| Wappen | Lage | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Salzgitter-Wappen.jpg | Lage der kreisfreien Stadt Salzgitter in Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Landkreis: | Kreisfreie Stadt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geographische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 80-275 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 223,96 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 108.116 (30. September 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 483 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 38201 bis 38259 (alt: 3320) | bgcolor="#FFFFFF" | Telefonvorwahlen: | 05341 und 05300 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | SZ | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 03 1 02 000 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 7 Ortschaften mit 31 Stadtteilen | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Joachim-Campe-Straße 6-8 38226 Salzgitter | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.salzgitter.de | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Helmut Knebel (SPD) | |
Salzgitter ist eine Stadt im Braunschweiger Land im Südosten des Landes Niedersachsen, zwischen Hildesheim und Braunschweig. Die kreisfreie Stadt bildet mit den Städten Braunschweig und Wolfsburg eines der 7 Oberzentren des Landes. Mit 108.116 Einwohnern auf 223,96 km² (Stand: 30. September 2005) ist sie eine der flächengrößten Städte Deutschlands. Die Haupteinkaufsstraße der Stadt befindet sich im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt, die Altstadt befindet sich in Salzgitter-Bad. Die Stadt ist durch einen Stichkanal mit dem Mittellandkanal und dem Elbe-Seitenkanal verbunden. Nächst größere Städte sind Braunschweig, etwa 23 km nordöstlich und Hannover, etwa 51 km nordwestlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Salzgitter überschritt bereits mit der Bildung der Stadt Watenstedt-Salzgitter im Jahre 1942 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Salzgitter ist neben Wolfsburg, Eisenhüttenstadt und Leverkusen eine der wenigen neuen Stadtgründungen in Deutschland im 20. Jahrhundert (siehe Städtefusion).
Bad, Barum, Beddingen, Beinum, Bleckenstedt, Bruchmachtersen, Calbecht, Drütte, Engelnstedt, Engerode, Flachstöckheim, Gebhardshagen, Gitter, Groß Mahner, Hallendorf, Heerte, Hohenrode, Immendorf, Lebenstedt, Lesse, Lichtenberg, Lobmachtersen, Ohlendorf, Osterlinde, Reppner, Ringelheim, Salder, Sauingen, Thiede, Üfingen, Watenstedt
Die 31 Stadtteile sind zu insgesamt 7 Ortschaften zusammen gefasst. Jede Ortschaft hat als Gremium einen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählten Ortsrat mit einem Ortsbürgermeister.
Die Ortschaften mit ihren zugehörigen Stadtteilen:
Wegen des äußerst großen Eisenerzvorkommens in Salzgitter, das schon 1310 erstmals erwähnt wurde, gründeten die Nationalsozialisten 1937 die Reichswerke-AG ("Hermann-Göring-Werke") für Erzbergbau und Eisenhütten. 1938 wurde die benachbarte Gemeinde Gitter eingegliedert. Damit sich das Werk wirtschaftlich gut entwickeln konnte, war eine einheitliche Verwaltungsstruktur im gesamten Raum erforderlich. Daher wurde gemäß Verordnung über Gebietsbereinigungen im Raume der Hermann-Göring-Werke Salzgitter 1941 mit Wirkung zum 1. April 1942 verfügt, einen einheitlichen Stadtkreis (kreisfreie Stadt) zu bilden. Zu diesem Zweck wurde die Stadt Salzgitter und die ebenfalls zum Landkreis Goslar gehörigen Gemeinden Beinum, Flachstöckheim, Groß-Mahner, Hohenrode, Ohlendorf und Ringelheim (insgesamt 7 Gemeinden) sowie die zum braunschweigischen Landkreis Wolfenbüttel gehörigen Gemeinden Barum, Beddingen, Bleckenstedt, Bruchmachtersen, Calbecht, Drütte, Engelnstedt, Engerode, Gebhardshagen, Hallendorf, Heerte, Immendorf, Lebenstedt, Lesse, Lichtenberg, Lobmachtersen, Osterlinde, Reppner, Salder, Thiede-Steterburg (heute nur noch Thiede) und Watenstedt (insgesamt 21 Gemeinden) zum Stadtkreis Watenstedt-Salzgitter vereinigt. Die neue kreisfreie Kommune wurde mit dem verbleibenden Rest des Landkreises Goslar in das Land Braunschweig eingegliedert. Im Gegenzug gab das Land Braunschweig den Landkreis Holzminden an die preußische Provinz Hannover ab.
Mit dem bereits 1938 nach Salzgitter eingemeindeten Dorf Gitter hatte die junge Großstadt somit ab 1942 zunächst 29 Stadtteile. Im 2. Weltkrieg wurde Salzgitter durch zahlreiche amerikanische und englische Bombardierungen stark zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Land Braunschweig Bestandteil des Landes Niedersachsen und Watenstedt-Salzgitter somit ein Stadtkreis innerhalb des nunmehrigen "Verwaltungsbezirks Braunschweig" (später Regierungsbezirk Braunschweig). 1951 wurde die Stadt in "Salzgitter" umbenannt, alle Stadtteile erhielten zu ihrem Ortsnamen den Vorsatz "Salzgitter", z.B. "Salzgitter-Salder". Da der Stadtteil "Salzgitter" dann "Salzgitter-Salzgitter" hieße - was schlecht klingt - erhielt wegen des dort bestehenden Solebads der Stadtteil den Zusatz "Bad" und als ein Teil von Salzgitter nur hinter dem Ortsnamen ("Salzgitter-Bad"). Im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform wurden zum 1. März 1974 die Gemeinden Üfingen und Sauingen (Landkreis Wolfenbüttel) eingegliedert. Seither besteht das Stadtgebiet Salzgitters aus 31 Stadtteilen.
Bis 1982 wurde in Salzgitter Bergbau (Eisen) betrieben, im ehemaligen Bergwerk Schacht Konrad wird seit 1975 ein Endlager für radioaktive Abfälle geplant.
Am 1. März 1974 Eingliederung der Gemeinden Üfingen und Sauingen (Landkreis Wolfenbüttel).
Mit dem Zusammenschluss der Stadt Salzgitter und weiterer 27 Gemeinden zur Stadt Watenstedt-Salzgitter am 1. April 1942 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 24. Januar 1951 erfolgte die Umbenennung in Salzgitter. 1974 erreichte die Bevölkerungszahl mit 120.090 ihren historischen Höchststand. Ende September 2005 lebten in Salzgitter nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 108.116 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Population Statistics Salzgitter.png
| Jahr | Einwohner | - | 1539 | 650 | - | 1790 | 1.550 | - | 1823 | 1.481 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 1.778 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 2.000 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 2.190 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 3.500 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 10.219 | - | 31. Dezember 1942 | 108.480 | - | 31. Dezember 1945 | 78.368 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 93.260 | - | 13. September 1950 ¹ | 100.667 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 25. September 1956 ¹ | 100.294 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 110.276 | - | 31. Dezember 1965 | 116.928 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 118.201 | - | 31. Dezember 1975 | 117.341 | - | 31. Dezember 1980 | 113.600 | - | 31. Dezember 1985 | 105.958 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 111.069 | - | 31. Dezember 1990 | 114.355 | - | 31. Dezember 1995 | 117.713 | - | 31. Dezember 2000 | 112.302 | - | 30. September 2005 | 108.116 |
|---|
Im Zusammenhang der Reichswerkegründung zogen verstärkt Katholiken in das Gebiet der heutigen Stadt, die bald gut 30% der Bevölkerung ausmachten. Zunächst gehörte der nördliche Teil zur Pfarrgemeinde St. Petrus (Wolfenbüttel), während der südliche Stadtteil zu den Gemeinden St. Marien (Bad) und Abdon und Sennen (Ringelheim) gehörte. Gegen den Willen der damaligen Machthaber, die laut Befehl Adolf Hitlers (Juli 1939) keine weiteren Kirchenbauten zulassen wollten, gelang es der Diözese Hildesheim noch während des Krieges insgesamt acht Gemeinden zu errichten. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Tätigkeit des späteren Ehrenbürgers der Stadt Salzgitter Ehremdomkapitular Johannes Wosnitza (+1995). Nach dem Krieg errichtete das Bistum Hildesheim, in Salzgitter ein eigenes Dekanat, zu dem heute alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) im Stadtteil Salzgitter-Bad, die Gemeinde Gottes, eine Brüdergemeinde, eine Freie evangelische Gemeinde (FeG) und die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. Ferner gibt es auch mehrere Neuapostolische Kirchen in der Stadt. Durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer in den 1970er Jahren gibt es heute zahlreiche islamische Moscheen und islamische Vereinigungen in der Stadt.
Neben dem Oberbürgermeister gibt es jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
Oberbürgermeister seit 1942
Oberstadtdirektoren 1946 - 2001
Das Wappen wurde 1951 vom Innenminister des Landes Niedersachsen verliehen. Zuvor hatte die 1942 gebildete Stadt Watenstedt-Salzgitter ein anderes Wappen. Auch die frühere Stadt Salzgitter hatte seit 1854 schon verschiedene Wappen. Das heutige Wappen symbolisiert einerseits die Landwirtschaft, die für die vielen ländlich geprägten Ortsteile steht und andererseits die Industrie, die somit auf die Ursache für die Stadtgründung hinweist.
Offiziell verwendet die Stadt Salzgitter jedoch, wie die meisten Städte, seit einigen Jahren das Stadtlogo, ein grünes Feld mit einem geschlängelten, sich zum Horizont hin verjüngenden weißen Weg.
| Imatra, Finnland, seit 1970 |
Im Süden des Stadtkreises Salzgitter berührte die 1856 von Braunschweig über Börßum in Richtung Kreiensen herangeführte Staatsbahnlinie die Stationen Salzgitter - damals die einzige die diesen Namen trug und später den Zusatz "Bad" erhielt - sowie Ringelheim (Harz). Erst im Zuge der Umgestaltung des Netzes kürzte die Deutsche Reichsbahn 1941 von Leiferde bis Salzgitter-Drütte und ca.1956 die Deutsche Bundesbahn weiter bis Salzgitter Bad den Weg von Braunschweig her ab.
Ringelheim wurde der Knotenpunkt mit der 1875 von der Hannover-Altenbekener Eisenbahn-Gesellschaft in Betrieb genommenen Verbindung Hannover - Goslar. Er ist der wichtigste Bahnhof der Stadt, während der von Salzgitter-Lebenstedt mehr im Zentrum liegt. Einen Hauptbahnhof hat Salzgitter nicht.
Sie bilden heute die Peiner Eisenbahn der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH.
Die Strecke wurde nach 1940 von Broistedt bis Salzgitter-Engelnstedt weitergeführt. Dort findet sie Anschluß an das umfangreiche Netz der ebenfalls zwischen 1938 und 1958 ? erbauten Salzgitter-Eisenbahn, die mit zahlreichen Abzweigungen nach Süden bis Salzgitter Bad - Finkenkuhle führt. Ein wichtiger Übergabebahnhof zur Bundesbahn befindet sich in Salzgitter-Beddingen das einerseits mit Broitzem und Groß Gleidingen im Norden, andererseits mit Salzgitter-Drütte im Süden verbunden ist.
Die ursprünglich im Raum Salzgitter verkehrende Braunschweigische Landes-Eisenbahn-Gesellschaft wurde 1938 verstaatlicht und ihre Strecken völlig verändert oder abgebaut. Sie hatte 1886 die Linie Braunschweig - Hoheweg - Lichtenberg - Derneburg und die Zweiglinie Hoheweg - Wolfenbüttel dem Verkehr übergeben. Dafür entstanden um 1956 die Bundesbahnstrecken Wolfenbüttel - Salzgitter-Drütte und SZ-Drütte - SZ-Lebenstedt - SZ-Lichtenberg, wo die ursprüngliche Trasse wieder erreicht wurde.
In Salzgitter und der näheren Umgebung sendet das nichtkommerzielle, lokale Bürgerradio „Radio Okerwelle“ auf der Frequenz 104,6 FM. Außerdem unterhält „TV38“, ein nichtkommerzielles Community-TV, ein Studio in der Stadt (neben weiteren Studiostandorten in Braunschweig und Wolfsburg). Radio Okerwelle und TV 38 sind zwei von 15 niedersächsischen Veranstaltern von Bürgerrundfunk.
Die sonstigen Standorte der Fachhochschule sind Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg.
Daneben gibt es in Salzgitter das komplette Angebot an allgemein bildenden und beruflichen Schulen, darunter drei Gymnasien und zwar das Gymnasium Salzgitter-Bad sowie das Gymnasium am Fredenberg und das Kranich-Gymnasium, beide in Salzgitter-Lebenstedt. Außerdem gibt es noch die einzigartige Internationale Junior-Universität, welche eine außerschulische Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche zwischen fünf und achtzehn Jahren ist.
Drei Bibliotheken gibt es in Salzgitter: Die 1990 neu erbaute Zentrale in Lebenstedt, die Bibliothek am Marktplatz in der Altstadt von Salzgitter-Bad und die im Jahr 2004 umgestaltete Schul- und Stadtbibliothek im Ortsteil Fredenberg.
Salzgitter | Ort in Niedersachsen
سالزغيتر | Salzgitter | Salzgitter | Salzgitter | Salzgitter | Salzgitter | Salzgitter
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Salzgitter".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world