| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | Salzsäure |
| Andere Namen | Chlorwasserstoffsäure |
| Summenformel | HCl |
| CAS-Nummer | 7647-01-0 |
| Kurzbeschreibung | farblose Flüssigkeit |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 36,46 g/mol |
| Aggregatzustand | flüssig |
| Dichte | 1,16 g/cm³ (32 %ige Salzsäure) |
| Schmelzpunkt | -25 °C (32 %ige Salzsäure) |
| Siedepunkt | 83-90 °C |
| Dampfdruck | 21,3 hPa (20 °C) (wHCl=0,31) |
| Löslichkeit | Lässt sich bis zu einer Konzentration von 40% in Wasser lösen |
| Säurekonstante | -2,2 |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 34-37 |
| MAK | 5 ml/m³ |
Salzsäure (systematischer Name Chlorwasserstoffsäure) ist eine wässrige Lösung des Gases Chlorwasserstoff (Summenformel HCl). Sie ist eine starke anorganische Säure und zählt zu den Mineralsäuren. Die Salze der Chlorwasserstoffsäure heißen Chloride. Das bekannteste Chlorid ist das Natriumchlorid (NaCl, Kochsalz).
Die Schwefelsäure verdrängt den Chlorwasserstoff aus seinem Salz, obwohl Chlorwasserstoff die stärkere Säure ist. Das ist möglich, weil HCl gasförmig ist und sich praktisch nicht in Schwefelsäure löst. Dadurch wird dem Gleichgewicht ständig Chlorwasserstoff entzogen.
In der chemischen Industrie wird hochreiner Chlorwasserstoff/Salzsäure durch die Verbrennung von Chlorknallgas (ein Gemisch aus Wasserstoff und Chlor) gewonnen.
Um die Säure fertigzustellen, löst man dies in Wasser:
Technisch reine Salzsäure fällt hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Chlorierung organischer Verbindungen an.
| % HCl | g HCl/l | Molarität | Dichte |
|---|---|---|---|
| 10,5 | 110 | 3,06 | 1,050 |
| 15,5 | 166 | 4,61 | 1,075 |
| 20,4 | 224 | 6,22 | 1,100 |
| 22,3 | 248 | 6,89 | 1,110 |
| 24,3 | 272 | 7,56 | 1,120 |
| 26,2 | 296 | 8,22 | 1,130 |
| 28,2 | 321 | 8,92 | 1,140 |
| 30,1 | 347 | 9,64 | 1,150 |
| 32,1 | 373 | 10,36 | 1,160 |
| 34,2 | 400 | 11,11 | 1,170 |
| 36,2 | 428 | 11,89 | 1,180 |
| 38,3 | 456 | 12,67 | 1,190 |
| 40,4 | 485 | 13,47 | 1,200 |
HCl-Gas löst sich bei 0°C sehr gut in Wasser (wenn Wasser noch als flüssige Phase vorliegt) (825 g beziehungsweise 525 ml in einem Liter). Dabei entsteht Wärme. Bei 20 °C enthält ein Liter gesättigte Salzsäure 485 g HCl (40,4 %). Die Dichte der Lösung beträgt 1,20 g/cm³. Die Konzentrationsabhängigkeit der Dichte ist in der nebenstehenden Tabelle gezeigt. Zwischen der Dichte D und dem prozentualen Gehalt an HCl besteht ein zufälliger mathematischer Zusammenhang: Die verdoppelten Nachkommastellen entsprechen der Konzentration, z.B. 1,10 g/cm³ ist die Dichte von 20 %iger Salzsäure.
Salzsäure mit Gehalten von über 36 Gewichtsprozent HCl wurde früher auch als rauchende Salzsäure bezeichnet, da sich über offenen Gefäßen ein weißer Nebel bildet.
Reine Salzsäure kann ohne Rückstände verdampft werden. Wird Salzsäure mit einem HCl-Gehalt von über 20 Gewichtsprozent erhitzt, so entweicht mehr HCl als Wasser, bis ein Gemisch von 20 % HCl und 80 % Wasser übrig bleibt, das man als Azeotrop bezeichnet. Der genaue Gehalt an HCl im Azeotrop bei 1013 mbar ist 20,17 %, der Siedepunkt liegt bei 110 °C.
In Wasser verdünnt liegt Salzsäure vollständig dissoziiert vor und hat einen pH-Wert von etwa 1-2, konzentrierte Salzsäure (32%) hat einen pH-Wert von -1. Salzsäure kommt aber in der Regel nur stark verdünnt vor. An feuchter Luft bildet HCl-Gas einen Nebel aus feinen Salzsäure-Tröpfchen.
Verdünnte Salzsäure ist ein guter elektrischer Leiter.
Metalloxide reagieren mit Salzsäure zu Chloriden und Wasser:
Eine Mischung von Salzsäure und Salpetersäure wird Königswasser genannt, weil sie auch Gold, den "König der Metalle", zu lösen vermag. Dazu trägt neben der oxidierenden Wirkung des Nitrosylchlorids und des nascierenden Chlors auch die Verringerung der effektiven durch Komplexbildung bei:
Salzsäure ist ein wichtiges Reagenz in der chemischen Analyse. Sie vermag eine Gruppe von Metallen durch Fällung von anderen Metallen abzutrennen. Anschließend können diese getrennt weiter analysiert werden (siehe; Salzsäuregruppe). Die Alkalimetrie ist ein weiteres Verwendungsgebiet von Salzsäure.
Als Lebensmittelzusatzstoff trägt Salzsäure die Bezeichnung E 507.
Der entstandene weiße Niederschlag löst sich in Ammoniakwasser oder in konzentrierter Salzsäure unter Komplexbildung auf:
Wird Salzsäure bei Anwesenheit von Braunstein erhitzt, so entsteht Chlorgas:
Der prozentuale Gehalt einer Salzsäure wird durch Titration mit Natronlauge ermittelt (→ Acidimitrie, Maßanalyse). Fotometrisch lässt sich diese Bestimmung sowie die von Chloriden mit Hilfe des Quecksilbersalzes der Chloranilsäure durchführen. Der Gehalt an Salzsäure im Magensaft bestimmt man mit Grünzburgs Reagenz.
Солна киселина | Àcid clorhídric | Kyselina chlorovodíková | Saltsyre | Hydrochloric acid | Ácido clorhídrico | Suolahappo | Acide chlorhydrique | חומצת מימן כלורי | Acido cloridrico | 塩酸 | 염산 | Sālsskābe | Zoutzuur | Saltsyre | Saltsyre | Kwas solny | Ácido clorídrico | Соляная кислота | Klorovodikova kislina | Хлороводонична киселина | Saltsyra | กรดไฮโดรคลอริก | ھىدروخلور كىسلاتاسى | Хлоридна кислота | 盐酸
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