| Salzburg Stadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Salzburg-Austria-Night-2005.jpg | - | Wappen | Karte | - bgcolor="#FFFFFF" | Wappen at salzburg stadt.jpg | Austria_sbg_capital.svg | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Salzburg | - bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk: | Statutarstadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 65,678 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 149.997 (2006) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 2284 Einwohner/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 424 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 5020 | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: | 0662 | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | S
| - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennziffer: | 5 01 01 | - bgcolor="#FFFFFF" | NUTS-Region: | 323 | - bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung Stadtgebiet: | 13 Katastralgemeinden | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Adresse Stadtverwaltung: | Mirabellplatz 4 A-5024 Salzburg | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.stadt-salzburg.at | - bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | post@stadt-salzburg.at | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Heinz Schaden (SPÖ) | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Regierende Parteien: | SPÖ, ÖVP, Bürgerliste | - bgcolor="#FFFFFF" | SalzburgerAltstadt02b.jpg | Salzburg_von_oben_gross.jpg | sbg.jpg | Pferdeschwemme in Salzburg.JPG | - bgcolor="#FFFFFF" | Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzählige Schlösser und Güter, die aus den Bäumen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durchschlängelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebenso viele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie Bänder um sie herumschlingen, und endlich stundenlange Alleen von ungeheuren Bäumen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wären sie Wächter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. (Franz Schubert, 1825) |
|---|
Im Südwesten der Stadt befindet sich der sagenumwobene 1.853 m hohe Untersberg, im Südosten wird das Stadtwachstum durch den 1.288 m hohen Gaisberg beschränkt. In Richtung Osten ist es nicht weit ins Salzkammergut. In Richtung Norden ist das Salzburger Becken offen, und Auwälder entlang der Salzach schließen sich ebenso an das Stadtgebiet wie die sanfte Hügellandschaft des Flachgaus, insbesondere der Plainberg oder der Kalvarienberg mit seiner Wallfahrtsbasilika Maria Plain, von dem man einen schönen Ausblick über Salzburg hat. Im Nordwesten grenzt das Stadtgebiet von Salzburg direkt an Bayern, die Saalach bildet die Grenze zur Nachbarstadt Freilassing im Landkreis Berchtesgadener Land.
Salzburg ist heute in 13 Katastralgemeinden aufgeteilt: Aigen, Bergheim, Gaisberg, Gnigl, Hallwang, Heuberg, Itzling, Leopoldskron, Maxglan, Morzg, Salzburg, Siezenheim und Wals.
Als Stadtteile werden allerdings regelmäßig um die 30 Gebiete aufgefasst, deren Grenzen sich des Öfteren überschneiden:
Die sekundäre Phase der Eingemeindung vollzog sich zum 1. Januar 1939 und sah die Einbeziehung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Aigen bei Salzburg, Liefering, Leopoldskron und Morzg zur Gänze, sowie Teile von Anif (Hellbrunn), Bergheim, Hallwang und Wals vor. Die Bevölkerung stieg auf 77.170 Einwohner an und die Stadtfläche beträgt seither 65 Quadratkilometer.
Beide Eingemeindungen fanden somit in Zeiten autoritärer Regime statt und wurden im Gegensatz zu anderen Eingemeindungen im Land Salzburg - als Beispiel sei hier etwa Oberalm erwähnt, das nach 1945 wieder von Hallein abgetrennt wurde - nicht rückgängig gemacht, wodurch man auf einigermaßen sachliche Gründe für die damaligen Entscheidungen schließen kann. Einzig die 1939 stattgefundene Eingemeindung der Flächen Hellbrunns veranlasste die Gemeinde Anif in den 1990er Jahren zu einer Rückforderung an die Stadt Salzburg, der jedoch niemals entsprochen wurde.
Weitere Eingemeindungen der infrastrukturell längst zum Stadtgebiet gehörenden und oft auch als „Speckgürtelgemeinden” bezeichneten Gebiete von Wals-Siezenheim und Bergheim werden zwar seitens der Raumordnung gefordert, aber politisch bis jetzt nicht umgesetzt. Dies hat mittlerweile im Ballungsraum zu immer größeren Problemen geführt: Einerseits herrscht in der Stadt mittlerweile Wohnungsnot, andererseits tendieren Betriebe dazu, in die genannten Gemeinden oder noch weiter in die Peripherie abzuwandern, weil entsprechende Erweiterungsflächen in der Stadt fehlen, was wiederum die Stadt Steuereinnahmen kostet und die finanzielle Ungleichverteilung zwischen der Stadt und den Speckgürtelgemeinden weiter zuspitzt. Ebenfalls immer wieder angedacht bzw. gefordert, jedoch bisweilen nicht vollzogen, werden die Eingemeindungen der Gemeinden Anif, Elsbethen, Grödig, Hallwang und Eugendorf.
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1869 | 27.858 |
| 1880 | 33.241 |
| 1890 | 38.081 |
| 1900 | 48.945 |
| 1910 | 56.423 |
| 1923 | 60.026 |
| 1934 | 69.447 |
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1939 | 77.170 |
| 1951 | 102.927 |
| 1961 | 108.114 |
| 1971 | 129.919 |
| 1981 | 139.426 |
| 1991 | 143.978 |
| 2001 | 142.662 |
Aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. ist ein Kloster bezeugt. Bischof Rupert von Salzburg erhielt die Reste der alten Römerstadt vom Herzog von Bayern 699 geschenkt, um das Land zu missionieren, und wählte das Kloster St. Peter als seinen Stützpunkt. Der Name „Salzburg“ ist 755 das erste Mal nachweisbar.
739 wurden der Salzburger Bischofssitz und 774 der erste Salzburger Dom fertig gestellt. Am 20. April 798 wurde Salzburg von Papst Leo III. auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, als Kirchenprovinz umfasste sie fast das gesamte altbairische Stammesgebiet, d.h. Niederbayern, Oberbayern und die Oberpfalz, sowie einen Großteil des heutigen Österreich.
Die Festung Hohensalzburg wird 1077 durch Erzbischof Gebhard begonnen, aber erst von seinen Nachfolgern beendet. Da Gebhard 1076 im Investiturstreit auf Seiten des Papstes und 1077 auf Seiten des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben stand, wurde der Erzbischof nach Beendigung des Streits wegen Untreue von Heinrich IV. vertrieben.
Nach der Reichsacht, die Friedrich Barbarossa 1166 über Salzburg verhängt hatte, da Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Herrschaft Salzburgs ohne die kaiserlichen Belehnung antrat, wurde die Stadt von den kaiserlichen Getreuen, den Grafen von Plain, im April 1167 weitgehend zerstört. 1168 wurde erst Adalbert III. von Böhmen, Neffe von Friedrich, zum Erzbischof gewählt, aber da er nicht um die nötigen Regalien bat, wurde er 1174 vom Regensburger Reichstag wieder abgesetzt und am 26. Juni der bisher in Berchtesgaden als Fürstpropst tätige Heinrich I. gewissermaßen zum „Gegen“-Erzbischof gewählt, allerdings nicht vom Papst bestätigt. Erst mit dem Frieden von Venedig 1177 mussten sowohl Heinrich als auch Adalbert III. auf den Sitz verzichten und für Konrad III. von Wittelsbach Platz schaffen. Nachdem Konrad jedoch 1183 wieder als Erzbischof nach Mainz berufen wurde, konnte Adalbert III. den Salzburger Sitz wiedererlangen und bis zu seinem Tode halten.
Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es 1200 bis 1246, aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen.
1275 trat Salzburgs Ablösung von Bayern mit der Anerkennung der Grenzen durch den Bayernherzog in ihre letzte Phase.
1328 war Salzburg mit dem Erlass einer eigenen Landesordnung durch den Erzbischof zum weitgehend selbständigen Staat innerhalb des Heiligen Römischen Reichs geworden.
1348/49 fiel einer großen Pestwelle etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung Salzburgs zum Opfer.
1481 gewährte Kaiser Friedrich III. der Stadt Salzburg im großen Ratsbrief das Recht der freien Wahl des Stadtrats und des Bürgermeisters.
1492 wurde die Stieglbrauerei zu Salzburg gegründet, die heute die erfolgreichste Privatbrauerei Österreichs und ein Traditionsbetrieb in der Salzburger Wirtschaft ist.
1511 beendete Erzbischof Leonhard von Keutschach die jahrelangen Auseinandersetzungen mit dem Magistrat durch Gewalt: Er nahm Bürgermeister und Stadtrat gefangen und erzwang die Auslieferung der städtischen Privilegien.
Während des Deutschen Bauernkriegs kam es 1525 bis in das darauf folgende Jahr zu einem dreimonatigem Aufstand der Bauern und Bergknappen in Salzburg, wobei die Festung von den Bauern belagert wird.
Als Vorstufe zur Universität wurde 1617 ein Gymnasium eingerichtet, frühere Versuche scheiterten meist am Platzmangel. 1622 wurde aus dem Gymnasium die Universität Salzburg mit theologischer und philosophischer Fakultät. Diese Gründung ist auch im Kontext einer gegenreformatorischen Politik der Fürsterzbischöfe zu sehen.
Seit Mitte des 15. Jahrhunderts arbeiteten in den Dürnberger Bergwerken viele Arbeiter aus anderen Teilen des deutschen Reiches, darunter auch Meißener Kursachsen, die ihren lutherischen Glauben mitgebracht hatten. Der neue Glaube verbreitete sich von hier aus in der oft unzufriedenen Landbevölkerung; die Handelsfahrten der Salzburger Kaufleute brachten ebenfalls Luthers Ideen in die Erzdiözese. Nachdem bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts schon 22.000 Protestanten in kleineren Gruppen ausgewiesen wurden, erließ Erzbischof Leopold Anton von Firmian schließlich 1731 das Emigrationspatent, aufgrund dessen über 20.000 Salzburger Protestanten ihre Heimat verließen. Dies entsprach zwar geltendem Reichsrecht, das auf dem Prinzip „cuius regio, eius religio“ basierte (wessen Regierung, dessen Religion), erregte aber wegen einer Vielzahl antikatholischer Flugschriften europaweit großes Aufsehen. Neben religiösen Motiven war auch vor allem für die landlosen Dienstboten die Hoffnung ausschlaggebend, durch die Emigration ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage zu verbessern. Diejenigen, die etwa nach Ostpreußen emigrierten, erhielten vom preußischen König gratis Land zur Verfügung gestellt und wurden so zu Bauern. Für das Erzstift hatte dieser hohe Bevölkerungsverlust katastrophale wirtschaftliche Folgen, die Erzbischof Firmian nicht davon abhielten, 1736 bis 1738 das Rokoko-Schloss Leopoldskron zu bauen. Dieses gehörte ab 1918 dem Theaterregisseur Max Reinhardt und war von 1938 bis Kriegsende enteigneter Besitz. Nach der Rückgabe an die Familie Reinhardt verkaufte diese es an das internationale Salzburg Seminar, das es auch heute noch nutzt.
Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren und stand von 1769 bis 1781 in Diensten der Erzbischöfe.
1772 bis 1803, während der Regierungszeit von Erzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld, wurde Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. Das Schulwesen wurde nach österreichischem Vorbild reformiert und zahlreiche Wissenschafter und Künstler nach Salzburg gerufen.
1850 wurde Salzburg, bis dahin von Linz aus verwaltet, ein selbstständiges österreichisches Kronland im Rang eines Herzogtums und erhielt eine Statthalterei.
1860 wurden die Stadtbefestigungen abgerissen, und die Stadt konnte sich weiter ausdehnen.
1886 wurde das erste Teilstück der Salzburger Straßenbahn errichtet und in Betrieb genommen.
1919 fanden erstmals Wahlen nach allgemeinem Wahlrecht statt.
1921, am 29. Mai, gab es eine Volksabstimmung für den Anschluss von Deutschösterreich an das republikanische Deutsche Reich.
1922 wurde in der Salzburger Kollegienkirche „Das Salzburger große Welttheater“ von Hugo von Hofmannsthal, unter der Regie von Max Reinhardt, uraufgeführt. Den Umstand, dass die Kollegienkirche für diese Veranstaltung verwendet wurde, nahm Karl Kraus zum Anlass, aus der katholischen Kirche auszutreten.
1942 wurden Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht in der Stadt und in St. Johann im Pongau errichtet.
1943 ließ Gauleiter Gustav Adolf Scheel in den Stadtbergen Luftschutzbunker errichten.
1944/45: Insgesamt 15 Bombenangriffe amerikanischer Flugzeugverbände zerstörten oder beschädigten 46 Prozent der Bausubstanz mit 7.600 Wohnungen, 14.563 Menschen wurden obdachlos, mehr als 550 kamen ums Leben. Getroffen wurde vor allem das Bahnhofsgebiet, aber auch die Innenstadt mit der Domkuppel und Mozarts Wohnhaus. Luftangriffe erfolgten auch auf Grödig, Hallein, Bischofshofen und Schwarzach.
Ehemalige Nationalsozialisten wurden im stadtnahen Lager Glasenbach interniert.
Am 11. August 1945 fand die erste Nachkriegsvorstellung der Salzburger Festspiele statt.
Am 26. September war Salzburg Schauplatz einer Länderkonferenz. Als erstes Land sprach sich Salzburg für die Wiederherstellung der Republik Österreich und für die Anerkennung der Staatsregierung Renner in Wien aus. Salzburg sowie Teile Oberösterreichs und der Steiermark bildeten die US-amerikanische Besatzungszone in Österreich. Salzburg war Sitz des US-Oberkommandos. In den ersten Wochen beschlagnahmte die Besatzungsmacht zahlreiche Gebäude und übte die totale Kontrolle aus, ging aber bald zur Kooperation mit den Landes- und Stadtbehörden über. Abgesehen von einzelnen Übergriffen arrangierte sich die Bevölkerung mit der Besatzungsmacht. Große Hilfeleistungen wirtschaftlicher Art (Marshallplan) und die Privatausgaben der Besatzungsangehörigen bewirkten rasche wirtschaftliche Erholung und brachten Salzburg den Beinamen „Goldener Westen“.
Am 1. Juli 1949 wurde nach neunjähriger Bauzeit die neue Staatsbrücke dem Verkehr übergeben.
Am 31. Oktober 1953 wurde das letzte Teilstück der Straßenbahn eingestellt und durch den O-Bus ersetzt.
Am 15. Juli 1957 wurde mit dem 16-stöckigen Hotel Europa das bis heute höchste Haus Salzburgs eröffnet, und bis heute reichen die Meinungen der überaus architekturkritischen Salzburger über dieses Gebäude von einem „Schandfleck der 50er“ bis zu einem „schützenswertem Zeitdokument“.
Am 1. Mai 1959 fand der erste Gottesdienst im wiederhergestellten Dom statt.
Am 5. Juli 1962, nach einer mehr als 150-jährigen Unterbrechung, konnte die Universität Salzburg mit einer katholisch-theologischen und einer philosophischen Fakultät wiedererrichtet werden. Die ehemalige Philosophische Fakultät wurde zur Geisteswissenschaftlichen und später zur Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät ausgeweitet.
Am 29. Juli 1963 wurde das umgebaute Kleine Festspielhaus wieder eröffnet.
Ein Großteil der Altstadt wie auch Teile der Neustadt (z.B. Linzergasse) sind seit dem 9. Juli 1973 Fußgängerzone, wobei allerdings immer noch sehr viele Ausnahmegenehmigungen bestehen.
Am 3. Oktober 1986 wurde die Naturwissenschaftliche Fakultät im Süden der Stadt eröffnet.
1994 zog der Fußballklub Austria Salzburg erstmalig gegen Inter Mailand in das UEFA-Cup-Finale ein.
Am 11. September 1997 wurde der Altstadt von Salzburg von der UNESCO die Auszeichnung Weltkulturerbe verliehen.
Am 23. Juni 2001 wurde das neue Kongresshaus eröffnet.
Im Oktober 2003 nahm die Paracelsus Medizinische Universität als erste ”Private Medizinische Universität” Österreichs ihren Betrieb auf.
Ebenfalls im Jahr 2003 erhielt Salzburg mit dem Stadion Wals-Siezenheim eine neue Fußballarena, in der 2008 Fußball-EM-Spiele stattfinden sollen.
Neben dem Wappen führt die Stadt eine Fahne in den Stadtfarben Weiß-Rot.
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Das Mozartkino in der Altstadt wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet und zog seitdem mehrfach im Gebäude um. Zuletzt wurde das Kino 1987 erweitert wobei alte Mauern aus römischer Zeit gefunden wurden die man im „Römersaal“ sehen kann. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnschule der Volksschule Plain, nur wenige hundert Meter vom heutigen Standort an der Lehener Brücke entfernt. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz ein neues Gebäude mit einem Saal mit 1000 Sitzplätzen. 1972 kam ein zweiter Saal hinzu, vier Jahre später nochmals zwei Säle und seit den 1980er sind es fünf, der größte mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme.
DAS KINO (Salzburger Filmkulturzentrum) am Äußeren Stein hat seinen Schwerpunkt auf Kulturfilme und Retrospektiven. Jeden Herbst veranstaltet es das Bergfilm-Festival.
Sportveranstaltungen gibt es in der Festspielstadt nur wenige, der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und führt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wird 2006 Station in Salzburg machen. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 werden im EM-Stadion Wals-Siezenheim drei Gruppenspiele stattfinden und für 2014 läuft noch die Kandidatur als Austragungsort der Olympischen Winterspiele.
Durch Salzburg führt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar, was den Hauptbahnhof Salzburg zu einem der meist frequentierten Bahnhöfe Österreichs macht. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits über die Tauernbahn nach Süden (Villach, Slowenien, Italien), sowie nach Graz, Innsbruck und München.
Der Knoten Salzburg die Autobahnen A1 (Wien - Salzburg), A8 (München - Salzburg) und die A10 (Salzburg - Villach), welche zusammen einen Halbring im Westen der Stadt bilden. Autobahnabfahrten zum Stadtgebiet sind: Salzburg Nord, Salzburg Messegelände, Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim, Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Ein Teil der A1 kann inzwischen als Stadtautobahn angesehen werden, mit Nebenwirkungen wie häufigen Stau, und eine großzügigere Umfahrungsmöglichkeit wird immer wieder angeregt.
Der wichtigste Nahverkehrsträger im Zentralraum Salzburg ist die S-Bahn Salzburg, welche sich auch immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel etabliert und derzeit im Nordwesten der Stadt Richtung Freilassing erweitert wird.
Im Stadtgebiet von Salzburg übernimmt seit 1940 der O-Bus mit einem der europaweit größten Obusnetze die größte Rolle im ÖPNV. Die Lücken im O-Bus-System (so ist zum Beispiel der Kapuzinerberg nicht ganz umschlossen) und die längeren Strecken wie z.B. nach Freilassing erschließen die Albus Salzburg Autobuslinien. Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet weshalb auch einige Querverbindungen fehlen.
Die genannten Verkehrsträger sind durch den Salzburger Verkehrsverbund in ein gemeinsames Tarifsystem integriert und aufeinander abgestimmt.
Für Besucher der Stadt Salzburg mit PKW gibt es Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand (Autobahnabfahrten „Salzburg Süd“ und „Messegelände“). Von dort ist das Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen. Hingegen ist bei Anfahrt mit dem PKW in die Innenstadt mit längeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.
Eine günstige Möglichkeit sich auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetz fortzubewegen bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Zur stärkeren Verzahnung von ÖPNV und Radverkehr wurden 1999 am Hauptbahnhof und später auch am Bahnhof Itzling die ersten gesicherten Fahrradgaragen errichtet; eine weitere am Hanuschplatz ist in Planung.
Insbesondere im Innenstadtbereich kommt man in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem voran, ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone deklariert.
Die Staatsbrücke ist die älteste Brücke der Stadt und entstand zuerst mit den Namen Hauptbrücke. Sie war lange Zeit sogar überdacht und bis 1877 aus Holz gebaut. Die 1877 errichtete Eisenkonstruktion erhielt bis zum Neubau während des Dritten Reiches den Namen Stadtbrücke. Die heutige Staatsbrücke wurde nach neun Jahren Bauzeit erst 1949 wieder eröffnet und verbindet die Altstadt mit dem Platzl und der Linzergasse. Der architektonisch auffällige Makartsteg (benannt nach Hans Makart) führt den Fußgänger vom Hanuschplatz zum Makartplatz und Mozarts Wohnhaus. Der Makartsteg wurde bereits 1905 als Museumssteg gebaut, 1967 umgebaut und erhielt seine heutige geschwungene Form mit nur noch einem Pfeiler 2000/01.
Die Verbindung zwischen dem Stadtteil Mülln und dem rechten Ufer, auf Line zum Mirabellplatz ist der Müllnersteg, zuvor Franz-Carl-Gehbrücke genannt. Er liegt auf halbem Weg zur Eisenbahnbrücke die seit 2005 dreigleisig ausgebaut wird um der Salzburger S-Bahn mehr Platz zu bieten. Die Lehener Brücke, von ihrer Eröffnung 1902 bis zur Neuerrichtung 1966/67 Erzherzog-Ludwig-Viktor-Brücke genannt, ist im Norden der Stadt die wichtigste Brücke und daher auch vierspurig gebaut. Flussabwärts stehen der 1977 eröffnete Pioniersteg über den man vom Lehener Park in Richtung Jahnstraße und Bahnhof gelangt, sowie der Traklsteg (benannt nach Georg Trakl) über den der Fußgänger vom Glan-Spitz nach Itzling-West gelangt. Sehr weit im Norden der Stadt befindet sich noch die Autobahnbrücke der Westautobahn welche in diesem Bereich als Stadtautobahn auch einen erheblichen Teil des innerstädtischen Verkehrs trägt. Die alte Autobahnbrücke stürzte im August 1959 bei einem großen Hochwasser ein. Die Autobahnbrücke verfügt außerdem über einen Fußgängersteg.
Ein weiterer Fußgängersteg im äußersten Norden der Stadt (am Saalachspitz) einerseits über die Saalach ins benachbarte Freilassing und andererseits über die Salzach in den Ortsteil Bergheim ist geplant, der genaue Standort aber noch nicht festgelegt.
Die Entsorgung der Abwässer erfolgt seit 1987 durch die Großkläranlage Siggerwiesen die für über 600.000 Einwohner ausgelegt ist und neben dem Großraum Salzburg auch das bayrische Ainring bedient.
Das Mozarteum wurde 1841 als Musikschule eingerichtet und ist seit 1970 Universität. Es werden vor allem Gesangs- und Musikstudiengänge angeboten, aber auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in den darstellenden Künste: Schauspiel, Bühnenbau und Regie.
Die Fachhochschule Salzburg besteht erst seit 1995 und wurde 2005 vom Norden des Stadtgebiets in die südlich gelegene Gemeinde Puch bei Hallein und bietet technische, wirtschaftliche, kreativ-gestalterische Studiengänge, sowie Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales an.
Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter zu denen auch die Universität Salzburg gehört. Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.
Mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität wurde die an der Universität Salzburg fehlende medizinische Fakultät 2003 als private Universität gegründet. Ein Drittel der Finanzierung kommt dennoch von staatlicher Seite. Angeboten werden die Studiengänge Humanmedizin und Molekulare Medizin. Die PMU koopieriert bei der praktischen Ausbildung auch mit Krankenhäuser in Bayern, bis hin zum Klinikum Rosenheim.
Die Stadt Salzburg und der angrenzende Flachgau präsentieren sich auch als attraktiver Standort für viele größere und kleinere Unternehmen und sind der wirtschaftliche Motor des gesamten Bundeslandes. Das kontinuierlich steigende Wirtschaftswachstum des Bundeslandes Salzburg liegt an zweiter Stelle hinter jenem Wiens, wobei sich die Wirtschaftskraft des gesamten Bundeslandes vor allem im bestens erschlossenen Zentralraum um die Landeshauptstadt selbst und dem (im Flachgau und Tennengau gelegenen) so genannten Speckgürtel rings um die Stadt Salzburg ballt. Die Betriebe der Stadt (60%) und des Flachgaus (30%) erzielten z. B. im Jahr 2005 gemeinsam 90 % des Gesamtumsatzes des Bundeslandes. Die restlichen Prozente verteilen sich auf die Gebirgsgaue (Tennengau 3%, Pongau 3%, Pinzgau 3 %, Lungau 1%).
Die umsatzstärksten in der Stadt Salzburg ansässigen Unternehmen des Jahres 2005 waren:
Bei der Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria mit Stichtag 15. Mai 2001 wurden 10.210 Arbeitsstätten (darunter 105 mit mehr als 100 und 53 mit mehr als 200 Beschäftigten) mit insgesamt 100.055 Beschäftigten gezählt. Das sind 12 % mehr Beschäftigte und 24,8 % mehr Arbeitgeber als 1991.
Der größte privatwirtschaftliche Arbeitgeber (gerechnet auf das Bundesland und bezogen rein auf Unternehmen mit Firmensitz in der Stadt Salzburg) ist die SPAR Österreichische Warenhandels-AG mit 16.000 Mitarbeitern. Auf Rang zwei folgt die Porsche Holding GmbH mit 14.670 Angestellten. Die Interspar GmbH beschäftigt 6.000 Angestellte. Zu den weiteren beschäftigtenintensiven Unternehmen zählen Porsche Inter Auto GmbH & CoKG (3.780), Salzburg AG (2.070), Raiffeisenverband Salzburg (1.618) und die Quehenberger Logistik AG & CoKG mit 1.615 Mitarbeitern. (Stand: 2005)
Weltkulturerbe in Österreich | Ort im Land Salzburg | Bezirk in Österreich | Österreichische Landeshauptstadt | Salzburg (Stadt)
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