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Salzburg
 

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Salzburg Stadt
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Salzburg-Austria-Night-2005.jpg
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Wappen Karte
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Wappen at salzburg stadt.jpg Austria_sbg_capital.svg
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Basisdaten
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Bundesland: Salzburg
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Bezirk: Statutarstadt
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Fläche: 65,678 km²
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Einwohner: 149.997 (2006)
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Bevölkerungsdichte: 2284 Einwohner/km²
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Höhe: 424 m ü. NN
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Postleitzahlen: 5020
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Vorwahlen: 0662
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Geografische Lage:
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Kfz-Kennzeichen: S
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Gemeindekennziffer: 5 01 01
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NUTS-Region: 323
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Gliederung Stadtgebiet: 13 Katastralgemeinden
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Adresse Stadtverwaltung: Mirabellplatz 4
A-5024 Salzburg

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Website: www.stadt-salzburg.at
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E-Mail-Adresse: post@stadt-salzburg.at
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Politik
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Bürgermeister: Heinz Schaden (SPÖ)
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Regierende Parteien: SPÖ, ÖVP, Bürgerliste
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Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzählige Schlösser und Güter, die aus den Bäumen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durchschlängelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebenso viele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie Bänder um sie herumschlingen, und endlich stundenlange Alleen von ungeheuren Bäumen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wären sie Wächter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. (Franz Schubert, 1825)
Salzburg ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg der Republik Österreich und bildet zusammen mit dem Bezirk Salzburg-Umgebung den nördlichsten der fünf Gaue des Bundeslandes Salzburg, den Flachgau. Mit 150.000 (Stand 2006) Einwohnern ist Salzburg nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. In der Agglomeration Salzburg leben ungefähr 210.000 Menschen, das Einzugsgebiet reicht über die Landesgrenzen in den angrenzenden südostbayerischen, oberösterreichischen und obersteirischen Raum. Die Stadt wird auch oft Mozartstadt genannt, weil Mozart hier geboren wurde.

Geografie


Geografische Lage

Die Stadt Salzburg breitet sich im Salzburger Becken etwa 25 km nördlich des Tennengebirges aus und liegt beiderseits der Salzach. Die Stadt ist durch den Flusslauf der Salzach und durch die unbebauten Stadtberge geprägt, welche Salzburg zu einer der grünsten Großstädte Europas machen. Zu den Stadtbergen gehören der Kapuzinerberg, der Mönchsberg, der Rainberg und der Festungsberg, auf dem mit der Festung Hohensalzburg Europas größte vollständig erhaltene Burg aus dem Mittelalter thront.

Im Südwesten der Stadt befindet sich der sagenumwobene 1.853 m hohe Untersberg, im Südosten wird das Stadtwachstum durch den 1.288 m hohen Gaisberg beschränkt. In Richtung Osten ist es nicht weit ins Salzkammergut. In Richtung Norden ist das Salzburger Becken offen, und Auwälder entlang der Salzach schließen sich ebenso an das Stadtgebiet wie die sanfte Hügellandschaft des Flachgaus, insbesondere der Plainberg oder der Kalvarienberg mit seiner Wallfahrtsbasilika Maria Plain, von dem man einen schönen Ausblick über Salzburg hat. Im Nordwesten grenzt das Stadtgebiet von Salzburg direkt an Bayern, die Saalach bildet die Grenze zur Nachbarstadt Freilassing im Landkreis Berchtesgadener Land.

Frühe Stadtentwicklung

Nach einem Beginn als frühzeitliche Siedlung wurde die Stadt von den Römern als „Juvavum“ – Sitz des Himmelsgottes – im Range eines Municipium, eines der wichtigsten auf dem Weg nach Germanien, geführt. Die Stadt entwickelte sich am westlichen Salzachufer, wo de facto nur nach Süden hin eine Befestigung nötig war, da Salzach und Mönchsberg einen guten Schutz boten.

Stadtgliederung und Stadtteile

Salzburg ist heute in 13 Katastralgemeinden aufgeteilt: Aigen, Bergheim, Gaisberg, Gnigl, Hallwang, Heuberg, Itzling, Leopoldskron, Maxglan, Morzg, Salzburg, Siezenheim und Wals.

Als Stadtteile werden allerdings regelmäßig um die 30 Gebiete aufgefasst, deren Grenzen sich des Öfteren überschneiden:

Eingemeindungen im 20. Jahrhundert

Am 7. Juni 1935 beschloss der Salzburger Landtag das Gesetz „über die Erweiterung des Gebietes der Landeshauptstadt Salzburg“, mit dessen Inkrafttreten am 1. Juli 1935 die Gemeinden Maxglan und Gnigl/Itzling fast zur Gänze sowie Teile von Aigen, Morzg, Siezenheim, Leopoldskron, Bergheim und Hallwang in das Gebiet der Stadt Salzburg einbezogen wurden. Bemerkenswert sind die Feststellungen, die Heinz Dopsch und Robert Hoffmann in ihrem Werk „Die Geschichte der Stadt Salzburg“ zu diesen Eingemeindungen gemacht haben: „Bedienstete, Liegenschaften, aber auch die Schulden der Gemeinden Maxglan und Gnigl/Itzling wurden von der Stadtgemeinde übernommen. Für die beiden armen Arbeitergemeinden bedeutete dies die Rettung vor dem finanziellen Zusammenbruch.“ Durch diese Eingliederungswelle erhöhte sich die Einwohnerzahl von damals 40.232 auf 63.275 Stadtbürger. Die Fläche der Stadt vergrößerte sich von 8,79 km² auf 24,9 km².

Die sekundäre Phase der Eingemeindung vollzog sich zum 1. Januar 1939 und sah die Einbeziehung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Aigen bei Salzburg, Liefering, Leopoldskron und Morzg zur Gänze, sowie Teile von Anif (Hellbrunn), Bergheim, Hallwang und Wals vor. Die Bevölkerung stieg auf 77.170 Einwohner an und die Stadtfläche beträgt seither 65 Quadratkilometer.

Beide Eingemeindungen fanden somit in Zeiten autoritärer Regime statt und wurden im Gegensatz zu anderen Eingemeindungen im Land Salzburg - als Beispiel sei hier etwa Oberalm erwähnt, das nach 1945 wieder von Hallein abgetrennt wurde - nicht rückgängig gemacht, wodurch man auf einigermaßen sachliche Gründe für die damaligen Entscheidungen schließen kann. Einzig die 1939 stattgefundene Eingemeindung der Flächen Hellbrunns veranlasste die Gemeinde Anif in den 1990er Jahren zu einer Rückforderung an die Stadt Salzburg, der jedoch niemals entsprochen wurde.

Weitere Eingemeindungen der infrastrukturell längst zum Stadtgebiet gehörenden und oft auch als „Speckgürtelgemeinden” bezeichneten Gebiete von Wals-Siezenheim und Bergheim werden zwar seitens der Raumordnung gefordert, aber politisch bis jetzt nicht umgesetzt. Dies hat mittlerweile im Ballungsraum zu immer größeren Problemen geführt: Einerseits herrscht in der Stadt mittlerweile Wohnungsnot, andererseits tendieren Betriebe dazu, in die genannten Gemeinden oder noch weiter in die Peripherie abzuwandern, weil entsprechende Erweiterungsflächen in der Stadt fehlen, was wiederum die Stadt Steuereinnahmen kostet und die finanzielle Ungleichverteilung zwischen der Stadt und den Speckgürtelgemeinden weiter zuspitzt. Ebenfalls immer wieder angedacht bzw. gefordert, jedoch bisweilen nicht vollzogen, werden die Eingemeindungen der Gemeinden Anif, Elsbethen, Grödig, Hallwang und Eugendorf.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Salzburg (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Bergheim, Hallwang, Koppl, Elsbethen, Anif, Grödig, Wals-Siezenheim und in Bayern Freilassing.

Demografische Entwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Datum Einwohner
1869 27.858
1880 33.241
1890 38.081
1900 48.945
1910 56.423
1923 60.026
1934 69.447
Datum Einwohner
1939 77.170
1951 102.927
1961 108.114
1971 129.919
1981 139.426
1991 143.978
2001 142.662
Im Jahr 1935 stieg die Bevölkerung sprunghaft durch einige Eingemeindungen von 40.232 auf 63.275 Einwohner an. In der Nachkriegszeit erlebte Salzburg abermals einen Boom, für die amerikanischen Besatzungssoldaten wurden ganze Wohnsiedlungen wie die General-Keyes-Siedlung errichtet. Viele der ehemaligen Besatzungssoldaten blieben in der Stadt. Seit etwa 1950 darf sich Salzburg mit dem Überschreiten der 100.000-Einwohner-Marke Großstadt nennen, und aktuell (2006) haben 149.997 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Salzburg, Tendenz weiter steigend.

Kleines Deutsches Eck und EuRegio Salzburg

Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg-Bad Reichenhall-Lofer), wirtschaftlich sind insbesondere Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1993 bildet die EuRegio Salzburg eine politische Einheit dieses Ballungsraums mit etwa 700.000 Bewohnern.

Geschichte


Anfänge und frühes Mittelalter

Besiedlungsspuren sind in Salzburg bis in die Jungsteinzeit nachweisbar. Ab 15 v. Chr. wurden die Einzelsiedlungen durch eine Stadt am Salzachufer abgelöst, Iuvavum. 45 n. Chr. erhielt die Stadt das Munizipalrecht.

Aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. ist ein Kloster bezeugt. Bischof Rupert von Salzburg erhielt die Reste der alten Römerstadt vom Herzog von Bayern 699 geschenkt, um das Land zu missionieren, und wählte das Kloster St. Peter als seinen Stützpunkt. Der Name „Salzburg“ ist 755 das erste Mal nachweisbar.

739 wurden der Salzburger Bischofssitz und 774 der erste Salzburger Dom fertig gestellt. Am 20. April 798 wurde Salzburg von Papst Leo III. auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, als Kirchenprovinz umfasste sie fast das gesamte altbairische Stammesgebiet, d.h. Niederbayern, Oberbayern und die Oberpfalz, sowie einen Großteil des heutigen Österreich.

Hoch- und Spätmittelalter

Die Stadt Salzburg gehörte danach zum ostfränkischen Reich, das später in Heiliges Römisches Reich umbenannt wurde.

Die Festung Hohensalzburg wird 1077 durch Erzbischof Gebhard begonnen, aber erst von seinen Nachfolgern beendet. Da Gebhard 1076 im Investiturstreit auf Seiten des Papstes und 1077 auf Seiten des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben stand, wurde der Erzbischof nach Beendigung des Streits wegen Untreue von Heinrich IV. vertrieben.

Nach der Reichsacht, die Friedrich Barbarossa 1166 über Salzburg verhängt hatte, da Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Herrschaft Salzburgs ohne die kaiserlichen Belehnung antrat, wurde die Stadt von den kaiserlichen Getreuen, den Grafen von Plain, im April 1167 weitgehend zerstört. 1168 wurde erst Adalbert III. von Böhmen, Neffe von Friedrich, zum Erzbischof gewählt, aber da er nicht um die nötigen Regalien bat, wurde er 1174 vom Regensburger Reichstag wieder abgesetzt und am 26. Juni der bisher in Berchtesgaden als Fürstpropst tätige Heinrich I. gewissermaßen zum „Gegen“-Erzbischof gewählt, allerdings nicht vom Papst bestätigt. Erst mit dem Frieden von Venedig 1177 mussten sowohl Heinrich als auch Adalbert III. auf den Sitz verzichten und für Konrad III. von Wittelsbach Platz schaffen. Nachdem Konrad jedoch 1183 wieder als Erzbischof nach Mainz berufen wurde, konnte Adalbert III. den Salzburger Sitz wiedererlangen und bis zu seinem Tode halten.

Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es 1200 bis 1246, aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen.

1275 trat Salzburgs Ablösung von Bayern mit der Anerkennung der Grenzen durch den Bayernherzog in ihre letzte Phase.

1328 war Salzburg mit dem Erlass einer eigenen Landesordnung durch den Erzbischof zum weitgehend selbständigen Staat innerhalb des Heiligen Römischen Reichs geworden.

1348/49 fiel einer großen Pestwelle etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung Salzburgs zum Opfer.

1481 gewährte Kaiser Friedrich III. der Stadt Salzburg im großen Ratsbrief das Recht der freien Wahl des Stadtrats und des Bürgermeisters.

1492 wurde die Stieglbrauerei zu Salzburg gegründet, die heute die erfolgreichste Privatbrauerei Österreichs und ein Traditionsbetrieb in der Salzburger Wirtschaft ist.

1511 beendete Erzbischof Leonhard von Keutschach die jahrelangen Auseinandersetzungen mit dem Magistrat durch Gewalt: Er nahm Bürgermeister und Stadtrat gefangen und erzwang die Auslieferung der städtischen Privilegien.

Während des Deutschen Bauernkriegs kam es 1525 bis in das darauf folgende Jahr zu einem dreimonatigem Aufstand der Bauern und Bergknappen in Salzburg, wobei die Festung von den Bauern belagert wird.

Salzburg im Barock

Salzburg_Residenzbrunnen.jpg Zu Beginn des 17. Jahrhunderts setzte eine intensive Barockisierung durch den Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ein, was in Folge nicht nur Salzburg sein markantes Aussehen gab, sondern indirekt auch dazu beitrug, dass der Barockstil sich nördlich der Alpen verbreitete. Als Baumeister für den Salzburger Dom, der 1598 zum achten Mal abgebrannt war, wurde zuerst Vincenzo Scamozzi berufen, nach der Absetzung Wolf Dietrichs aber der italienische Meister Santino Solari engagiert, der einen kleineren Dom in kürzester Zeit bis 1628 mit Ausnahme der Türme fertig baute. Streitigkeiten mit den Baiern um Salz und Zölle veranlassten Wolf Dietrich dazu, die reichsunmittelbare Fürstprobstei Berchtesgaden 1611 zu besetzen. Bayern wiederum besetzte daraufhin Salzburg und sorgte für die Wahl von Markus Sittikus als Nachfolger Wolf Dietrichs. Dessen Nachfolger, und gleichzeitig auch der dritte der drei barocken Erzbischöfe Salzburgs, Paris Graf von Lodron, gelang es durch Aufrechterhaltung der kalten Politik gegenüber Bayern wie auch durch eine weitreichende Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem 30-jährigen Krieg herauszuhalten.

Als Vorstufe zur Universität wurde 1617 ein Gymnasium eingerichtet, frühere Versuche scheiterten meist am Platzmangel. 1622 wurde aus dem Gymnasium die Universität Salzburg mit theologischer und philosophischer Fakultät. Diese Gründung ist auch im Kontext einer gegenreformatorischen Politik der Fürsterzbischöfe zu sehen.

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts arbeiteten in den Dürnberger Bergwerken viele Arbeiter aus anderen Teilen des deutschen Reiches, darunter auch Meißener Kursachsen, die ihren lutherischen Glauben mitgebracht hatten. Der neue Glaube verbreitete sich von hier aus in der oft unzufriedenen Landbevölkerung; die Handelsfahrten der Salzburger Kaufleute brachten ebenfalls Luthers Ideen in die Erzdiözese. Nachdem bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts schon 22.000 Protestanten in kleineren Gruppen ausgewiesen wurden, erließ Erzbischof Leopold Anton von Firmian schließlich 1731 das Emigrationspatent, aufgrund dessen über 20.000 Salzburger Protestanten ihre Heimat verließen. Dies entsprach zwar geltendem Reichsrecht, das auf dem Prinzip „cuius regio, eius religio“ basierte (wessen Regierung, dessen Religion), erregte aber wegen einer Vielzahl antikatholischer Flugschriften europaweit großes Aufsehen. Neben religiösen Motiven war auch vor allem für die landlosen Dienstboten die Hoffnung ausschlaggebend, durch die Emigration ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage zu verbessern. Diejenigen, die etwa nach Ostpreußen emigrierten, erhielten vom preußischen König gratis Land zur Verfügung gestellt und wurden so zu Bauern. Für das Erzstift hatte dieser hohe Bevölkerungsverlust katastrophale wirtschaftliche Folgen, die Erzbischof Firmian nicht davon abhielten, 1736 bis 1738 das Rokoko-Schloss Leopoldskron zu bauen. Dieses gehörte ab 1918 dem Theaterregisseur Max Reinhardt und war von 1938 bis Kriegsende enteigneter Besitz. Nach der Rückgabe an die Familie Reinhardt verkaufte diese es an das internationale Salzburg Seminar, das es auch heute noch nutzt.

Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren und stand von 1769 bis 1781 in Diensten der Erzbischöfe.

1772 bis 1803, während der Regierungszeit von Erzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld, wurde Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. Das Schulwesen wurde nach österreichischem Vorbild reformiert und zahlreiche Wissenschafter und Künstler nach Salzburg gerufen.

Salzburg nach der Säkularisation

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss erlosch die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe von Salzburg. 1803 kam Salzburg als säkularisiertes Kurfürstentum vereint mit Freising und Passau an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana und erhielt sogar die Kurwürde; 1805 wurde es zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaiserreich Österreich zugeschlagen; 1810 wurde es wieder Teil von Bayern. 1816 (nach dem Wiener Kongress) fiel Salzburg ohne Berchtesgaden und den westlichen Flachgau (Rupertiwinkel) wieder an Österreich als Teil Oberösterreichs.

1850 wurde Salzburg, bis dahin von Linz aus verwaltet, ein selbstständiges österreichisches Kronland im Rang eines Herzogtums und erhielt eine Statthalterei.

1860 wurden die Stadtbefestigungen abgerissen, und die Stadt konnte sich weiter ausdehnen.

1886 wurde das erste Teilstück der Salzburger Straßenbahn errichtet und in Betrieb genommen.

1919 fanden erstmals Wahlen nach allgemeinem Wahlrecht statt.

1921, am 29. Mai, gab es eine Volksabstimmung für den Anschluss von Deutschösterreich an das republikanische Deutsche Reich.

1922 wurde in der Salzburger Kollegienkirche „Das Salzburger große Welttheater“ von Hugo von Hofmannsthal, unter der Regie von Max Reinhardt, uraufgeführt. Den Umstand, dass die Kollegienkirche für diese Veranstaltung verwendet wurde, nahm Karl Kraus zum Anlass, aus der katholischen Kirche auszutreten.

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NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Unter der NS-Diktatur kam es am 30. April 1938 auf dem Residenzplatz zur Bücherverbrennung und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Am 9. November, im Rahmen der Reichskristallnacht, wurde die Salzburger Synagoge zerstört.

1942 wurden Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht in der Stadt und in St. Johann im Pongau errichtet.

1943 ließ Gauleiter Gustav Adolf Scheel in den Stadtbergen Luftschutzbunker errichten.

1944/45: Insgesamt 15 Bombenangriffe amerikanischer Flugzeugverbände zerstörten oder beschädigten 46 Prozent der Bausubstanz mit 7.600 Wohnungen, 14.563 Menschen wurden obdachlos, mehr als 550 kamen ums Leben. Getroffen wurde vor allem das Bahnhofsgebiet, aber auch die Innenstadt mit der Domkuppel und Mozarts Wohnhaus. Luftangriffe erfolgten auch auf Grödig, Hallein, Bischofshofen und Schwarzach.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 4. Mai 1945 marschierten US-amerikanische Truppen in die Stadt ein. Die Stadt war zuvor von der Wehrmacht, Oberst Hans Lepperdinger, kampflos übergeben worden. Die Amerikaner setzten Richard Hildmann als Bürgermeister und Adolf Schemel als Landeshauptmann ein. Es kam zur Gründung der politischen Parteien SPÖ, ÖVP und KPÖ. Flüchtlingswellen heimatloser Menschen (Displaced Persons - DP), Volksdeutsche und Juden erreichten die Stadt Salzburg und das Umland. Im Dezember 1946 befanden sich etwa 13.200 Flüchtlinge vorwiegend aus Ost- und Mitteleuropa im Raum Salzburg. Zur Unterbringung wurden DP-Lager (3 ständige Lager und 5 Durchgangslager) eingerichtet; das Bekannteste war das Lager Parsch.

Ehemalige Nationalsozialisten wurden im stadtnahen Lager Glasenbach interniert.

Am 11. August 1945 fand die erste Nachkriegsvorstellung der Salzburger Festspiele statt.

Am 26. September war Salzburg Schauplatz einer Länderkonferenz. Als erstes Land sprach sich Salzburg für die Wiederherstellung der Republik Österreich und für die Anerkennung der Staatsregierung Renner in Wien aus. Salzburg sowie Teile Oberösterreichs und der Steiermark bildeten die US-amerikanische Besatzungszone in Österreich. Salzburg war Sitz des US-Oberkommandos. In den ersten Wochen beschlagnahmte die Besatzungsmacht zahlreiche Gebäude und übte die totale Kontrolle aus, ging aber bald zur Kooperation mit den Landes- und Stadtbehörden über. Abgesehen von einzelnen Übergriffen arrangierte sich die Bevölkerung mit der Besatzungsmacht. Große Hilfeleistungen wirtschaftlicher Art (Marshallplan) und die Privatausgaben der Besatzungsangehörigen bewirkten rasche wirtschaftliche Erholung und brachten Salzburg den Beinamen „Goldener Westen“.

Am 1. Juli 1949 wurde nach neunjähriger Bauzeit die neue Staatsbrücke dem Verkehr übergeben.

Am 31. Oktober 1953 wurde das letzte Teilstück der Straßenbahn eingestellt und durch den O-Bus ersetzt.

Am 15. Juli 1957 wurde mit dem 16-stöckigen Hotel Europa das bis heute höchste Haus Salzburgs eröffnet, und bis heute reichen die Meinungen der überaus architekturkritischen Salzburger über dieses Gebäude von einem „Schandfleck der 50er“ bis zu einem „schützenswertem Zeitdokument“.

Am 1. Mai 1959 fand der erste Gottesdienst im wiederhergestellten Dom statt.

Am 5. Juli 1962, nach einer mehr als 150-jährigen Unterbrechung, konnte die Universität Salzburg mit einer katholisch-theologischen und einer philosophischen Fakultät wiedererrichtet werden. Die ehemalige Philosophische Fakultät wurde zur Geisteswissenschaftlichen und später zur Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät ausgeweitet.

Am 29. Juli 1963 wurde das umgebaute Kleine Festspielhaus wieder eröffnet.

Ein Großteil der Altstadt wie auch Teile der Neustadt (z.B. Linzergasse) sind seit dem 9. Juli 1973 Fußgängerzone, wobei allerdings immer noch sehr viele Ausnahmegenehmigungen bestehen.

Am 3. Oktober 1986 wurde die Naturwissenschaftliche Fakultät im Süden der Stadt eröffnet.

1994 zog der Fußballklub Austria Salzburg erstmalig gegen Inter Mailand in das UEFA-Cup-Finale ein.

Am 11. September 1997 wurde der Altstadt von Salzburg von der UNESCO die Auszeichnung Weltkulturerbe verliehen.

Am 23. Juni 2001 wurde das neue Kongresshaus eröffnet.

Im Oktober 2003 nahm die Paracelsus Medizinische Universität als erste ”Private Medizinische Universität” Österreichs ihren Betrieb auf.

Ebenfalls im Jahr 2003 erhielt Salzburg mit dem Stadion Wals-Siezenheim eine neue Fußballarena, in der 2008 Fußball-EM-Spiele stattfinden sollen.

Wappen


Das Wappen der Stadt ist: „Im roten Felde eine gezinnte Stadtmauer, in deren Mittelteil sich ein Stadttor mit offenen Torflügeln und hochgezogenem Fallgitter unter einem kleinen zweifenstrigen Türmchen befindet, während die perspektivisch zurücktretenden Seitenteile der Mauer je eine Schießscharte aufweisen. Hinter der Stadtmauer erheben sich drei mit goldenem Spitzdach gedeckte, mehrstöckige Türme, von denen der höhere achteckige Mittelturm den Beschauer drei Wandflächen sehen lässt, deren jede unter dem giebelartigen Abschluss ein Giebelfenster, darunter ein einfaches Fenster und im unteren Stockwerke je zwei Fenster besitzt. An den beiden runden Seitentürmen sind im oberen Stockwerke je zwei, im unteren Stockwerke je ein Fenster sichtbar. Das Mauerwerk ist silber oder weiß.“

Wappen der Stadt Salzburg

Neben dem Wappen führt die Stadt eine Fahne in den Stadtfarben Weiß-Rot.

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Sehenswürdigkeiten


Die gesamte Altstadt wurde am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen und ist in ihrer Gesamtheit einzigartig.

Berühmte historische Bauwerke

Das Stift Sankt Peter geht zurück auf den ersten Bischof Rupert. An Stelle der ersten Abteikirche die etwa um 1000 entstand wurde 1147 die heutige Stiftskirche eingeweiht. Die Festung Hohensalzburg wurde in der Zeit des Investiturstreits 1077 begonnen und ist heute immer noch sehr gut erhalten da sie nur ein einziges Mal erfolglos belagert wurde. Die Franziskanerkirche wurde Mitte des achten Jahrhunderts errichtet und zum romanischen Langhaus wurde ein gotischer Hallenchor und ein barocker Kapellenkranz hinzugefügt. Der Salzburger Dom, an seiner Stelle entstand 774 eine romanische Basilika, wurde zuletzt 1611 neu errichtet und führte den Barock nördlich der Alpen ein. In der Getreidegasse die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von Mozart. Das Schloss Leopoldskron entstand im 18ten Jahrhundert.

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Burgen und Schlösser

In unmittelbarer Stadtnähe

Moderne Architektur

Josefiau-haus.jpg Mit zeitgenössischer Architektur sieht es auf Grund der streng geschützten historischen Bausubstanz und der eher konservativen Salzburger Mentalität etwas mager aus, jedoch entstanden in den letzten Jahren am Stadtrand einige sehenswerte moderne Bauwerke. Der Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugängliche Schatztruhe. Der nach außen auffällig gestaltete Europark in Taxham hat seit seiner Erweiterung 2004/05 mit dem Oval auch einen Saal für Theater und Kino. Das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg ist weithin sichtbar und deutlicher Kontrast zur Festung und zur Altstadt darunter. Die Heizkraftwerke Mitte und Nord der Salzburg AG wurden zur Jahrtausendwende neu gestaltet und sind mit ihren hohen Betontürmen weit sichtbar. Die Salzburg AG hat auch eine neue Zentrale in Schallmoos errichtet. Die Naturwissenschaftliche Fakultät ist mit ihrer hohen Halle und ebenso hohem Wintergarten ein schöner Kontrast innerhalb der Familie der Universitätsgebäude.

Parks

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  • Mirabellgarten / Zwergerlgarten
  • Schlosspark Hellbrunn
  • Aigner Park
  • Lehener Park
  • Volksgarten
  • Preuschenpark
  • Donnenbergpark

Friedhöfe

Petersfriedhof.jpg Der Kommunalfriedhof ist mit 25 ha der größte Friedhof in Stadt und Land Salzburg. Es bestehen weiters städtische Friedhöfe in Aigen, Gnigl, Maxglan und Morzg. Daneben gibt es die historischen und sehenswerten Petersfriedhof und Sebastiansfriedhof.

Kultur


Theater

Museen

Dem Museum Carolinum Augusteum angehörig sind das Panorama-Museum (Ausstellungsstätte des bekannten Sattler-Panoramas ), das Volkskundemuseum, Festungsmuseum, Domgrabungsmuseum und das Spielzeugmuseum.

Musik

Kino und Film

1921 stellte die Salzburger Stiegl-Brauerei in Maxglan landwirtschaftliche Gebäude der eben gegründeten „Salzburger-Kunstfilm“ zur Verfügung. Dort errichtete die junge Filmproduktionsgesellschaft ein Labor und ein Filmatelier. Es wurde sogleich der Dokumentarfilm „Die Festspiele 1921“ hergestellt. Der erste Spielfilm, „Die Tragödie des Carlo Pinetti“, prämierte am 29. Jänner 1924 in Wien. Ein zweiter sollte nie erfolgen, da die Unternehmung mit Sitz im Hotel „Österreichischer Hof“ schon 1925 - mitten in der schwersten Krise des österreichischen Stummfilms - Konkurs eröffnete.

Das Mozartkino in der Altstadt wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet und zog seitdem mehrfach im Gebäude um. Zuletzt wurde das Kino 1987 erweitert wobei alte Mauern aus römischer Zeit gefunden wurden die man im „Römersaal“ sehen kann. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnschule der Volksschule Plain, nur wenige hundert Meter vom heutigen Standort an der Lehener Brücke entfernt. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz ein neues Gebäude mit einem Saal mit 1000 Sitzplätzen. 1972 kam ein zweiter Saal hinzu, vier Jahre später nochmals zwei Säle und seit den 1980er sind es fünf, der größte mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme.

DAS KINO (Salzburger Filmkulturzentrum) am Äußeren Stein hat seinen Schwerpunkt auf Kulturfilme und Retrospektiven. Jeden Herbst veranstaltet es das Bergfilm-Festival.

  • Das ehemalige Central Kino in der Linzer Gasse
  • Cineplexx Airport im Airportcenter in Wals-Siezenheim wurde 1999 eröffnet
  • Cineplexx City am Hauptbahnhof wurde 2001 eröffnet

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Freizeit


Naturdenkmäler

Regelmäßige Veranstaltungen

Kulinarische Spezialitäten

Sport

Der älteste Sportclub im gesamten Bundesland Salzburg ist der Salzburger AK 1914 aus dem Stadtteil Nonntal. Der Arbeiter-Sportklub (ASK) Salzburg existiert seit 1922 im Stadtteil Maxglan und war als Arbeiterverein zwischen 1938 und 1945 aufgelöst. Red Bull Salzburg wurde 1933 als SV Austria Salzburg gegründet und ist im Fußball auch der erfolgreichste Verein Salzburgs. Der 1977 als Salzburger EC gegründete Eishockey-Verein EC Red Bulls Salzburg spielt seit 2004 wieder erfolgreich in der ersten Liga, die Damenmannschaft Ravens Salzburg gewann in der Saison 2005/06 den Meistertitel. Zwischen 1986 und 1998 gab es auch beim PSV Schwarz-Weiß Salzburg eine Eishockey-Sektion deren Höhepunkt die Vizelandesmeisterschaft war. Im American Football gewannen die Salzburg Lions 1984 den erstmals ausgespielten österreichischen Meistertitel in dieser hierzulande noch jungen Sportart. Heute betreibt das Team als Salzburg Bulls in der zweitklassigen Division I Amateursport auf höchstem Niveau.

Sportveranstaltungen gibt es in der Festspielstadt nur wenige, der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und führt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wird 2006 Station in Salzburg machen. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 werden im EM-Stadion Wals-Siezenheim drei Gruppenspiele stattfinden und für 2014 läuft noch die Kandidatur als Austragungsort der Olympischen Winterspiele.

Nachtleben

Das Nachtleben in der Stadt Salzburg spielt sich großteils in der Altstadt, speziell rund um den Anton Neumayr Platz und am Rudolfskai ab, wo neben Bierlokalen auch Irish Pubs und andere Fortgehmöglichkeiten existieren. Am Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren ein Urban Entertainment Center, das City Center (Salzburg), aus dem Boden gestampft, ebenso wie beim Airportcenter, dort findet man jeweils Diskotheken, Kinos und Bars.

Infrastruktur


Verkehr

Fernverkehr
Salzburg verfügt mit dem W. A. Mozart Airport über den zweitwichtigsten Flughafen in Österreich, derzeit hält der Flughafen bei einer jährlichen Passagierzahl von 1,42 Millionen, die Tendenz ist vor allem wegen des starken Wintertourismus in der Region stark steigend.

Durch Salzburg führt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar, was den Hauptbahnhof Salzburg zu einem der meist frequentierten Bahnhöfe Österreichs macht. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits über die Tauernbahn nach Süden (Villach, Slowenien, Italien), sowie nach Graz, Innsbruck und München.

Der Knoten Salzburg die Autobahnen A1 (Wien - Salzburg), A8 (München - Salzburg) und die A10 (Salzburg - Villach), welche zusammen einen Halbring im Westen der Stadt bilden. Autobahnabfahrten zum Stadtgebiet sind: Salzburg Nord, Salzburg Messegelände, Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim, Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Ein Teil der A1 kann inzwischen als Stadtautobahn angesehen werden, mit Nebenwirkungen wie häufigen Stau, und eine großzügigere Umfahrungsmöglichkeit wird immer wieder angeregt.

Öffentlicher Nahverkehr
Die von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken werden auch mit Regionalverkehr bedient und bieten den zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit nach Salzburg zu gelangen. Zusätzlich gibt es noch einige regionale Bahnstrecken die eine Zubringerfunktion zur Stadt erfüllen, wie etwa die Strecken „Freilassing - Berchtesgaden“, „Freilassing - Mühldorf“ und „Steindorf - Braunau“.

Der wichtigste Nahverkehrsträger im Zentralraum Salzburg ist die S-Bahn Salzburg, welche sich auch immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel etabliert und derzeit im Nordwesten der Stadt Richtung Freilassing erweitert wird.

Im Stadtgebiet von Salzburg übernimmt seit 1940 der O-Bus mit einem der europaweit größten Obusnetze die größte Rolle im ÖPNV. Die Lücken im O-Bus-System (so ist zum Beispiel der Kapuzinerberg nicht ganz umschlossen) und die längeren Strecken wie z.B. nach Freilassing erschließen die Albus Salzburg Autobuslinien. Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet weshalb auch einige Querverbindungen fehlen.

Die genannten Verkehrsträger sind durch den Salzburger Verkehrsverbund in ein gemeinsames Tarifsystem integriert und aufeinander abgestimmt.

Für Besucher der Stadt Salzburg mit PKW gibt es Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand (Autobahnabfahrten „Salzburg Süd“ und „Messegelände“). Von dort ist das Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen. Hingegen ist bei Anfahrt mit dem PKW in die Innenstadt mit längeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.

Nichtmotorisierter Verkehr
Eine wichtige und positive Rolle spielt in Salzburg das Fahrrad, der Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr liegt bei über 20%. Die Stadtverwaltung hat seit 1991 eine eigene Radverkehrskoordination. Besonders wichtig waren die Unterführungen für die Autoverkehrbrücken und den von Fußgängern stark genutzten Makartsteg. Auch wurden die Stege den Radfahrern angepasst und ermöglichen es über die Stege (ausgenommen den Mozartsteg) das Salzachufer zu wechseln. Entlang der Salzach sind parallel zu den Fußgängerwegen eigene Fahrradwege entstanden die ebenfalls stark genutzt werden.

Eine günstige Möglichkeit sich auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetz fortzubewegen bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Zur stärkeren Verzahnung von ÖPNV und Radverkehr wurden 1999 am Hauptbahnhof und später auch am Bahnhof Itzling die ersten gesicherten Fahrradgaragen errichtet; eine weitere am Hanuschplatz ist in Planung.

Insbesondere im Innenstadtbereich kommt man in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem voran, ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone deklariert.

Brücken
Salzburger_Stadtansicht.jpg Lange Zeit war eine einfache Brücke an der Stelle der heutigen Staatsbrücke die einzige Verbindung zwischen Alt- und Neustadt. Inzwischen sind (flussabwärts geordnet) folgende Brücken und Stege vorhanden: Südlich der Alpensiedlung die Hellbrunner Brücke die für Pendler eine wichtige Verbindung darstellt, der 1980 errichtete Überführsteg der die Josefiau mit Aigen verbindet, die Nonntaler Brücke (früher Karolinenbrücke) die im Stadtverkehr zusammen mit der Staatsbrücke und der Lehener Brücke die Hauptlast trägt. Abwärts kommt dann der Mozartsteg (benannt nach Wolfgang Amadeus Mozart) mit hölzernem Belag.

Die Staatsbrücke ist die älteste Brücke der Stadt und entstand zuerst mit den Namen Hauptbrücke. Sie war lange Zeit sogar überdacht und bis 1877 aus Holz gebaut. Die 1877 errichtete Eisenkonstruktion erhielt bis zum Neubau während des Dritten Reiches den Namen Stadtbrücke. Die heutige Staatsbrücke wurde nach neun Jahren Bauzeit erst 1949 wieder eröffnet und verbindet die Altstadt mit dem Platzl und der Linzergasse. Der architektonisch auffällige Makartsteg (benannt nach Hans Makart) führt den Fußgänger vom Hanuschplatz zum Makartplatz und Mozarts Wohnhaus. Der Makartsteg wurde bereits 1905 als Museumssteg gebaut, 1967 umgebaut und erhielt seine heutige geschwungene Form mit nur noch einem Pfeiler 2000/01.

Die Verbindung zwischen dem Stadtteil Mülln und dem rechten Ufer, auf Line zum Mirabellplatz ist der Müllnersteg, zuvor Franz-Carl-Gehbrücke genannt. Er liegt auf halbem Weg zur Eisenbahnbrücke die seit 2005 dreigleisig ausgebaut wird um der Salzburger S-Bahn mehr Platz zu bieten. Die Lehener Brücke, von ihrer Eröffnung 1902 bis zur Neuerrichtung 1966/67 Erzherzog-Ludwig-Viktor-Brücke genannt, ist im Norden der Stadt die wichtigste Brücke und daher auch vierspurig gebaut. Flussabwärts stehen der 1977 eröffnete Pioniersteg über den man vom Lehener Park in Richtung Jahnstraße und Bahnhof gelangt, sowie der Traklsteg (benannt nach Georg Trakl) über den der Fußgänger vom Glan-Spitz nach Itzling-West gelangt. Sehr weit im Norden der Stadt befindet sich noch die Autobahnbrücke der Westautobahn welche in diesem Bereich als Stadtautobahn auch einen erheblichen Teil des innerstädtischen Verkehrs trägt. Die alte Autobahnbrücke stürzte im August 1959 bei einem großen Hochwasser ein. Die Autobahnbrücke verfügt außerdem über einen Fußgängersteg.

Ein weiterer Fußgängersteg im äußersten Norden der Stadt (am Saalachspitz) einerseits über die Saalach ins benachbarte Freilassing und andererseits über die Salzach in den Ortsteil Bergheim ist geplant, der genaue Standort aber noch nicht festgelegt.

Energieversorgung

Für die Energieversorgung der Stadt Salzburg zeichnet sich die Salzburg AG verantwortlich, ein regionales Unternehmen welches im Jahr 2000 durch die Fusion von SAFE und den Salzburger Stadtwerken entstand.

Wasserwirtschaft

Die Stadt Salzburg bezieht ihr Trinkwasser durch die Salzburg AG hauptsächlich aus Grund- und Quellwasserbrunnen im Süden der Stadt nahe dem Untersberg. Pro Jahr werden ca. 12 Milliarden Liter Wasser in die Stadt geleitet. Auf dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg befinden sich Hochbehälter.

Die Entsorgung der Abwässer erfolgt seit 1987 durch die Großkläranlage Siggerwiesen die für über 600.000 Einwohner ausgelegt ist und neben dem Großraum Salzburg auch das bayrische Ainring bedient.

Bildung und Forschung

Universitäten und Hochschulen
In Salzburg sind fünf Universitäten und Hochschulen angesiedelt. Die älteste davon ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg die erstmalig 1622 eingerichtet wurde aber in der Zeit von 1810 bis 1962 nicht existiert. Es gibt an der Universität die vier Fakultäten katholische Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften sowie Naturwissenschaften.

Das Mozarteum wurde 1841 als Musikschule eingerichtet und ist seit 1970 Universität. Es werden vor allem Gesangs- und Musikstudiengänge angeboten, aber auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in den darstellenden Künste: Schauspiel, Bühnenbau und Regie.

Die Fachhochschule Salzburg besteht erst seit 1995 und wurde 2005 vom Norden des Stadtgebiets in die südlich gelegene Gemeinde Puch bei Hallein und bietet technische, wirtschaftliche, kreativ-gestalterische Studiengänge, sowie Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales an.

Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter zu denen auch die Universität Salzburg gehört. Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.

Mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität wurde die an der Universität Salzburg fehlende medizinische Fakultät 2003 als private Universität gegründet. Ein Drittel der Finanzierung kommt dennoch von staatlicher Seite. Angeboten werden die Studiengänge Humanmedizin und Molekulare Medizin. Die PMU koopieriert bei der praktischen Ausbildung auch mit Krankenhäuser in Bayern, bis hin zum Klinikum Rosenheim.

College

Akademien
  • Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg
  • Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg
  • Religionspädagogische Akademie der Erzdiözese Salzburg
  • Nährstoffakademie Salzburg
  • Werbedesign Akademie Salzburg
  • Akademie für Mozart Forschung
  • Hebammenakademie
  • Akademie für den ergotherapeutischen Dienst
  • Akademie für den med.techn. Laboratoriumsdienst
  • Akademie für den orthopädischen Dienst
  • Akademie für den radiologisch-technischen Dienst
  • Akademie für den physiotherapeutischen Dienst

Institute
  • Pädagogisches Institut des Bundes
  • Religionspädagogisches Institut der Erzdiözese Salzburg
  • Institut für interdisziplinäre Tourismusforschung
  • Afroasiatisches Institut Salzburg
  • Salzburg Research
  • Salzburg Seminar
  • EHI (European Heart Institute)

Wirtschaft


Neben seiner Bedeutung als Tourismus-, Kultur-, Universitäts- und Sportstadt erlangt Salzburg durch das Messezentrum auch als Messestadt immer mehr an Bedeutung.

Die Stadt Salzburg und der angrenzende Flachgau präsentieren sich auch als attraktiver Standort für viele größere und kleinere Unternehmen und sind der wirtschaftliche Motor des gesamten Bundeslandes. Das kontinuierlich steigende Wirtschaftswachstum des Bundeslandes Salzburg liegt an zweiter Stelle hinter jenem Wiens, wobei sich die Wirtschaftskraft des gesamten Bundeslandes vor allem im bestens erschlossenen Zentralraum um die Landeshauptstadt selbst und dem (im Flachgau und Tennengau gelegenen) so genannten Speckgürtel rings um die Stadt Salzburg ballt. Die Betriebe der Stadt (60%) und des Flachgaus (30%) erzielten z. B. im Jahr 2005 gemeinsam 90 % des Gesamtumsatzes des Bundeslandes. Die restlichen Prozente verteilen sich auf die Gebirgsgaue (Tennengau 3%, Pongau 3%, Pinzgau 3 %, Lungau 1%).

Top-Unternehmen

Die umsatzstärksten in der Stadt Salzburg ansässigen Unternehmen des Jahres 2005 waren:

  1. Porsche Holding GmbH (7,900 Mrd.)
  2. SPAR Österreichische Warenhandels-AG (3,940 Mrd.)
  3. Porsche Austria GmbH & Co (1,492 Mrd.)
  4. Porsche Inter Auto GmbH & CoKG (1,170 Mrd.)
  5. Interspar GmbH (1,130 Mrd.)
  6. Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation (0,597 Mrd.)
  7. Wüstenrot Versicherungs-AG (0,505 Mrd.)
  8. BMW Austria GmbH (0,486 Mrd.)
  9. Georg Pappas Automobil AG (0,416 Mrd.)
  10. Ford Motor Company (Austria) GmbH(0,363 Mrd.)
  11. Porsche Konstruktionen GmbH & Co KG (0,325 Mrd.)
  12. Conoco Phillips Austria GmbH (0,283 Mrd.)

Top-Banken Salzburgs

  1. Raiffeisenverband Salzburg
  2. Bausparkasse Wüstenrot AG
  3. Salzburger Sparkasse Bank AG
  4. Salzburger Landes-Hypothekenbank
  5. Volksbank Salzburg
  6. Bankhaus Carl Spängler & Co

Bei der Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria mit Stichtag 15. Mai 2001 wurden 10.210 Arbeitsstätten (darunter 105 mit mehr als 100 und 53 mit mehr als 200 Beschäftigten) mit insgesamt 100.055 Beschäftigten gezählt. Das sind 12 % mehr Beschäftigte und 24,8 % mehr Arbeitgeber als 1991.

Der größte privatwirtschaftliche Arbeitgeber (gerechnet auf das Bundesland und bezogen rein auf Unternehmen mit Firmensitz in der Stadt Salzburg) ist die SPAR Österreichische Warenhandels-AG mit 16.000 Mitarbeitern. Auf Rang zwei folgt die Porsche Holding GmbH mit 14.670 Angestellten. Die Interspar GmbH beschäftigt 6.000 Angestellte. Zu den weiteren beschäftigtenintensiven Unternehmen zählen Porsche Inter Auto GmbH & CoKG (3.780), Salzburg AG (2.070), Raiffeisenverband Salzburg (1.618) und die Quehenberger Logistik AG & CoKG mit 1.615 Mitarbeitern. (Stand: 2005)

Medien

Das ORF-Landesstudio Salzburg liegt im Stadtteil Nonntal und ist Produktionsstätte für Radio Salzburg und die Salzburg-Beiträge des ORF. Der private Fernsehsender Salzburg TV bietet stark regionales Programm und sendet seit 1995 erst im Kabelnetz der SAFE (heute Salzburg AG) und inzwischen auch über terrestisches Signal.

Öffentliche Einrichtungen


  • Finanzamt für Salzburg Stadt, Hallein und Salzburg Land

Religiöse Einrichtungen


Städtepartnerschaften


Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch: Persönlichkeiten der Stadt Salzburg

Ehrenbürger

Die Ernennung zum Ehrenbürger ist die höchste von der Stadt Salzburg zu vergebende Auszeichnung. Mit ihr verbunden sind alle Rechte eines Salzburger Bürgers ohne dessen Pflichten. Erstmals vergeben wurde die Ehrenbürgerschaft am 6. Mai 1829 an den Landschaftsmaler Johann Michael Sattler. Nach beinahe 100 Jahren wurde 1920 mit der Kammersängerin Lilli Lehmann die erste Frau zur Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg erkoren.

Literatur


  • Herbert Rosendorfer: Salzburg für Anfänger, 2003 nymphenburger; ein humorvoller Stadtführer.
  • Christian Strasser: The Sound of Klein-Hollywood: Filmproduktion in Salzburg, Salzburg im Film: mit einem Filmlexikon. Österreichischer Kunst- und Kulturverlag, Wien 1993. ISBN 3854370474.
  • Kurt Kaindl, Roland Floimair: Hundert Jahre Film, 1895-1995: Salzburger Film- und Fotopioniere. Amt der Salzburger Landesregierung, vertreten durch das Landespressebüro, Salzburg 1994.

Weblinks


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