studierte. Anschließend führte ihn ein Stipendium an das Kinderspital von Cincinnati, Ohio, USA. Anfang der 1940er Jahre findet Samuel Mitja Rapoport einen Zusatz, der die Haltbarkeit der Blutkonserve auf drei Wochen verlängert. Mit dieser Errungenschaft konnten Kriegsverwundete besser versorgt werden, und Rapoport wurde mit dem höchsten an Zivilisten vergebenen Orden der USA ausgezeichnet.

Nicht bereit, dem Kommunismus abzuschwören, verließ Rapoport 1950 mit seiner Frau Inge geb. Syllm und seinen Kindern das Amerika der McCarthy-Ära, konnte aber offenbar wegen amerikanischen Drucks in Wien keine Stelle finden. 1952 entschied er sich für die Humboldt-Universität in Ost-Berlin, wo er das Institut für Biochemie leiten sollte. Er gilt als Gründer des Faches physiologische Chemie in der DDR.

Nach dem Ende der DDR übernahm Rapoport, bereits im Ruhestand, die Präsidentschaft der neu gegründeten Leibniz-Societät, die sich aus Mitgliedern der aufgelösten Akademie der Wissenschaften der DDR zusammensetzte. S.M. Rapoport ist Vater des Biochemikers Tom Rapoport, der 1995 vom Berliner Max-Delbrück-Centrum an die Harvard-Universität wechselte und des Mathematikers Michael Rapoport, der an der Universität Bonn lehrt.

Der Dokumentationsfilm „Die Rapoports - Unsere drei Leben“ von Sissi Hüetlin und Britta Wauer wurde 2005 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Mann | Biochemiker | Geboren 1912 | Gestorben 2004

Samuel Mitja Rapoport

 

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